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C:mone aka Tuincy Bright

© Mathilda Noelia

Seit 2007 bereichert C:mone aka Tuincy Bright die Kölner Musik-Szene mit vielseitigen DJ-Sets. In der frühen Hip Hop-Kultur verwurzelt, reicht die Bandbreite ihrer Vinyl-Selection von Jazz, Funk, Soul, Disco über Rap, R&B bis hin zu House, Afrobeat und experimentellen Sounds.
In unterschiedlichen Settings wie Clubs, Bars, Konzert-Openings und Kunstgalerien erfüllt sich jedes Mal aufs Neue, was Kool And The Gang einmal sagten: „Music is the message that sings universal love for one and all.“ Anlässlich des Black History Month 2022 kollaborierte „Selectricity“ mit „Decolonize Cologne“, einer von drei Historikerinnen gegründeten Initiative und kuratierten eine Mixreihe Schwarzer DJs, deren Stimme die Arbeit der Dekolonisierung personalisierte und musikalisch weiterführte. Zuletzt arbeiteten sie mit dem Deutschen Sport- und Olympiamuseum Köln zusammen, das erstmals einen Monat Veranstaltungen zum Black History Month im Sport initiiert hat. Seit 2021 ist C Teil des Kölner DJ-Kollektivs E.P.I.Q., das mit sieben DJs Events in Köln und darüber hinaus gestaltet. Sie spielte unter anderem beim Polyton Musikpreis, Deutschen Jazzpreis, der Cologne Jazz Week, der c/o pop Convention sowie im Kunstmuseum Bochum. Als Kuratorin war C unter anderem für die Konzertreihe am Ebertplatz und das Weekend-Fest Köln tätig. Seit November 2022 hostet sie bei Dublab DE ihre Radioshow „Listen, here…“.

NEW RUHR MAP

Jordi Colomer

© Amina Falah

© Amina Falah

Karten sind niemals neutral, sie vermessen, begrenzen und kontrollieren, was sichtbar ist, blenden aber Trampelpfade und Abkürzungen genauso wie Gefühle von Angst oder Freude aus. Mit NEW RUHR MAP greift der katalanische Künstler Jordi Colomer dieses Missverhältnis auf und verwandelt die Kartierung in ein kollektives, performatives Wissensformat. 

Gemeinsam mit lokalen Teilnehmer*innen eines Mapping-Workshops, die aus einem guten Dutzend verschiedener, spanischsprachiger Länder kommen und im Ruhrgebiet leben, hat Colomer für den Grand Snail Tour-Trailer eine neue Ruhrgebietskarte entwickelt. Die Schnecke – ein langsames, tragendes, ortsbezogenes Wesen – wird zur Metapher für eine andere Art des Stadtdurchquerens: nicht optimiert, nicht top-down geplant, sondern getragen von gelebter Erfahrung, Erinnerung und kollektiver Imagination. 

Regionen werden stetig neu kartiert – von Stadtplaner*innen, Investor*innen, Kulturpolitiker*innen. Was dabei oft ungezeichnet bleibt, sind die Karten der Vielen: Migrationsrouten, Treffpunkte, affektive Geographien von Menschen, deren Perspektiven selten in offiziellen Repräsentationen auftauchen. NEW RUHR MAP knüpft nicht zuletzt an das Konzept der „New Cartographies“ des panafrikanische Projekts Chimurenga an: Kartieren als Praxis der Selbstermächtigung, als Werkzeug, um andere Geografien des Wissens und des Erlebens sichtbar zu machen – jenseits kolonialer und administrativer Blickregime.  

Unter anderem bekannt geworden durch die Videoserie Anarchitekton (2002–2004), in der Architekturmodelle durch Großstädte getragen werden, interessiert sich Colomer gleichermaßen für das Utopische wie das Dystopische im Stadtbild – für Stadtplanung als Versprechen und als Scheitern. NEW RUHR MAP setzt diese Reflexion mit und durch eine Community fort, die ihre eigenen Geschichten in den Stadtraum einschreibt. 

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Gemeinsam mit den Teilnehmer*innen eines Mapping-Workshops, die der spanischsprachigen Community im Ruhrgebiet angehören, hat der spanische Künstler Jordi Colomer die mobile Architektur der Grand Snail Tour neu gestaltet und wird seine Arbeit beim Stopp der Grand Snail Tour "Wertschätzen in Dortmund" vor Ort präsentieren. Mehr Infos zum Projekt: https://www.urbanekuensteruhr.de/grand-snail-tour/dortmund

Künstler*in

Open Artsit

Jordi Colomer

Jordi Colomer (*Barcelona 1962) arbeitet in den Bereichen Film, Fotografie, Skulptur und Installation, wobei er häufig kollektiv tätig ist. 

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