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Landscapes of 
an Ongoing Past

© Henning Rogge

16.8. – 22.9.24
Mo – Mi
12–19 Uhr
Donnerstag
12–15 Uhr

Adresse

Salzlager, UNESCO-Welterbe Zollverein 
Heinrich-Imig-Straße 11 
45141 Essen

Barrierefreiheit

Erst durch die menschliche Perspektive wird die Natur eine Landschaft, in die sich Bedeutungen einschreiben. Vergangene Ereignisse wirken darin fort, Landschaften können Erinnerungen, Ängste oder Sehnsüchte verkörpern.

Seit 2001 ist im ehemaligen Salzlager der Kokerei Zollverein The Palace of Projects des international bekannten Künstlerpaars Ilya & Emilia Kabakov installiert. In loser Korrespondenz dazu zeigt die Ausstellung Landscapes of an Ongoing Past historische und zeitgenössische Arbeiten von Künstler*innen aus dem ehemals sozialistischen Osten Europas, die den Blick auf werdende und vergehende Landschaften werfen. Sie gehen Fragen von handwerklicher und industrieller Produktion nach, erkunden Spuren nicht verwirklichter Utopien oder reflektieren das Verhältnis zwischen Architektur und Natur. Mit dem Werk des Vertreters der ukrainischen Avantgarde Fedir Tetianych († 2007 in Kyjiw) thematisiert die Ausstellung nicht nur die Bedingungen künstlerischer Produktion zur Zeit der Sowjetunion, sondern stellt The Palace of Projects auch einen weiteren historischen Entwurf für eine futuristische Utopie zur Seite.

Mit Blick auf die postindustriellen Landschaften des Ruhrgebiets erforscht Landscapes of an Ongoing Past mit allen Mitteln der Kunst – mal verführerisch, mal verstörend – den Zustand der Gegenwart zwischen Zerfall und Hoffnung.

Eine von Urbane Künste Ruhr in Kooperation mit der Stiftung Zollverein für das Salzlager konzipierte Ausstellung zur Ruhrtriennale 2024. The Palace of Projects ist Eigentum der Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur und als Dauerleihgabe im Besitz der Stiftung Zollverein.

Videos

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Seit 2001 ist im ehemaligen Salzlager der Kokerei Zollverein The Palace of Projects des international bekannten Künstlerpaars Ilya & Emilia Kabakov installiert. In loser Korrespondenz dazu zeigt die Ausstellung Landscapes of an Ongoing Past historische und zeitgenössische Arbeiten von Künstler*innen aus dem ehemals sozialistischen Osten Europas, die den Blick auf werdende und vergehende Landschaften werfen. Mehr zur Ausstellung unter www.urbanekuensteruhr.de Eine von Urbane Künste Ruhr in Kooperation mit der Stiftung Zollverein für das Salzlager konzipierte Ausstellung zur Ruhrtriennale 2024. The Palace of Projects ist Eigentum der Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur und als Dauerleihgabe im Besitz der Stiftung Zollverein.
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Seit 2001 ist im Salzlager von Zeche Zollverein „The Palace of Projects“ des international bekannten Künstlerpaars Ilya & Emilia Kabakov installiert. In loser Korrespondenz dazu zeigt Urbane Künste Ruhr zur Ruhrtriennale 2024 in der Ausstellung „Landscapes of an Ongoing Past“ vom 16.8.—22.9. historische und zeitgenössische Arbeiten von Künstler*innen aus dem ehemals sozialistischen Osten Europas, die den Blick auf werdende und vergehende Landschaften werfen. Im Interview sprechen die Kuratorinnen Alisha Raissa Danscher, Tatiana Kochubinska, Yevheniia Moliar, Britta Peters über die Konzeption der Ausstellung. Mehr über „Landscapes of an Ongoing Past“ unter: https://www.urbanekuensteruhr.de/de/project/landscapes-of-an-ongoing-past Eine von Urbane Künste Ruhr in Kooperation mit der Stiftung Zollverein für das Salzlager konzipierte Ausstellung zur Ruhrtriennale 2024. The Palace of Projects ist Eigentum der Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur und als Dauerleihgabe im Besitz der Stiftung Zollverein. Video: Drehmoment Productions

Künstler*innen

Open Artsit
Porträt der Künstlerin Zhanna Kadyrova, die mit Skulptur, Installation und sozialer Praxis arbeitet, mit kurzem dunklem Haar und schwarzem Hemd.

© Sergey Illin

Zhanna Kadyrova

Zhanna Kadyrova (*1981 in Brovary, Ukraine) arbeitet seit 20 Jahren im Bereich Skulptur und zählt derzeit zu den bekanntesten künstlerischen Positionen aus der Ukraine.

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© Daniel Sadrowski

Yuri Yefanov

Yuri Yefanov (*1990) ist ein Künstler und Filmemacher aus der Ukraine, der in seinen Arbeiten computergenerierte Bilder und Spielsimulationen verwendet und so eine neue Welt im Digitalen erschafft.

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Open Artsit
Porträt der Künstlerin Uli Golub, die in ihren Arbeiten Migration und Identität thematisiert, mit dunklem Shirt vor hellem Hintergrund.

© Uli Golub

Uli Golub

Uli Golubs (*1990 in Charkiw, Ukraine) künstlerische Praxis umfasst Video, Installation, Performance, Fotografie und Mixed-Media-Collagen. Die Basis ihrer Arbeit bildet das Geschichtenerzählen.

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Open Artsit
Porträt der Künstlerin Tekla Aslanishvili, die sich mit Infrastrukturen und politischen Geografien beschäftigt, mit lockigem Haar und dunkler Kleidung vor einer weißen Wand.

© Roberto Ruiz

Tekla Aslanishvili

In ihrer Praxis beobachtet Tekla Aslanishvili durch die Linse von groß angelegten Infrastrukturprojekten die sich verändernden Beziehungen zwischen Regierungen, Menschen und ihren Territorien.

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© KLEMMS Berlin

Sven Johne

In seinen Text-, Foto und Video-Arbeiten kombiniert Sven Johne historische Recherchen und fiktionale Erzählungen und beschäftigt sich mit postsozialistischen Biografien.

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Open Artsit
Porträt von Ruins Collective, einem Künstlerkollektiv, das sich mit urbanen Strukturen und deren Transformationen beschäftigt, vor einer Holztür mit Namensschild.

©  ruїns collective

ruїns collective

Das ruїns collective wurde 2017 von Oleg Isakov, Elias Parvulesco und Teta Tsybulnyk in Kyjiw gegründet und realisiert Projekte im Bereich Film und bildende Kunst.

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Open Artsit

© Tekla Basishvili

Nino Kvrivishvili

Nino Kvrivishvili reflektiert in ihrer künstlerischen Arbeit die Geschichten der Textilproduktion Georgiens, die zu Sowjetunion-Zeiten einen zentralen Industriezweig darstellte.

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© Taras Grytsiuk

Nikita Kadan

Nikita Kadan (*1982 in Kyjiw, Ukraine) arbeitet mit Malerei, Grafik und Installation, oft in Zusammenarbeit mit Architekt*innen, Soziolog*innen und Menschenrechtsaktivist*innen.

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© Frederike Wetzels

Marta Dyachenko

Marta Dyachenko arbeitet in ihren Installationen häufig mit modellhaften Skulpturen in der Landschaft. Dabei spielt die Beschäftigung mit dem Verhältnis von Natur und Mensch eine übergeordnete Rolle.

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© Jannis Uffrecht

Jana Gunstheimer

Jana Gunstheimer (*1974 in Zwickau) fügt in ihrer künstlerischen Praxis häufig Zeichnungen, Malerei und Objekte zu komplexen Gesamtinstallationen zusammen.

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© Familie Tetianych

Fedir Tetianych

Der sowjetukrainischen Künstler Fedir Tetianych war ein Visionär, der durch die Erkenntnisse der Weltraumforschung und den Flug des Kosmonauten Juri Gagarin ins Weltall im Jahr 1961 inspiriert wurde.

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Open Artsit

© Visvaldas Morkevicius

Emilija Škarnulytė

Emilija Škarnulytės zwischen Dokumentation und spekulativer Fiktion angesiedelten Videoarbeiten führen durch stillgelegte Kernkraftwerke, Tiefsee-Datenspeicher und unheimliche Naturphänomene.

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Open Artsit
Der Künstler Driant Zeneli in einem Nahaufnahme-Porträt. Er ist bekannt für seine Filme und skulpturalen Videoinstallationen.

© Fabrizio Spucches

Driant Zeneli

Driant Zeneli (*1983 in Shkoder, Albanien) verwebt in seinen Filmen und Videoinstallationen Darstellungen von Macht, Wissenschaft, Mythologie und Märchen mit individuellen Erzählungen.

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Open Artsit
Schwarz-weiß Porträt der Künstlerin Dana Kavelina, deren Praxis hauptsächlich Video und Animation umfasst.

© Kateryna Turenko

Dana Kavelina

In ihrer Praxis befasst sich Dana Kavelina häufig mit militärischer Gewalt und Krieg, historischen und individuellen Traumata, Erinnerung und kritischen Lesarten des historischen Kanons.

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Die bulgarische Künstlerin Borjana Ventzislavova sitzt in einer bunten Hängematte in ihrem Atelier.Sie arbeitet mit Video, Film, Fotografie, Installationen und zeigt ihre Arbeiten oft im öffentlichen Raum.

© Mladen Penev

Borjana Ventzislavova

Die in Sofia (Bulgarien) geborene und in Wien lebende Künstlerin Borjana Ventzislavova arbeitet mit Video, Film, Fotografie, Installationen und zeigt ihre Arbeiten oft im öffentlichen Raum.

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Open Artsit
Schwarz-weiß Porträt der slowakischen Künstlerin Anna Daučíková, bekannt für ihre interdisziplinäre Arbeit zwischen Videokunst, Malerei und Performance.

© Mira Turba

Anna Daučíková

Anna Daučíková lebt und arbeitet in Prag. In ihrer Arbeit verbindet sie Malerei, Fotografie, Video und Performance und setzt sich mit Fragen nach Autorschaft, Gender und Sexualität auseinander.

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Credits

Künstlerische Leitung

Britta Peters

Kuratorisches Team

Alisha Raissa Danscher, Tatiana Kochubinska, Yevheniia Moliar, Britta Peters

Projektleitung

Daniel Klemm, Elgin Wolf (stellv.)

Projektmanagement

Nora Memmert

Projektmitarbeit

Tanja Borcherding, Katrin Lohbeck, Nicole Trzeja

Technische Leitung

Stefan Göbel

Technische Projektleitung

Sebastian Rietz

Öffentlichkeitsarbeit

Kerstin Finkel (Marketing), Hannes Klug (Presse), Monika Madert (Publikation), Evelyn Walton (Online-Kommunikation)

Werne

Begleitet wird die Grand Snail Tour von Künstler*innen aus dem Bereich Literatur, Fotografie und Zeichnung, die zeitgleich zum Aufenthalt des Tourmobils, Eindrücke und Reflexionen aus jeweils derselben Stadt sammeln und diese sie visuell oder literarisch ins Bild setzen. So entsteht ein Paratext zur 3-jährigen Tour, der in Form einer Reisechronik, ein Kaleidoskop an Geschichten, Verbindungen, Momentaufnahmen in den 53 Städten der Region als Gleichzeitigkeiten und Ungleichzeitigkeiten zur Grand Snail Tour sichtbar werden lässt.

Werne von Franziska Klose

01 Werne Südmauer

02 Werne Sparkasse

03 Werne Hinterhof

04 Werne Friedhof

05 Werne Hornebachbrücke

06 Werne Lippewehr

07 Werne MaisFeld

08 Werne Kloster

09 Werne Sparkasse

10 Werne Bahnhof

Städte sind Cohabitate – artenübergreifende Lebensräume, urbane Biotope. 

In Werne gelten meine Blicke und Bilder der urbanen Flora und ihrer Habitate: Baustellen, Hinterhöfe, Fassadengrün, Blumenkübel, Brachflächen, Wasserläufe, Maisfelder, Blumenampeln, Steingärten und gleich bei meiner Ankunft die „Beete" aus Gleisschotter mit Ruderalpflanzen.

01 Werne Südmauer
Hauseingang mit Baugerüst, Fußmatte, Straßenschild, Lampenmast und Blümenkübel, darin mit Lebensbaum (Thuja) und Zwergmispel (Cotoneaster)

02 Werne Sparkasse
Hausfassade, Fahrradständer und diverse Blumenkübel mit Eibe (Taxus baccata), Pelargonie (Pelargonium), Ysander (Pachysandra), Buchsbaum (Buxus sempervirens) und Efeu (Hedera helix) sowie Gemüse-Gänsedistel (Sonchus oleraceus) und Hornklee (Lotus)

03 Werne Hinterhof
Gekachelte Hauswand, florales Fenstergitter und Blumentrog mit Immergrüner Kriech-Heckenkirsche (Lonicera pileata) und Ilex (Ilex aquifolium)

04 Werne Friedhof
Apfel (Malus), aufgespießt auf einem Wiesen-Kerbel (Anthriscus sylvestris), dahinter Ampfer (Rumex), Große Brennnessel (Urtica dioica) und Haselnuss (Corylus avellana)

05 Werne Hornebachbrücke
Geländer an der Hornebach-Brücke, Gewöhnliche Kastanie (Aesculus hippocastanum), Sommerlinde (Tilia platyphyllos), Berg-Ahorn (Acer pseudoplatanus) und Esche (Fraxinus excelsior)

06 Werne Lippewehr
Am Lippe-Ufer, Gräser (Poa), Schwertlilie (Iridaceae), Flatterbinse (Juncus effusus), Wasserminze (Mentha aquatica), Gelbe Teichrose (Nuphar lutea), Ulme (Ulmus), Wiesen-Bärenklau (Heracleum sphondylium), Zottiges Weidenröschen (Epilobium hirsutum), Ackerwinde (Convolvulus arvensis), Weiderich (Lythrum) und Weiden (Salix) in Hintergrund

07 Werne MaisFeld
Maisfeld (Zea mays) mit Weißem Gänsefuß (Chenopodium album) und Rauhaarigem Amarant (Amaranthus retroflexus)

08 Werne Kloster
Blumenampel mit Petunien (Penunia), Pelargonien (Pelargonium) und Kleinblütiger Bergminze (Clinopodium nepeta)

09 Werne Sparkasse
Steingarten mit kleinem Brunnen, Japanischem Ahorn (Acer japonicum), Ilex (Ilex aquifolium), Vogelmiere (Stellaria media), Kanadischer Goldrute (Solidago canadensis) und Moosen

10 Werne Bahnhof
Angelegte Beete am Bahnsteig: Gleisschotter mit typischer Spontanvegetation/Wildwuchs: Rainfarn (Tanacetum vulgare), Wilde Möhre (Daucus carota), Stinkender Storchschnabel (Geranium robertianum), Kompass-Lattich (Lactuca serriola), Löwenzahn (Taraxacum officinale), Mäusegerste (Hordeum murinum), Kriech-Quecke (Elymus repens), Bergahorn (Acer pseudoplatanus), Kanadische Goldrute (Solidago canadensis), Blauer Natternkopf (Echium vulgare), Spitzwegerich (Plantago lanceolata), Vogelmiere (Stellaria media), Wiesen-Knäuelgras (Dactylis glomerata), Wilder Hafer (Avena fatua), Jacobs-Greiskraut (Senecio erucifolius) und Flechten

Stops

Open "Werne"
Bildschirm mit historischen Fotos des Freibads Letzigraben in Zürich, gesehen aus dem Wasser.

© Daniel Sadrowski

24.7.25, 16–21 Uhr

Abhängen in Werne

Werne

Künstler*in

Open Artsit

© Camilo Pachón

Franziska Klose

Franziska Klose (* 1977) ist Künstlerin und Fotografin. Seit 2010 arbeitet sie zu postindustriellen Landschaften und zeitgenössischer Natur. 

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