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Marianna Christofides

©Roland Baege

Marianna Christofides (Zypern) wurde 1980 in Zypern geboren und lebt in Berlin. In ihrer künstlerischen Praxis beschäftigt sie sich mit verwobenen Erzählungen, welche die unterschiedlichen Schichten von Orten multipler Autorenschaft konstituieren. Spuren unterschwelliger Gewalt im räumlichen Gefüge und subtile Manifestationen von Prekarität werden in Langzeitbeobachtungen verhandelt und in der physischen Auseinandersetzung mit den Räumen untersucht. Basierend auf einer Vielzahl von Diskursen wie Umweltstudien, räumlichen Praktiken und Literatur arbeitet sie vor allem mit den Medien 16 mm Film, Slides, Text und Sound. Diese sind in Installationen artikuliert, die häufig aus Archiv- sowie Vor-Ort-Recherchen entstehen. Sie studierte unter anderem Visual and Media Arts an der Academy of Fine Arts in Athen, der Slade School of Fine Art in London und der Akademie der Medienkünste in Köln. 2011 vertrat Marianna Zypern auf der 54. Biennale in Venedig. Sie wurde mit zahlreichen Stipendien ausgezeichnet, unter anderem vom Bundesland Berlin, der Akademie der Künste der Welt, Köln, dem Hartware Medienkunstverein, DAAD, Stiftung Kunstfonds, IFA und Kunststiftung NRW. Residenzen umfassen Villa Kamogawa, Kyoto; Tabakalera, San Sebastian; Künstlerhaus Büchsenhausen, Innsbruck; La Box, ENSA Bourges; IASPIS, Stockholm; Villa Aurora, Los Angeles; Gasworks, London. Marianna hat ihre Arbeit vielfach international ausgestellt und gezeigt.

NEW RUHR MAP

Jordi Colomer

© Amina Falah

© Amina Falah

Karten sind niemals neutral, sie vermessen, begrenzen und kontrollieren, was sichtbar ist, blenden aber Trampelpfade und Abkürzungen genauso wie Gefühle von Angst oder Freude aus. Mit NEW RUHR MAP greift der katalanische Künstler Jordi Colomer dieses Missverhältnis auf und verwandelt die Kartierung in ein kollektives, performatives Wissensformat. 

Gemeinsam mit lokalen Teilnehmer*innen eines Mapping-Workshops, die aus einem guten Dutzend verschiedener, spanischsprachiger Länder kommen und im Ruhrgebiet leben, hat Colomer für den Grand Snail Tour-Trailer eine neue Ruhrgebietskarte entwickelt. Die Schnecke – ein langsames, tragendes, ortsbezogenes Wesen – wird zur Metapher für eine andere Art des Stadtdurchquerens: nicht optimiert, nicht top-down geplant, sondern getragen von gelebter Erfahrung, Erinnerung und kollektiver Imagination. 

Regionen werden stetig neu kartiert – von Stadtplaner*innen, Investor*innen, Kulturpolitiker*innen. Was dabei oft ungezeichnet bleibt, sind die Karten der Vielen: Migrationsrouten, Treffpunkte, affektive Geographien von Menschen, deren Perspektiven selten in offiziellen Repräsentationen auftauchen. NEW RUHR MAP knüpft nicht zuletzt an das Konzept der „New Cartographies“ des panafrikanische Projekts Chimurenga an: Kartieren als Praxis der Selbstermächtigung, als Werkzeug, um andere Geografien des Wissens und des Erlebens sichtbar zu machen – jenseits kolonialer und administrativer Blickregime.  

Unter anderem bekannt geworden durch die Videoserie Anarchitekton (2002–2004), in der Architekturmodelle durch Großstädte getragen werden, interessiert sich Colomer gleichermaßen für das Utopische wie das Dystopische im Stadtbild – für Stadtplanung als Versprechen und als Scheitern. NEW RUHR MAP setzt diese Reflexion mit und durch eine Community fort, die ihre eigenen Geschichten in den Stadtraum einschreibt. 

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Gemeinsam mit den Teilnehmer*innen eines Mapping-Workshops, die der spanischsprachigen Community im Ruhrgebiet angehören, hat der spanische Künstler Jordi Colomer die mobile Architektur der Grand Snail Tour neu gestaltet und wird seine Arbeit beim Stopp der Grand Snail Tour "Wertschätzen in Dortmund" vor Ort präsentieren. Mehr Infos zum Projekt: https://www.urbanekuensteruhr.de/grand-snail-tour/dortmund

Künstler*in

Open Artsit

Jordi Colomer

Jordi Colomer (*Barcelona 1962) arbeitet in den Bereichen Film, Fotografie, Skulptur und Installation, wobei er häufig kollektiv tätig ist. 

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