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Führung Die Erfindung der Haustiere

© Heinrich Holtgreve

7.9.25, 15 Uhr

Adresse

Kultur- und Stadthistorisches Museum
Johannes-Corputius-Platz 1
47051 Duisburg

Die Erfindung der Haustiere. Innen- und Außenführung 

Die älteste Darstellung eines Haustieres im Kultur- und Stadthistorischen Museum datiert auf das Jahr 25 n. Chr. Es handelt sich um den Schoßhund der Römerin Polla Matidia. Begebt Euch mit uns im Museum und drumherum auf die Spurensuche nach den Haustieren von heute und denen, die es einmal waren. 

Keine Anmeldung erforderlich.
Veranstalter ist das Kultur- und Stadthistorisches Museum Duisburg 

 

Öffnungszeiten Kultur- und Stadthistorisches Museum
Mi–Sa 10–17 Uhr
So 10–18 Uhr

Ausstellung

  • Open Event

    © Katja Illner

    Fr., 22.8. – So., 5.10.25mehr

    Zwischen Erfinden und Erfassen

Weitere Veranstaltungen

  • Open Event

    © Timothy Schenck. Courtesy of the High Line.

    Sa., 23.8.25, 15 Uhrmehr

    Führung durch die Ausstellung

  • Open Event

    © Heinrich Holtgreve

    So., 31.8.25, 15 Uhrmehr

    Führung Wasser im alten Duisburg

  • Open Event

    © Timothy Schenck. Courtesy of the High Line.

    Do., 4.9.25, 15 Uhrmehr

    DGS-Führung durch die Ausstellung Zwischen Erfinden und Erfassen

Local Blackouts

Lütfiye Güzel

Eine Person mit brauner Lederjacke betrachtet eine große, gedruckte Zeitung auf einem Aufsteller mit der Überschrift 'Wesel'.

© Daniel Sadrowski

Ein Schild mit einer abstrahierten Zeitungsgestaltung mit wenig Text.

© Heinrich Holtgreve

Ausgangsmaterial ist ein besonders kurzweiliges Format aus dem Alltag: die Tageszeitung. Lütfiye Güzel, Poetin aus Duisburg und Vertreterin eines konsequent selbstverlegten, körpernahen Schreibens, lässt sich für die Grand Snail Tour von Projektpartner*innen und Passant*innen Lokalzeitungen und -beilagen aus den zu bereisenden Städten zusenden. Aus diesen Dokumenten erzeugt Güzel durch gezieltes Ausstreichen und Schwärzen von Textpassagen insgesamt 53 Gedichte — Local Blackouts —, die auf Aufstellern an jeder Station veröffentlicht werden.

Die Methode der Blackout Poetry ist eine Form der Found Poetry und wird bei Güzel zum politischen Akt. Das Schwärzen zitiert die Logik der Zensur, kehrt sie aber um, denn das unkenntlich Machen hat nicht Unterdrückung, sondern Verdichtung zum Ziel: Was bleibt, wenn der redaktionelle Lärm verschwindet? Lyrische Miniaturen, die in ihrer Knappheit dem Haiku ähnlich ist. Güzels Entscheidung, diese Textarbeiten im öffentlichen Raum zu zeigen, stellt zudem implizit die Frage: Für wen werden solche Texte geschrieben, und wer kommt darin vor?

Lokalzeitungen sind ein ambivalentes Medium. Sie fördern und informieren Nachbarschaften jenseits von Social Media — doch die Sprache und Nachrichtenauswahl ist häufig hetzerisch und vereinfachend. Tatsache ist, dass Lokalzeitungen an Bedeutung und finanzielle Unterstützung verlieren. Güzels Aneignung bewahrt und befragt dieses Erbe zugleich. Präsentiert auf herkömmlichen Presseaufstellern verleiht ihre Arbeit der Grand Snail Tour ein vertrautes Erscheinungsbild von regionaler Kultur und überführt diese gleichzeitig in die poetische Abstraktion.

Künstler*in

Open Artsit

©Ben Knabe

Lütfiye Güzel

Lütfiye Güzel ist Dichterin und bringt seit 2014 Gedichte unter ihrem eigenen Label go-güzel-publishing heraus.

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