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My Body Is 
Not An Island

© Katja Illner

© Katja Illner

© Katja Illner

12.8. – 23.9.23

Adresse

Kulturkirche Liebfrauen Duisburg
König-Heinrich-Platz 3
47051 Duisburg

Barrierefreiheit

Ein dekonstruierter, gigantischer Körper – teils Tier, teils Mensch – aus einem Metallgerüst geschweißt, überdimensionale Kleidungsstücke, bunte Kostüme, Transportkisten und Materialcollagen entfalten sich in der weitläufigen Installation My Body Is Not An Island der tschechischen Künstlerin und Filmemacherin Eva Koťátková (*1982 in Prag) zu einer immersiven Landschaft.

Fiktive und reale Geschichten, die von physischer oder psychischer Unterdrückung erzählen, sind der Arbeit eingeschrieben. Die Erzählungen aus menschlicher, tierischer und pflanzlicher Perspektive werden wöchentlich von Performer*innen innerhalb der Kulturkirche Liebfrauen und im umliegenden Duisburger Stadtraum aktiviert und können vom Publikum durch eigene Erfahrungen ergänzt werden. 

Ausgehend von ihrem Interesse an gesellschaftlichen Strukturen – wie Familie, Schule oder Arbeit – geht Eva Koťátková in ihrer Arbeit der Frage nach, wie Normierungsprozesse unser Alltagsleben prägen und Formen von übertriebener (Selbst-)Kontrolle, Gewalt und Angst hervorrufen können. Beeinflusst von surrealistischer Poesie und theatralen Szenografien entwirft die Künstlerin einen inklusiven Ort, an dem wir uns unseren Träumen, unserem Unbewussten zuwenden dürfen. My Body Is Not An Island ist eine Einladung an Kinder, Jugendliche und Erwachsene, sich in andere hineinzufühlen und Emotionalität als Zugang zur Welt zu erlernen: „Bring your emotions and your jackets too“, ruft die Künstlerin auf.

Urbane Künste Ruhr zeigt zu jeder Ruhrtriennale einen eigenen künstlerischen Beitrag. Im Anschluss an das Ruhr Ding: Schlaf, das sich als städteübergreifendes Ausstellungsprojekt im Frühsommer dieses Jahres unserem Verhältnis zu Körper und Zeit im postindustriellen Kontext widmete, wurde Eva Koťátková eingeladen, nach Stationen in Bordeaux und Prag eine ortsspezifische Version von My Body Is Not An Island für die Kulturkirche Liebfrauen in Duisburg zu entwickeln.

Eva Koťátková und Britta Peters im Gespräch

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Künstlerin Eva Koťátková und Britta Peters, Künstlerische Leitung von Urbane Künste Ruhr, führen euch bei einem Gespräch durch die Ausstellung „My Body Is Not An Island” in der Kulturkirche Liebfrauen in Duisburg.

© Katja Illner

Künstlerin

Open Artsit

© National Gallery Krepmlová

Eva Kot'átková

In ihrer Arbeit untersucht Eva Kot'átková Formen von Macht und Kontrolle, die von Institutionen auf diejenigen ausgeübt werden, die von der Norm (oder dem, was als solche wahrgenommen wird) abweichen.

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Bergkamen

Begleitet wird die Grand Snail Tour von Künstler*innen aus dem Bereich Literatur, Fotografie und Zeichnung, die zeitgleich zum Aufenthalt des Tourmobils, Eindrücke und Reflexionen aus jeweils derselben Stadt sammeln und diese sie visuell oder literarisch ins Bild setzen. So entsteht ein Paratext zur 3-jährigen Tour, der in Form einer Reisechronik, ein Kaleidoskop an Geschichten, Verbindungen, Momentaufnahmen in den 53 Städten der Region als Gleichzeitigkeiten und Ungleichzeitigkeiten zur Grand Snail Tour sichtbar werden lässt.

Bergkamen von Jochen Lempert

Bergkamen 7. August 2025

1a Bergarbeitersiedlung hinter zeitgenössischem Sichtschutz
1b Zeitliche Abgrenzung im Wasserpark: vormittags badende Stockenten — nachmittags Menschen mit Hunden

2a Eine kleine Population Stadttauben: Indikator für geringe menschliche Aktivität im öffentlichen Raum. Wenige Menschen bedeuten wenig Nahrung für Stadttauben.
2b Stadttauben waren einst Felsentauben — und schätzen felsige Strukturen als Brutplatz.

3a Feinstrahl —  nordamerikanischer Neophyt, der sich sich in den letzten Jahren stark verbreitet hat.
3b Russischer Bär — eine südliche Art an der Nordgrenze seines Areals — die in großer Zahl auf der Halde Großes Holz fliegt.

4a Wuchsformen des Efeus: ein Profiteur des CO2 Anstiegs
4b Bananenstaude: Zeichen eines Klimawandels

Stopp

Open "Bergkamen"
Modell des ehemaligen Bergkamener Wohnturms, Teil des Kunstwerks „Neustadt“ von Julius von Bismarck und Marta Dyachenko.

© Henning Rogge

7.8.25, 17–21 Uhr

Erzählen in Bergkamen

Bergkamen

Künstler*in

Open Artsit

© Stiftung Sitterwerk

Jochen Lempert

Jochen Lempert (*1958) ist studierter Biologe. Zwischen 1979 und 1989 war er Mitglied der Experimentalfilmgruppe Schmelzdahin, die sich mit der Kombination von chemischen Verfahren und Zelluloidfilm beschäftigten.

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