Landscapes of an Ongoing Past

Marta Dyachenko Floating Island
Driant Zenelli Maybe the cosmos is not so extraordinary Copyright the artist and prometeogallery di Ida Pisani Milan Lucca
Fedir Tetianych Cities of the future Copyright Fedir Tetianych
Zhanna Kadyrova unnamed from the series Second Hand 2014 2017 copyright Zhanna Kadyrova
Yuri Yefanow We will definitely talk about this after the last air raid alert stops Copyright Yuri Yefanow
Nino Kvrivishvili 1 AISI 2022 Wool handwoven tapestry Foto Guram Kapanadze
UKR2024 Salzlager copyright Heinrich Holtgreve

Erst durch die menschliche Perspektive wird die Natur eine Landschaft, in die sich Bedeutungen einschreiben. Vergangene Ereignisse wirken darin fort, Landschaften können Erinnerungen, Ängste oder Sehnsüchte verkörpern.

Seit 2001 ist im ehemaligen Salzlager der Kokerei Zollverein der Palace of Projects des international bekannten Künstlerpaars Ilya & Emilia Kabakov installiert. In loser Korrespondenz dazu zeigt die Ausstellung Landscapes of an Ongoing Past historische und zeitgenössische Arbeiten von Künstler*innen aus dem ehemals sozialistischen Osten Europas, die den Blick auf werdende und vergehende Landschaften werfen. Sie gehen Fragen von handwerklicher und industrieller Produktion nach, erkunden Spuren nicht verwirklichter Utopien oder reflektieren das Verhältnis zwischen Architektur und Natur. Mit dem Werk des Vertreters der ukrainischen Avantgarde Fedir Tetianych († 2007 in Kyjiw) thematisiert die Ausstellung nicht nur die Bedingungen künstlerischer Produktion zur Zeit der Sowjetunion, sondern stellt dem Palace of Projects auch einen weiteren historischen Entwurf für eine futuristische Utopie zur Seite.

Mit Blick auf die postindustriellen Landschaften des Ruhrgebiets erforscht Landscapes of an Ongoing Past mit allen Mitteln der Kunst – mal verführerisch, mal verstörend – den Zustand der Gegenwart zwischen Zerfall und Hoffnung.

Eine von Urbane Künste Ruhr in Kooperation mit der Stiftung Zollverein für das Salzlager konzipierte Ausstellung zur Ruhrtriennale 2024. The Palace of Projects ist Eigentum der Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur und als Dauerleihgabe im Besitz von Stiftung Zollverein.


Info

Mit Arbeiten von Marta Dyachenko, Uli Golub, Jana Gunstheimer, Nikita Kadan, Zhanna Kadyrova, Nino Kvrivishvili, Fedir Tetianych, Yuri Yefanov, Driant Zeneli

Im Kinopavillon: Tekla Aslanishvili, Anna Daucikova, Sven Johne, Dana Kavelina, ruїns collective, Emilija Škarnulytė, Borjana Ventzislavova


Begleitprogramm

Rund um Eröffnung und Finissage sind Diskursformate mit den teilnehmenden Künstler*innen geplant. In geführten Ausstellungsbesuchen geben die Kuratorinnen Einblicke in die Themen und die Entstehung der Ausstellung. Die Führungen werden sonntags in verschiedenen Sprachen angeboten. Donnerstags und samstags finden Workshops für Kinder, Jugendliche und Erwachsene statt.

Die Teilnahme am Begleitprogramm ist kostenlos. Die Anmeldung ist ab sofort möglich!


Zugänglichkeit

Die Ausstellung ist für Rollstuhlfahrer*innen zugänglich (ausgenommen ist der Palace of Projects). Detaillierte Informationen werden vor Ausstellungsbeginn zur Verfügung gestellt.


Eröffnung

Freitag, 16.8. 16 Uhr
Der Einlass ist bereits ab 15 Uhr möglich.

Mit Prof. Heinrich Theodor Grütter, Vorstand Stiftung Zollverein und Direktor des Ruhr Museums Essen, Ivo Van Hove, Intendant der Ruhrtriennale und Britta Peters, Künstlerische Leitung Urbane Künste Ruhr.


Öffnungszeiten

16.8.—22.9.

Mi—So

12—19 Uhr


Adresse

Salzlager, UNESCO-Welterbe Zollverein
Heinrich-Imig-Straße 11
45141 Essen

Termine


  • Sonntag
    Essen
    Ausstellung
    22.9.

    Finissage: Landscapes of an Ongoing Past


  • Fr.—So.
    Essen
    Ausstellung
    16.8.— 22.9.

    Landscapes of an Ongoing Past


  • Freitag
    16 Uhr
    Essen
    Ausstellung
    16.8.

    Ausstellungseröffnung: Landscapes of an Ongoing Past

  • Die Ausstellung wird am Freitag, 16.8. um 16 Uhr eröffnet. Der Einlass ist bereits ab 15 Uhr möglich.

    Mit Prof. Heinrich Theodor Grütter, Vorstand Stiftung Zollverein und Direktor des Ruhr Museums Essen, Ivo Van Hove, Intendant der Ruhrtriennale und Britta Peters, Künstlerische Leitung Urbane Künste Ruhr. Die Reden werden in deutscher Sprache gehalten und werden in DGS übersetzt.

    Marta Dyachenko Foto Frederike Wetzels Künstler*in ©

    Marta Dyachenko

    Marta Dyachenkos (*1990 in Kyiw, Ukraine) Objekte schaffen neue fiktive Landschaften, die zwei gegensätzliche Zustände miteinander verbinden - neue Gebäude im Entstehungsprozess und Ruinen.

    Uli Golub by Uli Golub Künstler*in ©

    Uli Golub

    Uli Golubs (*1990 in Charkiw, Ukraine) künstlerische Praxis umfasst Video, Installation, Performance, Fotografie und Mixed-Media-Collagen. Die Basis ihrer Arbeit bildet das Geschichtenerzählen.

    Jana Gunstheimer2 Jannis Uffrecht Künstler*in ©

    Jana Gunstheimer

    Jana Gunstheimer (*1974 in Zwickau) fügt in ihrer künstlerischen Praxis häufig Zeichnungen, Malerei und Objekte zu komplexen Gesamtinstallationen zusammen.

    Nikita kadan by taras grytsiuk 1 Künstler*in ©

    Nikita Kadan

    Nikita Kadan (*1982 in Kyjiw, Ukraine) arbeitet mit Malerei, Grafik und Installation, oft in Zusammenarbeit mit Architekt*innen, Soziolog*innen und Menschenrechtsaktivist*innen.

    Zhanna Kadyrova Foto Sergey Illin Künstler*in ©

    Zhanna Kadyrova

    Zhanna Kadyrova (*1981 in Brovary, Ukraine) arbeitet seit 20 Jahren im Bereich Skulptur und zählt derzeit zu den bekanntesten künstlerischen Positionen aus der Ukraine.

    Nino Kvrivishvili Foto Tekla Basishvili Künstler*in ©

    Nino Kvrivishvili

    Nino Kvrivishvili reflektiert in ihrer künstlerischen Arbeit die Geschichten der Textilproduktion Georgiens, die zu Sowjetunion-Zeiten einen zentralen Industriezweig darstellte.

    UKR Resident Yuri Yefanov 2022 c Daniel Sadrowski 2078 Künstler*in ©

    Yuri Yefanov

    Yuri Yefanov (*1990) ist ein Künstler und Filmemacher aus der Ukraine, der in seinen Arbeiten computergenerierte Bilder und Spielsimulationen verwendet und so eine neue Welt im Digitalen erschafft.

    Driant Zeneli Foto Fabrizio Spucches min Künstler*in ©

    Driant Zeneli

    Driant Zeneli (*1983 in Shkoder, Albanien) verwebt in seinen Filmen und skulpturalen Videoinstallationen Darstellungen von Macht, Wissenschaft, Mythologie und Märchen mit individuellen Erzählungen.