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Vergangen Aktuell

Zu Gast in der Vergangenheit

Das Programm Zu Gast bei Urbane Künste Ruhr richtet sich an Künstler*innen und Kollektive, die an der Arbeit im Ruhrgebiet und einer zeitgenössischen Perspektive auf die Region und ihre Themen interessiert sind.

Es bietet die Möglichkeit, während eines dreimonatigen Recherche-Aufenthalts ein kontextspezifisches Projekt zu entwickeln, das jeweils im Folgejahr in einer kuratierten Ausstellung präsentiert wird. Jährlich werden zwei Plätze in Kooperation mit der Stiftung Geschichte des Ruhrgebiets und mit der Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur sowie zwei Aufenthalte für Künstler*innen mit einem Schwerpunkt Performance vergeben. 

Open "Zu Gast Jahrgang 2019"

Zu Gast
Jahrgang 2019

Zu Gast

Auswahlkriterium für die Stipendiat*innen 2019 war eine Beschäftigung mit den Themen des Ruhr Ding: Territorien in ihrer bisherigen Arbeit.

Open "archive.ukr.de"
weitere vergangene Projekte findest du in unserem Archiv
 archive.ukr.de 
for more past projects, check out our archive

Palliative Patterns

Kasia Fudakowski

Nahaufnahme von gepolsterten Sitzkissen mit einem farbenfrohen Muster.

© Daniel Sadrowski

© Daniel Sadrowski

© Daniel Sadrowski

Nahaufnahme einer mobilen Bühne mit einer Leinwand und Lautsprechern. Im Vordergrund ein Aufsteller mit einer geschwärzten Zeitung.

© Daniel Sadrowski

Hast du schon mal über dein eigenes Sterben nachgedacht? Die Künstlerin Kasia Fudakowski fragt in Palliative Patterns, ihrer Arbeit für die Grand Snail Tour, was passiert, wenn wir aufhören würden, den Tod zu verdrängen und stattdessen lernen, mit der Allgegenwart unserer Endlichkeit zu leben. 

Mit ihren Kissen und Vorhängen für den Grand Snail Tour-Trailer übersetzt die Künstlerin diese Idee in einen Raum zum Verweilen. Dazu vervielfältigt und spiegelt sie mikroskopische Aufnahmen von Gewebeveränderungen, die den tödlichen Krankheiten Gehirn-Aneurysma, Lewy-Körperchen-Demenz und Arteriosklerose zugrunde liegen, bis sie ein psychodelisches Muster ergeben, das auch an Rorschach-Tafeln denken lässt. Ursprünglich aus der Psychodiagnostik soll der Rorschach-Test Aufschlüsse über den mentalen Zustand/Gesundheit der*des Patient*innen geben. Hier, bei Fudakowski, werden die Besucher*innen zu Proband*innen, ihre Vorstellungen wiederum zum Teil der Installation.  

Dieses Gedankenspiel wird auch in weiteren Medien- und Veranstaltungsformaten trainiert: Als Gründungsmitglied der internationalen Künstler*innengruppe The Association for the Palliative Turn (APT) fordert Fudakowski geistreich und mit viel Humor immer wieder dazu auf, dem Tod und Abschied zu begegnen und herauszufinden, wie Akzeptanz statt Verdrängung neue Werte definiert: Fürsorge statt Zeitdruck, Qualität vor Quantität und eine Entlastung von dem ewigen Streben nach Fortschritt, denn: Es gibt ein Leben vor dem Tod. 

Palliative Patterns setzt auch eine Werklogik fort, die Fudakowski im Allgemeinen verfolgt: Ihr lebenslang laufendes Skulpturenprojekt Continuouslessness (seit 2017) wird erst mit ihrem Tod vollendet sein. Endlichkeit ist hier kein Thema, sondern strukturelle Bedingung. 

Künstler*in

Open Artsit

Kasia Fudakowski

Kasia Fudakowski arbeitet mit Skulptur, Film und Performance, um soziale Rätsel durch surreale Logik und Theorie aufzudecken.

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