Clouded in Vain

Silbersee Clouded in Vain c Daniel Sadrowski 1014
Silbersee Clouded in Vain c Daniel Sadrowski 2638
Silbersee Clouded in Vain c Daniel Sadrowski 2639
Silbersee Clouded in Vain Daniel Sadrowski 2632

Seit prähistorischen Zeiten ist das künstlerische Formen von Sand die älteste Form der Bildhauerei. Während Sandburgen meist von Kindern beim Spielen am Sandstrand gebaut werden, handelt es sich dagegen bei Sandskulpturen oft um detailgetreue Abbildungen realer Bauwerke oder monumentaler Fantasiegebilde. Am Strand des Silbersees schaffen die Künstlerinnen Mariechen Danz (*1980) und Kerstin Brätsch (*1979) eine Sandskulptur, welche Dinosaurier, Fossilien und Gesteine als Spuren klimatischer Bedingungen vergangener Zeiten in sich aufnimmt. Spiralförmig verbinden sich darin menschliche Organe und Zellstrukturen, um mikro- und makrokosmische Verhältnisse wiederzugeben. Zentral dabei ist für die Künstlerinnen, deren lebensgroßes Doppelportrait ebenfalls Teil der Szenerie ist, die Frage nach den Spuren, die die Menschheit heute hinterlässt: Was werden Nachkommen in tausenden Jahren wohl aus unserem Zeitalter als Fossilien in den tiefen Gesteinsschichten entdecken?

Nicht nur durch die Motivgebung steht die Skulptur dabei in der Tradition archäologischer Ausgrabungen. Auch die handwerklichen Techniken zum Modellieren erinnern daran: Der Sand wird in großen Holzverschalungen schichtweise aufgetragen und verdichtet. Sind die stützenden Bretter entfernt, beginnt das eigentliche Modellieren, bei dem viele Werkzeuge zum Einsatz kommen, von Säge und Schaufel, bis hin zu Pinsel, Skalpell und Strohhalm.

Die Sandskulptur wird durch die Sandkünstler Benno Lindel und Martijn Rijerse umgesetzt. Am See wird die Arbeit dem Klima und den Witterungen ausgesetzt sein und sich stetig verändern. Ihr ephemerer Charakter steht nicht nur stellvertretend für die Frage nach dem Fortbestehen der Erde vor dem Hintergrund steigender Meeresspiegel und zunehmender Klimakatastrophen, sondern hinterfragt auch die Beständigkeit als eine traditionelle Eigenschaft von Skulptur.


Information

Der Zugang zum Silbersee II und den dort beheimateten Kunstwerken des Ruhr Ding: Klima ist im Zuge der geltenden Coronaschutzverordnung derzeit leider nicht möglich. Wir informieren hier sowie auf all unseren Kommunikationskanälen, sobald sich die Situation ändert.


Eintritt

Am Silbersee II fallen von Seiten unseres Kooperationspartners, der Betreibergesellschaft Silbersee II Haltern am See mbH, während der Badesaison Eintrittsgebühren an.

Regulär:

4,00 €

Kinder unter 3 Jahren:

frei

Parkplatzgebühr:

4,00 €


Öffnungszeiten

Aktuell geschlossen


Adresse

Silbersee II
Zum Vogelsberg
45721 Haltern am See


Anfahrt

Vom Bahnhof Haltern-Sythen sind es rund 15 Minuten mit dem Rad zum Silbersee II. Mit ÖPNV ist der See mit dem Bus 273E zu erreichen. Am Silbersee II sind zwei Parkplätze vorhanden, von beiden sind die Kunstwerke fußläufig gut zu erreichen. Am Parkplatz nahe des Café Treibsand befindet sich ein Infopoint zum Ruhr Ding: Klima.

Danz Brätsch Künstler*in ©

Mariechen Danz & Kerstin Brätsch

Am Silbersee II erproben sich beide Künstlerinnen gemeinsam in der Konzeption einer Sandskulptur, welche verschiedene Motive miteinander verschmelzen lässt.