Deborah Ligorio

Unser Verhältnis zu Natur und Landschaft ist oft der Ausgangspunkt der Arbeiten der italienischen Künstlerin Deborah Ligorio. Ihre künstlerische Recherche verbindet ökologische, technologische und feministische Denkmodelle, denen sie in verschiedenen Formen Ausdruck verleiht. Zu Ligorios Praxis gehören auch performative Arbeiten, darunter geführte Meditationen (Guided Meditations), welche sie bereits in zahlreichen Kontexten durchgeführt hat. Diese dienen weniger der persönlichen Entspannung, als der Konzentration auf und dem fokussierten Nachdenken über gesellschaftliche und ökologische Fragestellungen.

In der Sandlandschaft des Silbersees reagiert Ligorio auf die existenzielle Bedrohung durch Sonne und Hitze, indem sie am zentralen Strand drei Bäume pflanzt, die Schattensuchenden einen verlässlichen Schutz und Treffpunkt anbieten können. Gleichzeitig bietet Ligorio mit einer ortsspezifischen App einen narrativ-meditativen Audiowalk entlang des Ufers an, der die Naturphänomene rund um den See in den Blick nimmt und dazu einlädt, seine Geschichte und das entstandene Ökosystem näher zu erkunden.

Deborah Ligorio (*1972) lebt in Berlin.

Deborah Ligorio
Silbersee II (Preview 3) Wandersalon ©

Auf Sand gebaut

In diesem Wandersalon sind die Künstler*innen Deborah Ligorio und Michel de Broin im Gespräch mit dem Kurator Vlado Velkov und Britta Peters, künstlerische Leitung von Urbane Künste Ruhr.

Silbersee Deborah  c Daniel Sadrowski 2674 Projekt ©

Take your Time

Am Silbersee II schafft Deborah Ligorio einen Audiowalk, der die Naturphänomene am See in den Blick nimmt.