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Kyoco Taniyama & Nico Alexander Taniyama

©Roland Baege

Kyoco+Nico sind ein Künstlerduo aus Tokyo und Berlin. Das Verhalten sowie die Sprach-Syntax beider Städte sind tendenziell genau gegensätzlich. Derlei länderspezifische Kontradiktionen beobachten Kyoco+Nico in Ihrem Alltag und beeinflussen damit Ihr binäres Themenspektrum wie Makro und Mikrosicht, Digital und Analog sowie Vergangenheit und Zukunft. Ihr Arbeitsprozess beginnt ortsspezifisch als „physische Entdecker“. Das Reflektieren dieser gesammelten Erlebnisse begleitet Ihren Weg zur konzeptionellen Abstraktion und beide spielen hierbei mit dem Reiz von Paradoxien, welche es gewöhnlich zu vermeiden gilt. Für das Ruhr Ding: Territorien verbinden Kyoco+Nico zum dritten Mal Ihre Ausdrucksformen, wie Skulptur und Medien-Installation im Hinblick auf soziale Transformationen als Folge des Wandels von der Industrialisierung zur Digitalisierung.

Kyoco Taniyama visualisiert Ihre kritischen Fragestellungen aktueller Ereignisse, die Sie durch Erkunden fremder Orte und sozialer Strukturen sammelt, in humorvoller Form mittels Fotografie, Skulptur und Installation.

Nico Alexander Taniyama kombiniert sein duales Interesse der Medienkunst und des philosophischen Denkens. Sein Meta-Ansatz: „Alles was wir machen, können wir auf der Metaebene versuchen“ spiegelt seine theoretische und visuelle Arbeit wider.

Palliative Patterns

Kasia Fudakowski

Nahaufnahme von gepolsterten Sitzkissen mit einem farbenfrohen Muster.

© Daniel Sadrowski

© Daniel Sadrowski

© Daniel Sadrowski

Nahaufnahme einer mobilen Bühne mit einer Leinwand und Lautsprechern. Im Vordergrund ein Aufsteller mit einer geschwärzten Zeitung.

© Daniel Sadrowski

Hast du schon mal über dein eigenes Sterben nachgedacht? Die Künstlerin Kasia Fudakowski fragt in Palliative Patterns, ihrer Arbeit für die Grand Snail Tour, was passiert, wenn wir aufhören würden, den Tod zu verdrängen und stattdessen lernen, mit der Allgegenwart unserer Endlichkeit zu leben. 

Mit ihren Kissen und Vorhängen für den Grand Snail Tour-Trailer übersetzt die Künstlerin diese Idee in einen Raum zum Verweilen. Dazu vervielfältigt und spiegelt sie mikroskopische Aufnahmen von Gewebeveränderungen, die den tödlichen Krankheiten Gehirn-Aneurysma, Lewy-Körperchen-Demenz und Arteriosklerose zugrunde liegen, bis sie ein psychodelisches Muster ergeben, das auch an Rorschach-Tafeln denken lässt. Ursprünglich aus der Psychodiagnostik soll der Rorschach-Test Aufschlüsse über den mentalen Zustand/Gesundheit der*des Patient*innen geben. Hier, bei Fudakowski, werden die Besucher*innen zu Proband*innen, ihre Vorstellungen wiederum zum Teil der Installation.  

Dieses Gedankenspiel wird auch in weiteren Medien- und Veranstaltungsformaten trainiert: Als Gründungsmitglied der internationalen Künstler*innengruppe The Association for the Palliative Turn (APT) fordert Fudakowski geistreich und mit viel Humor immer wieder dazu auf, dem Tod und Abschied zu begegnen und herauszufinden, wie Akzeptanz statt Verdrängung neue Werte definiert: Fürsorge statt Zeitdruck, Qualität vor Quantität und eine Entlastung von dem ewigen Streben nach Fortschritt, denn: Es gibt ein Leben vor dem Tod. 

Palliative Patterns setzt auch eine Werklogik fort, die Fudakowski im Allgemeinen verfolgt: Ihr lebenslang laufendes Skulpturenprojekt Continuouslessness (seit 2017) wird erst mit ihrem Tod vollendet sein. Endlichkeit ist hier kein Thema, sondern strukturelle Bedingung. 

Künstler*in

Open Artsit

Kasia Fudakowski

Kasia Fudakowski arbeitet mit Skulptur, Film und Performance, um soziale Rätsel durch surreale Logik und Theorie aufzudecken.

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