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Johanna Gonschorek

© Daniel Sadrowski

Johanna Gonschoreks Arbeit beschäftigt sich mit den Beziehungen zwischen Erinnerung, Episteme, Politik und Machtverhältnissen. Ihr recherchebasierter Fokus weitet sich oft auf die Medien Audio, Skulptur, Papier, Performance und Text aus. In ihren Soundskulpturen und Papierarbeiten behandelt sie die Möglichkeiten und Grenzen von Sprache und Bildreproduktion. Konkrete Biographien, Forschungen, Kontexte, Abbildungen und Erzählungen werden durch skulpturale, materielle und akustische Setzungen in ihren Möglichkeiten der Erfahrbarkeit erweitert. Die Inhalte werden in ihrer materiellen und zeitlichen Fragilität belebt und der Kontext von Produktion und Reproduktion vital.

Johanna Gonschorek studierte Kulturwissenschaft und Kunst in München und Athen. Ihre Arbeiten wurden im Bonner Kunstverein, Produzentengalerie Hamburg, Haus der Kunst (2022), Kunstverein München, LOOVAS, Galerie der Stadt Schwaz (2021), Marwan Amsterdam (2019) gezeigt. 2022 erhielt sie den Contemporary Art Prize des Rotary Club Bonn, Straßburg, Novara.

Johanna Gonscharek war von April bis Juni 2023 Residentin im Haus der Geschichte des Ruhrgebiets in Bochum.

NEW RUHR MAP

Jordi Colomer

© Amina Falah

© Amina Falah

Karten sind niemals neutral, sie vermessen, begrenzen und kontrollieren, was sichtbar ist, blenden aber Trampelpfade und Abkürzungen genauso wie Gefühle von Angst oder Freude aus. Mit NEW RUHR MAP greift der katalanische Künstler Jordi Colomer dieses Missverhältnis auf und verwandelt die Kartierung in ein kollektives, performatives Wissensformat. 

Gemeinsam mit lokalen Teilnehmer*innen eines Mapping-Workshops, die aus einem guten Dutzend verschiedener, spanischsprachiger Länder kommen und im Ruhrgebiet leben, hat Colomer für den Grand Snail Tour-Trailer eine neue Ruhrgebietskarte entwickelt. Die Schnecke – ein langsames, tragendes, ortsbezogenes Wesen – wird zur Metapher für eine andere Art des Stadtdurchquerens: nicht optimiert, nicht top-down geplant, sondern getragen von gelebter Erfahrung, Erinnerung und kollektiver Imagination. 

Regionen werden stetig neu kartiert – von Stadtplaner*innen, Investor*innen, Kulturpolitiker*innen. Was dabei oft ungezeichnet bleibt, sind die Karten der Vielen: Migrationsrouten, Treffpunkte, affektive Geographien von Menschen, deren Perspektiven selten in offiziellen Repräsentationen auftauchen. NEW RUHR MAP knüpft nicht zuletzt an das Konzept der „New Cartographies“ des panafrikanische Projekts Chimurenga an: Kartieren als Praxis der Selbstermächtigung, als Werkzeug, um andere Geografien des Wissens und des Erlebens sichtbar zu machen – jenseits kolonialer und administrativer Blickregime.  

Unter anderem bekannt geworden durch die Videoserie Anarchitekton (2002–2004), in der Architekturmodelle durch Großstädte getragen werden, interessiert sich Colomer gleichermaßen für das Utopische wie das Dystopische im Stadtbild – für Stadtplanung als Versprechen und als Scheitern. NEW RUHR MAP setzt diese Reflexion mit und durch eine Community fort, die ihre eigenen Geschichten in den Stadtraum einschreibt. 

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Gemeinsam mit den Teilnehmer*innen eines Mapping-Workshops, die der spanischsprachigen Community im Ruhrgebiet angehören, hat der spanische Künstler Jordi Colomer die mobile Architektur der Grand Snail Tour neu gestaltet und wird seine Arbeit beim Stopp der Grand Snail Tour "Wertschätzen in Dortmund" vor Ort präsentieren. Mehr Infos zum Projekt: https://www.urbanekuensteruhr.de/grand-snail-tour/dortmund

Künstler*in

Open Artsit

Jordi Colomer

Jordi Colomer (*Barcelona 1962) arbeitet in den Bereichen Film, Fotografie, Skulptur und Installation, wobei er häufig kollektiv tätig ist. 

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