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Zu Gast Jahrgang 2026

© Daniel Sadrowski

Bewerbungsfrist

27.3.2026

Zeitraum des Aufenthalts

1.9.-30.11.2026

Urbane Künste Ruhr vergibt drei Recherche-Aufenthalte im Haus der Geschichte des Ruhrgebiets in Bochum.

Gemeinsam mit der Stiftung Geschichte des Ruhrgebiets vergeben wir im Jahr 2026 drei dreimonatige Recherche-Aufenthalte im Haus der Geschichte des Ruhrgebiets in Bochum. Das Programm richtet sich an Künstler*innen, die an einer zeitgenössischen Perspektive auf das Ruhrgebiet und seine Themen interessiert sind. Durch die Anbindung an die Stiftung und einen Arbeitsplatz im Haus der Geschichte mit Zugang zu Bibliothek und Archiv wird eine intensive Auseinandersetzung mit der Region ermöglicht. 

Während der Recherchephase laden wir dazu ein, in engem Austausch mit dem kuratorischen Team vor Ort eine Projektidee zu entwickeln, die – je nach Eignung – 2027 Teil einer mehrtägigen Veranstaltung in Duisburg werden soll.

Fragen zu Mobilität und Verortung im Kunstfeld, Institutionskritik und kontextspezifischen Arbeitsweisen werden Teil der Veranstaltung in Duisburg 2027 sein und können in der Bewerbung gerne aufgegriffen werden. Der Aufenthalt ist für Künstler*innen, deren Praxis Recherche einschließt und die mit dem Medium Text, Sprache, Film oder Performance arbeiten, besonders geeignet.

Die Stiftung Geschichte des Ruhrgebiets

Die 1998 gegründete Stiftung Geschichte des Ruhrgebiets fördert die Erforschung der Geschichte und Gegenwart des Ruhrgebiets und stellt hierzu umfangreiche Buch- und Zeitschriftenbestände sowie zahlreiche Archivalien bereit. Im Stiftungsgebäude befinden sich die Bibliothek des Ruhrgebiets und das Archiv, welche den Künstler*innen offenstehen. Auch befinden sich im Archiv zahlreiche Dokumente zu künstlerischen Projekten und Projektvorhaben im Kontext der Kulturhauptstadt RUHR.2010 GmbH. Darüber hinaus besteht eine enge Anbindung an das Institut für soziale Bewegungen an der Ruhr-Universität Bochum, von der die Künstler*innen ebenso profitieren können. 

Für wen?

Das Programm richtet sich an professionell arbeitende Künstler*innen, die ein besonderes Interesse an der Arbeit mit Archiven haben und deren Praxis künstlerische Forschung einschließt.

Voraussetzung ist, dass die Künstler*innen mindestens 75 % der Zeit vor Ort verbringen.

Was bietet das Programm in Kooperation mit der Stiftung Geschichte des Ruhrgebiets?

  • Einen Aufenthalt vom 1.9. bis 30.11.2026 mit einer kuratorischen Betreuung sowie enger Anbindung an Urbane Künste Ruhr
  • Unterstützung bei der Vernetzung in die Region
  • Ein Gastkünstler*in-Honorar von 5.000 € brutto
  • Einen Arbeitsplatz im Haus der Geschichte des Ruhrgebiets
  • Eine einmalige Kostenübernahme für An- und Abreise
  • Eine Unterkunft in Bochum
  • Erstattung von Fahrten mit dem ÖPNV zu Recherchezwecken

Bewerbungsmodalitäten

Wir begrüßen Bewerbungen aller Menschen unabhängig von Geschlecht, Nationalität, ethnischer und sozialer Herkunft, religiöser Zugehörigkeit, Behinderung, Alter sowie unabhängig von Genderfragen und Identität. Wir bieten unsere Unterstützung an, für den Aufenthalt vor Ort bei Bedarf geeignete Lösungen für individuelle Bedürfnisse zu finden, beispielsweise in Bezug auf Barrierefreiheit.

Bewerbungsfrist und Auswahlverfahren 

  • Bewerbungsfrist: 27.3.2026
  • Einreichen der Bewerbungsunterlagen über das Website-Formular
  • Eine Fachjury wählt aus allen Einreichungen drei künstlerischen Positionen aus
  • Benachrichtigungen erfolgen ab Ende April 2026

Rückfragen könnt ihr gerne richten an: 
zugast@urbanekuensteruhr.de 
Alisha Raissa Danscher (Kuratorin Urbane Künste Ruhr)
Jolande Hörrmann (Projektkoordination)

Werne

Begleitet wird die Grand Snail Tour von Künstler*innen aus dem Bereich Literatur, Fotografie und Zeichnung, die zeitgleich zum Aufenthalt des Tourmobils, Eindrücke und Reflexionen aus jeweils derselben Stadt sammeln und diese sie visuell oder literarisch ins Bild setzen. So entsteht ein Paratext zur 3-jährigen Tour, der in Form einer Reisechronik, ein Kaleidoskop an Geschichten, Verbindungen, Momentaufnahmen in den 53 Städten der Region als Gleichzeitigkeiten und Ungleichzeitigkeiten zur Grand Snail Tour sichtbar werden lässt.

Werne von Franziska Klose

01 Werne Südmauer

02 Werne Sparkasse

03 Werne Hinterhof

04 Werne Friedhof

05 Werne Hornebachbrücke

06 Werne Lippewehr

07 Werne MaisFeld

08 Werne Kloster

09 Werne Sparkasse

10 Werne Bahnhof

Städte sind Cohabitate – artenübergreifende Lebensräume, urbane Biotope. 

In Werne gelten meine Blicke und Bilder der urbanen Flora und ihrer Habitate: Baustellen, Hinterhöfe, Fassadengrün, Blumenkübel, Brachflächen, Wasserläufe, Maisfelder, Blumenampeln, Steingärten und gleich bei meiner Ankunft die „Beete" aus Gleisschotter mit Ruderalpflanzen.

01 Werne Südmauer
Hauseingang mit Baugerüst, Fußmatte, Straßenschild, Lampenmast und Blümenkübel, darin mit Lebensbaum (Thuja) und Zwergmispel (Cotoneaster)

02 Werne Sparkasse
Hausfassade, Fahrradständer und diverse Blumenkübel mit Eibe (Taxus baccata), Pelargonie (Pelargonium), Ysander (Pachysandra), Buchsbaum (Buxus sempervirens) und Efeu (Hedera helix) sowie Gemüse-Gänsedistel (Sonchus oleraceus) und Hornklee (Lotus)

03 Werne Hinterhof
Gekachelte Hauswand, florales Fenstergitter und Blumentrog mit Immergrüner Kriech-Heckenkirsche (Lonicera pileata) und Ilex (Ilex aquifolium)

04 Werne Friedhof
Apfel (Malus), aufgespießt auf einem Wiesen-Kerbel (Anthriscus sylvestris), dahinter Ampfer (Rumex), Große Brennnessel (Urtica dioica) und Haselnuss (Corylus avellana)

05 Werne Hornebachbrücke
Geländer an der Hornebach-Brücke, Gewöhnliche Kastanie (Aesculus hippocastanum), Sommerlinde (Tilia platyphyllos), Berg-Ahorn (Acer pseudoplatanus) und Esche (Fraxinus excelsior)

06 Werne Lippewehr
Am Lippe-Ufer, Gräser (Poa), Schwertlilie (Iridaceae), Flatterbinse (Juncus effusus), Wasserminze (Mentha aquatica), Gelbe Teichrose (Nuphar lutea), Ulme (Ulmus), Wiesen-Bärenklau (Heracleum sphondylium), Zottiges Weidenröschen (Epilobium hirsutum), Ackerwinde (Convolvulus arvensis), Weiderich (Lythrum) und Weiden (Salix) in Hintergrund

07 Werne MaisFeld
Maisfeld (Zea mays) mit Weißem Gänsefuß (Chenopodium album) und Rauhaarigem Amarant (Amaranthus retroflexus)

08 Werne Kloster
Blumenampel mit Petunien (Penunia), Pelargonien (Pelargonium) und Kleinblütiger Bergminze (Clinopodium nepeta)

09 Werne Sparkasse
Steingarten mit kleinem Brunnen, Japanischem Ahorn (Acer japonicum), Ilex (Ilex aquifolium), Vogelmiere (Stellaria media), Kanadischer Goldrute (Solidago canadensis) und Moosen

10 Werne Bahnhof
Angelegte Beete am Bahnsteig: Gleisschotter mit typischer Spontanvegetation/Wildwuchs: Rainfarn (Tanacetum vulgare), Wilde Möhre (Daucus carota), Stinkender Storchschnabel (Geranium robertianum), Kompass-Lattich (Lactuca serriola), Löwenzahn (Taraxacum officinale), Mäusegerste (Hordeum murinum), Kriech-Quecke (Elymus repens), Bergahorn (Acer pseudoplatanus), Kanadische Goldrute (Solidago canadensis), Blauer Natternkopf (Echium vulgare), Spitzwegerich (Plantago lanceolata), Vogelmiere (Stellaria media), Wiesen-Knäuelgras (Dactylis glomerata), Wilder Hafer (Avena fatua), Jacobs-Greiskraut (Senecio erucifolius) und Flechten

Stops

Open "Werne"
Bildschirm mit historischen Fotos des Freibads Letzigraben in Zürich, gesehen aus dem Wasser.

© Daniel Sadrowski

24.7.25, 16–21 Uhr

Abhängen in Werne

Werne

Künstler*in

Open Artsit

© Camilo Pachón

Franziska Klose

Franziska Klose (* 1977) ist Künstlerin und Fotografin. Seit 2010 arbeitet sie zu postindustriellen Landschaften und zeitgenössischer Natur. 

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