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Zwischen Erfinden
und Erfassen

Nesrin Tanç, Bergüzar, 2025 © Katja Illner

Nesrin Tanç, Bergüzar, 2025 © Katja Illner

Paula Pedraza, Headtrip, 2025 © Katja Illner

Stella Flatten, Die Halde/The Dump, 2025 © Katja Illner

Stella Flatten, Die Halde/The Dump, 2025 © Katja Illner

Ramona Schacht & Luca Bublik, Corporate Bodies - Die übersehene weibliche Arbeit im Ruhrgebiet, 2025 © Katja Illner

Marlin de Haan, Practising Apocalypse, 2025 © Katja Illner

Marlin de Haan, Practising Apocalypse, 2025 © Katja Illner

Cosima von Bonin, What If They Bark, 2022 © Katja Illner

Cosima von Bonin, What If They Bark, 2022 © Katja Illner

Alfredo Thiermann, Tote Erde / Das Brot der Welt, 2025 © Katja Illner

Iris Touliatou, LOKAL2G, 2025 © Katja Illner

Franziska Pierwoss & Jonas Leifert, soft smoke, 2025 © Katja Illner

John Smith, The Black Tower, 1987 © Katja Illner

Arhun Aksakal, EUROGATE, 2025 © Katja Illner

Arhun Aksakal, EUROGATE, 2025 © Katja Illner

Anna R. Winder, Manual, 2025 © Katja Illner

Anna R. Winder, Manual, 2025 © Katja Illner

22.8. – 5.10.25
Mi – So
12–19 Uhr

Adresse

Duisburger Innenhafen
Ludwigsturm
47051 Duisburg

Barrierefreiheit

Suchbewegungen im Duisburger Innenhafen

Mit Arhun Aksakal, Cosima von Bonin, Stella Flatten, Marlin de Haan, Paula Pedraza, Franziska Pierwoss & Jonas Leifert, Ramona Schacht & Luca Bublik, John Smith, Nesrin Tanç, Alfredo Thiermann, Iris Touliatou, Anna R. Winder

Spuren aus dem Mittelalter, Reste der Industriegeschichte, postmoderne Architektur und Naherholung verdichten sich im Duisburger Innenhafen zu einer collagierten Stadtlandschaft. Dem kleinen Bruder des großen Duisburger Binnenhafens sieht man seine Funktion als Europas ehemals größter Getreide-Umschlagplatz heute kaum mehr an: In den 1990er Jahren wurde der Hafenkanal im Zuge der Internationalen Bauausstellung Emscher Park überformt und nach einem Masterplan des Architekten Sir Norman Foster als Wohn- und Freizeitort neu erfunden. Gleichzeitig gibt es mit dem Stadtarchiv, dem Zentrum für Erinnerungskultur, dem Landesarchiv NRW und dem Garten der Erinnerungen des Künstlers Dani Karavan vor Ort eine hohe Dichte an Institutionen, die sich historischen Zusammenhängen widmen. 

Die Ausstellung wirft mit größtenteils neu entstandenen skulpturalen, konzeptuellen, performativen sowie Sound- und Video-Arbeiten internationaler Künstler*innen einen gegenwärtigen Blick auf den Innenhafen und erforscht Prozesse des Erfindens, Überlagerns und Scheiterns. 

Eine Ausstellung von Urbane Künste Ruhr zur Ruhrtriennale 2025
Einige Projekte wurden im Rahmen des Programms Zu Gast bei Urbane Künste Ruhr entwickelt.


Dein Besuch

Die Ausstellung findet an unterschiedlichen Orten in einem Radius von etwa einem Kilometer statt. Diese sind fußläufig erreichbar. Wenn du Fragen hast, hilft dir unser Team vor Ort an mehreren Standorten und am Infostand in der Schwanenstraße 44 A. Zur Orientierung liegt vor Ort außerdem Infomaterial aus. Lageplan downloaden

Anfahrt mit dem ÖPNV
Straßenbahn 901 bis Haltestelle Rathaus oder Bus 933 und 929 bis Schwanentor.

Anfahrt mit dem PKW
Contipark Parkhaus City; 
Einfahrtsadresse: Unterstraße 19-21, 47051 Duisburg

Abweichende Öffnungszeiten Kultur- und Stadthistorisches Museum
Mi–Sa 10–17 Uhr
So 10–18 Uhr

Performative Arbeiten im Innenhafen sind ein wesentlicher Bestandteil der Ausstellung. Außerdem gibt es ein umfangreiches Programm mit Workshops für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, Führungen sowie Gesprächen.

soft smoke
Performance
Do–So 14–17 Uhr

Ein Zuckerwattewagen im Duisburger Innenhafen: Passant*innen können hier nicht nur graue Zuckerwatte kosten, sondern auch die eine oder andere Geschichte über die Luft im Ruhrgebiet teilen. Die künstlerische Umsetzung der Arbeit soft smoke basiert auf Recherchen zur Luftverschmutzung von Franziska Pierwoss und Jonas Leifert.

Franziska Pierwoss & Jonas Leifert, soft smoke, 2025 © Katja Illner

Franziska Pierwoss & Jonas Leifert, soft smoke, 2025 © Katja Illner

Videos

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Die Ausstellung Zwischen Erfinden und Erfassen. Suchbewegungen im Duisburger Innenhafen wirft mit größtenteils neu entstandenen skulpturalen, konzeptuellen, performativen sowie Sound- und Video-Arbeiten internationaler Künstler*innen einen gegenwärtigen Blick auf den Innenhafen und erforscht Prozesse des Erfindens, Überlagerns und Scheiterns. Eine Ausstellung von Urbane Künste Ruhr zur Ruhrtriennale 2025 Einige Projekte wurden im Rahmen des Programms Zu Gast bei Urbane Künste Ruhr entwickelt. Mehr Informationen zur Ausstellung: https://www.urbanekuensteruhr.de/ausstellung/erfinden
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Die Ausstellung Zwischen Erfinden und Erfassen. Suchbewegungen im Duisburger Innenhafen wirft mit größtenteils neu entstandenen skulpturalen, konzeptuellen, performativen sowie Sound- und Video-Arbeiten internationaler Künstler*innen einen gegenwärtigen Blick auf den Innenhafen und erforscht Prozesse des Erfindens, Überlagerns und Scheiterns. Eine Ausstellung von Urbane Künste Ruhr zur Ruhrtriennale 2025 Einige Projekte wurden im Rahmen des Programms Zu Gast bei Urbane Künste Ruhr entwickelt. Mehr Informationen zur Ausstellung: https://www.urbanekuensteruhr.de/ausstellung/erfinden
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Die Ausstellung Zwischen Erfinden und Erfassen. Suchbewegungen im Duisburger Innenhafen wirft mit größtenteils neu entstandenen skulpturalen, konzeptuellen, performativen sowie Sound- und Video-Arbeiten internationaler Künstler*innen einen gegenwärtigen Blick auf den Innenhafen und erforscht Prozesse des Erfindens, Überlagerns und Scheiterns. Im Interview spricht die Duisburger Künstlerin Nesrin Tanç über ihre Installation Bergüzar, die sie im Rahmen der Ausstellung von Urbane Künste Ruhr im Internationalen Zentrum zeigt. Mehr Informationen zur Ausstellung: https://www.urbanekuensteruhr.de/ausstellung/erfinden Eine Ausstellung von Urbane Künste Ruhr zur Ruhrtriennale 2025 Video: Siegersbusch

Booklet

Open Publication

Booklet zur Ausstellung

Die Ausstellung Zwischen Erfinden und Erfassen. Suchbewegungen im Duisburger Innenhafen wirft mit größtenteils neu entstandenen skulpturalen, konzeptuellen, performativen sowie Sound- und Video-Arbeiten internationaler Künstler*innen einen gegenwärtigen Blick auf den Innenhafen und erforscht Prozesse des Erfindens, Überlagerns und Scheiterns. 

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Künstlerische Leitung

Britta Peters

Kuratorinnen

Alisha Raissa Danscher und Britta Peters

Programm

Radtouren

  • Open Event
    So., 24.8.25, 13:30–16:30 Uhrmehr

    Radtour am Emscherkunstweg

  • Open Event
    So., 28.9.25, 14–17 Uhrmehr

    Radtour am Emscherkunstweg

Weitere Veranstaltungen

  • Open Event
    Fr., 22.8.25, 14–15 Uhrmehr

    Marlin de Haan: Practising Apocalypse

  • Open Event

    © Heinrich Holtgreve

    Fr., 22.8.25, 16 Uhrmehr

    Eröffnung Zwischen Erfinden und Erfassen

  • Open Event

    © Arhun Aksakal

    Fr., 22.8.25, 17:30–18 Uhrmehr

    Arhun Aksakal: EUROGATE 

Workshops

  • Open Event

    © Stella Flatten

    Fr., 22.8.25, 13 Uhrmehr

    Aktivierung der Grabung mit Stella Flatten

  • Open Event
    Fr., 29.8.25, 16–18 Uhrmehr

    Parkour-Workshop für Kinder zwischen 8 und 14 Jahren

  • Open Event

    © Stella Flatten

    Fr., 5.9.25, 16–18 Uhrmehr

    Grabungs-Workshop mit Stella Flatten für Kinder ab 6 und Erwachsene

Local Blackouts

Lütfiye Güzel

Eine Person mit brauner Lederjacke betrachtet eine große, gedruckte Zeitung auf einem Aufsteller mit der Überschrift 'Wesel'.

© Daniel Sadrowski

Ein Schild mit einer abstrahierten Zeitungsgestaltung mit wenig Text.

© Heinrich Holtgreve

Ausgangsmaterial ist ein besonders kurzweiliges Format aus dem Alltag: die Tageszeitung. Lütfiye Güzel, Poetin aus Duisburg und Vertreterin eines konsequent selbstverlegten, körpernahen Schreibens, lässt sich für die Grand Snail Tour von Projektpartner*innen und Passant*innen Lokalzeitungen und -beilagen aus den zu bereisenden Städten zusenden. Aus diesen Dokumenten erzeugt Güzel durch gezieltes Ausstreichen und Schwärzen von Textpassagen insgesamt 53 Gedichte — Local Blackouts —, die auf Aufstellern an jeder Station veröffentlicht werden.

Die Methode der Blackout Poetry ist eine Form der Found Poetry und wird bei Güzel zum politischen Akt. Das Schwärzen zitiert die Logik der Zensur, kehrt sie aber um, denn das unkenntlich Machen hat nicht Unterdrückung, sondern Verdichtung zum Ziel: Was bleibt, wenn der redaktionelle Lärm verschwindet? Lyrische Miniaturen, die in ihrer Knappheit dem Haiku ähnlich ist. Güzels Entscheidung, diese Textarbeiten im öffentlichen Raum zu zeigen, stellt zudem implizit die Frage: Für wen werden solche Texte geschrieben, und wer kommt darin vor?

Lokalzeitungen sind ein ambivalentes Medium. Sie fördern und informieren Nachbarschaften jenseits von Social Media — doch die Sprache und Nachrichtenauswahl ist häufig hetzerisch und vereinfachend. Tatsache ist, dass Lokalzeitungen an Bedeutung und finanzielle Unterstützung verlieren. Güzels Aneignung bewahrt und befragt dieses Erbe zugleich. Präsentiert auf herkömmlichen Presseaufstellern verleiht ihre Arbeit der Grand Snail Tour ein vertrautes Erscheinungsbild von regionaler Kultur und überführt diese gleichzeitig in die poetische Abstraktion.

Künstler*in

Open Artsit

©Ben Knabe

Lütfiye Güzel

Lütfiye Güzel ist Dichterin und bringt seit 2014 Gedichte unter ihrem eigenen Label go-güzel-publishing heraus.

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