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Bike Tour to the Opening of Königsgrube

Group of cyclists on a tour along the Emscherkunstweg. The cyclists ride on a paved path next to a river, passing under a highway bridge, surrounded by green scenery.

© Daniel Sadrowski

30.3.25, 12:30–15 h

Address

Konrad-Adenauer-Platz 4
44629 Herne

Our guides will accompany you by bike from Herne railway station to the opening of the new artwork Königsgrube. The route first takes you to reemrenreh at the Herner Meer, then along the Rhine-Herne Canal to Glückauf. Bergarbeiterproteste des Ruhrgebiets, until you arrive in Herne-Röhlinghausen just in time for the opening of Königsgrube by Markus Jeschaunig.

In two and a half hours, you will cover around 20 kilometres, mainly on cycle paths along the canal. E-bikes adapt to the speed, the route is rather unsuitable for racing bikes. At Herne railway station, where the tour starts, you can hire a bike via a bike-sharing app. 

The meeting point is at 12:30 h at Herne railway station.

Registration is possible until 28 March at hallo@emscherkunstweg.de.

Artist

Open Artsit

©Daniel Sadrowski

Markus Jeschaunig

Markus Jeschaunig works as an artist and architect, his projects combine art, natural sciences, ecology and activism.

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Dates

  • Open Event
    The former pumping station Königsgrube by Markus Jeschaunig is captured in a winter setting, highlighting its green industrial structures and historical significance.

    © Daniel Sadrowski

    So., 30.3.25, 15 hView

    Opening Königsgrube

Worte an den Ohren, an der Haut, an der Zelle

Havîn Al-Sîndy

© Amina Falah

© Amina Falah

© Amina Falah

© Amina Falah

Auf dem Dortmunder Nordmarkt setzten sich zwei Skulpturen aus silikonartiger Textur und rätselhafter Silhouette das erste Mal in Bewegung – aufrecht, körperhaft und mit Mikrofonen versehen. Die über Sensoren gesteuerten Roboter haben mittels KI eines gelernt: das Lästern. Auch in Zukunft sollen Besucher*innen sich um sie versammeln, ihnen zuhören oder etwas zuflüstern können. So wird eine beiläufige, neugierige Öffentlichkeit allmählich in Gespräche verwickelt, die sie nicht vollständig kontrollieren kann. 

Die Roboter hat die Künstlerin Havîn Al-Sîndy in Kooperation mit Schüler*innen der Dortmunder Anne-Frank-Gesamtschule entwickelt. So ist Worte an den Ohren, an der Haut, an der Zelle Output eines Gestaltungsprozesses mit Jugendlichen, die ihre Stimmen, ihren Gossip, ihr Flüstern als Codes der Maschine geliehen haben. Zur Installation gehören auch eine sich durch Bewegung verändernde Bodenzeichnung und ein Film, der zwei aus Gips geformte Vögel in der Natur zeigt. 

Al-Sîndys Praxis kreist um immaterielle Archive – Erinnerungen, Körperwissen, kollektive Gedächtnisse – als fragile, widersprüchliche, doch wirkmächtige Formen von Wissen, und die Frage, wie sie weitergegeben, überschrieben oder verdrängt werden. Das Lästern ist dabei weit mehr als Klatsch: Es ist eine der ältesten Formen der informellen Sprachübertragung, eine des Widerstands für jene, denen offizielle Sprache verwehrt bleibt, eine Form der Oral History, die auf Marktplätzen und Hinterhöfen überlebt. Aber es ist auch ein Instrument der Mächtigen und der Manipulation: Sogar Amtsträger*innen verspotten heute öffentlich, das politische Gebaren scheint irrationaler zu werden. 

Die Frage, die Al-Sîndys Skulpturen stellen, ist also keine technische, sondern eine politische: Was geht verloren, wenn Sprache übersetzt, archiviert, codiert und automatisiert wird – und wessen Sprache war es überhaupt? 

Artist

Open Artsit

Havîn Al-Sîndy

Havîn Al-Sîndy works in Kurdistan and Germany. Her artistic practice moves between performance, sculpture, painting, and moving images.  

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