Ana Alenso

Den künstlerischen Arbeiten von Ana Alenso gehen intensive Recherchen voraus. Thematisch befasst sie sich mit der globalen Abhängigkeit von Ressourcen und der politischen, sozialen und wirtschaftlichen Ausbeutung, die damit einhergeht. Wissenschaftliche Studien und Berichte dienen ihr ebenso als Grundlage wie der Austausch mit Umweltaktivist*innen. In ihren Projekten beschäftigt sich die in Venezuela aufgewachsene Künstlerin zumeist mit konkreten Fallbeispielen, wie der internationalen Erdöl-Wirtschaft oder dem Goldabbau in Lateinamerika und den Folgen der Förderung für die Natur und die Menschen vor Ort.

Ana Alensos Installationen sind aus Gerüstelementen, Schläuchen, Rohren und Fässern zusammengesetzt – oft handelt es sich um gefundene Gegenstände von Schrottplätzen. Sie muten in ihrem temporären, improvisierten Aufbau teils selbst wie Behelfskonstruktionen aus dem Bergbau an, wie sie in illegalen Minen zu finden sind.

Für das Ruhr Ding: Klima wird Ana Alenso eine neue Installation mit dem Titel Die Mine gibt, die Mine nimmt im Alten Wartesaal des Herner Bahnhofs realisieren. Begleitend konzipiert sie ein halbtägiges Symposium, das auf Inhalte ihrer Recherche Bezug nimmt.

Ana Alenso (*1982) lebt in Berlin. Sie war im Jahrgang 2019/2020 Residenzkünstlerin bei Zu Gast bei Urbane Künste Ruhr.

Ana Alenso
Die Mine gibt die Mine nimmt c Daniel Sadrowski 1649 Projekt ©

Die Mine gibt, die Mine nimmt

In ihrer Mulitmediainstallation widmet sich Ana Alenso den Folgen des illegalen Goldabbaus im venezolanischen Amazonas.

Alenso Oro Wandersalon ©

Ana Alenso & Anna Dobelmann

Gemeinsam diskutieren wir mit Solvej Ovesen anhand von Ana Alensos Arbeit über Ressourcenförderung, Rohstoffpolitik und die Möglichkeiten von künstlerischer Forschung und Aktivismus.