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Jordi Colomer

Jordi Colomer (*Barcelona 1962) arbeitet in den Bereichen Film, Fotografie, Skulptur und Installation, wobei er häufig kollektiv tätig ist. Alle seine Aktivitäten sind von einem ausgeprägten performativen Sinn geprägt, der die gewohnte Nutzung von Architektur und städtischem Raum durch Aktionen auf die Probe stellt. Colomer interessiert sich für das System der Repräsentationen der Stadt und unsere Fähigkeit, es zu unterlaufen. Aus dieser Untersuchung ergeben sich grundlegende Themen wie Nomadentum, populäre Vorstellungen, Humor, Gemeinschaft, Vorstadt, Traditionen, Fiktion und Utopie. Im Jahr 2008 widmete ihm die Galerie nationale du Jeu de Paume in Paris eine große Retrospektive. Colomer hat an zwei Ausgaben der Manifesta teilgenommen, in St. Petersburg (2014) und Palermo (2018). 2017 wurde er ausgewählt, den spanischen Pavillon auf der 57. Biennale von Venedig zu vertreten. Biennale von Venedig zu vertreten. 2024 präsentierte er die Ausstellung „Façana Foto Festa Futur Fideus“ im MACBA in Barcelona, seine bisher ehrgeizigste Einzelausstellung. Die Ausstellung versammelte rund fünfzig Werke aus den späten 1980er Jahren in verschiedenen Formaten, darunter Skulpturen, Collagen, Fotografien, Videos, Installationen und Live-Aktionen. Für diese Ausstellung erhielt er den Preis 2024 der Stadt Barcelona für visuelle Künste.

NEW RUHR MAP

Jordi Colomer

© Amina Falah

© Amina Falah

Karten sind niemals neutral, sie vermessen, begrenzen und kontrollieren, was sichtbar ist, blenden aber Trampelpfade und Abkürzungen genauso wie Gefühle von Angst oder Freude aus. Mit NEW RUHR MAP greift der katalanische Künstler Jordi Colomer dieses Missverhältnis auf und verwandelt die Kartierung in ein kollektives, performatives Wissensformat. 

Gemeinsam mit lokalen Teilnehmer*innen eines Mapping-Workshops, die aus einem guten Dutzend verschiedener, spanischsprachiger Länder kommen und im Ruhrgebiet leben, hat Colomer für den Grand Snail Tour-Trailer eine neue Ruhrgebietskarte entwickelt. Die Schnecke – ein langsames, tragendes, ortsbezogenes Wesen – wird zur Metapher für eine andere Art des Stadtdurchquerens: nicht optimiert, nicht top-down geplant, sondern getragen von gelebter Erfahrung, Erinnerung und kollektiver Imagination. 

Regionen werden stetig neu kartiert – von Stadtplaner*innen, Investor*innen, Kulturpolitiker*innen. Was dabei oft ungezeichnet bleibt, sind die Karten der Vielen: Migrationsrouten, Treffpunkte, affektive Geographien von Menschen, deren Perspektiven selten in offiziellen Repräsentationen auftauchen. NEW RUHR MAP knüpft nicht zuletzt an das Konzept der „New Cartographies“ des panafrikanische Projekts Chimurenga an: Kartieren als Praxis der Selbstermächtigung, als Werkzeug, um andere Geografien des Wissens und des Erlebens sichtbar zu machen – jenseits kolonialer und administrativer Blickregime.  

Unter anderem bekannt geworden durch die Videoserie Anarchitekton (2002–2004), in der Architekturmodelle durch Großstädte getragen werden, interessiert sich Colomer gleichermaßen für das Utopische wie das Dystopische im Stadtbild – für Stadtplanung als Versprechen und als Scheitern. NEW RUHR MAP setzt diese Reflexion mit und durch eine Community fort, die ihre eigenen Geschichten in den Stadtraum einschreibt. 

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Gemeinsam mit den Teilnehmer*innen eines Mapping-Workshops, die der spanischsprachigen Community im Ruhrgebiet angehören, hat der spanische Künstler Jordi Colomer die mobile Architektur der Grand Snail Tour neu gestaltet und wird seine Arbeit beim Stopp der Grand Snail Tour "Wertschätzen in Dortmund" vor Ort präsentieren. Mehr Infos zum Projekt: https://www.urbanekuensteruhr.de/grand-snail-tour/dortmund

Künstler*in

Open Artsit

Jordi Colomer

Jordi Colomer (*Barcelona 1962) arbeitet in den Bereichen Film, Fotografie, Skulptur und Installation, wobei er häufig kollektiv tätig ist. 

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