Zum Hauptinhalt springen (Enter drücken)Zum Fußbereich springen (Enter drücken)

Breadcrumbs

  1. Home
  2. Kalender
  3. Performance

Marlin de Haan: Practising Apocalypse

22.8.25, 14–15 Uhr

Adresse

Ausgrabungsort am Internationalen Zentrum (IZ)
Johannes-Corputius-Platz
47051 Duisburg  

Practising Apocalypse legt persönliche Narrative und Dynamiken der Unsicherheit und Bedrohung frei, welche sich zu der globalen politischen Konfliktlage in Beziehung setzen lassen. Mit Gesang und Bewegung bewegt sich eine Gruppe von fünf Performer*innen als kollektiver Körper durch den Innenhafen und stellt Szenen des Ausgeliefertseins, des Rauschs, von Langeweile und Banalität her. 

Performance: Johanna Schmalöer, Robert Schulz, Ella Olivia Bender Semerci, Luca Schüssler, Yurika S. Yamamoto

Start: Ausgrabung am Internationalen Zentrum (IZ), Johannes-Corputius-Platz, 47051 Duisburg  
Keine Anmeldung erforderlich
Hinweis: Die Performance findet im Außenraum statt, festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung erforderlich

Ausstellung

  • Open Event

    © Katja Illner

    Fr., 22.8. – So., 5.10.25mehr

    Zwischen Erfinden und Erfassen

Weitere Veranstaltungen

  • Open Event

    © Heinrich Holtgreve

    Fr., 22.8.25, 16 Uhrmehr

    Eröffnung Zwischen Erfinden und Erfassen

NEW RUHR MAP

Jordi Colomer

© Amina Falah

© Amina Falah

Karten sind niemals neutral, sie vermessen, begrenzen und kontrollieren, was sichtbar ist, blenden aber Trampelpfade und Abkürzungen genauso wie Gefühle von Angst oder Freude aus. Mit NEW RUHR MAP greift der katalanische Künstler Jordi Colomer dieses Missverhältnis auf und verwandelt die Kartierung in ein kollektives, performatives Wissensformat. 

Gemeinsam mit lokalen Teilnehmer*innen eines Mapping-Workshops, die aus einem guten Dutzend verschiedener, spanischsprachiger Länder kommen und im Ruhrgebiet leben, hat Colomer für den Grand Snail Tour-Trailer eine neue Ruhrgebietskarte entwickelt. Die Schnecke – ein langsames, tragendes, ortsbezogenes Wesen – wird zur Metapher für eine andere Art des Stadtdurchquerens: nicht optimiert, nicht top-down geplant, sondern getragen von gelebter Erfahrung, Erinnerung und kollektiver Imagination. 

Regionen werden stetig neu kartiert – von Stadtplaner*innen, Investor*innen, Kulturpolitiker*innen. Was dabei oft ungezeichnet bleibt, sind die Karten der Vielen: Migrationsrouten, Treffpunkte, affektive Geographien von Menschen, deren Perspektiven selten in offiziellen Repräsentationen auftauchen. NEW RUHR MAP knüpft nicht zuletzt an das Konzept der „New Cartographies“ des panafrikanische Projekts Chimurenga an: Kartieren als Praxis der Selbstermächtigung, als Werkzeug, um andere Geografien des Wissens und des Erlebens sichtbar zu machen – jenseits kolonialer und administrativer Blickregime.  

Unter anderem bekannt geworden durch die Videoserie Anarchitekton (2002–2004), in der Architekturmodelle durch Großstädte getragen werden, interessiert sich Colomer gleichermaßen für das Utopische wie das Dystopische im Stadtbild – für Stadtplanung als Versprechen und als Scheitern. NEW RUHR MAP setzt diese Reflexion mit und durch eine Community fort, die ihre eigenen Geschichten in den Stadtraum einschreibt. 

Bitte akzeptieren Sie unsere Datenschutzerklärung, um diesen Vimeo-Inhalt anzeigen zu können.
Gemeinsam mit den Teilnehmer*innen eines Mapping-Workshops, die der spanischsprachigen Community im Ruhrgebiet angehören, hat der spanische Künstler Jordi Colomer die mobile Architektur der Grand Snail Tour neu gestaltet und wird seine Arbeit beim Stopp der Grand Snail Tour "Wertschätzen in Dortmund" vor Ort präsentieren. Mehr Infos zum Projekt: https://www.urbanekuensteruhr.de/grand-snail-tour/dortmund

Künstler*in

Open Artsit

Jordi Colomer

Jordi Colomer (*Barcelona 1962) arbeitet in den Bereichen Film, Fotografie, Skulptur und Installation, wobei er häufig kollektiv tätig ist. 

mehr