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    Künstlerische Leitung ab dem 1.11.2027

    Urbane Künste Ruhr initiiert Gegenwartskunst im öffentlichen Raum. Viele Projekte finden in Zusammenarbeit mit lokalen, überregionalen und internationalen Partnerinnen und Partnern statt. Gesucht wird die Künstlerische Leitung für Urbane Künste Ruhr ab dem 1.11.2027.

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    Emscherkunstweg goes IGA 2027

    Mit der Eröffnung der Installation Königsgrube von Markus Jeschaunig ist die Kooperation von Urbane Künste Ruhr, Regionalverband Ruhr und Emschergenossenschaft für das Projekt Emscherkunstweg erfolgreich zu Ende gegangen.

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    Outside the White Cube

    In einem ausführlichen Interview spricht Britta Peters mit der Autorin und Kunstkritikerin Maja Ćirić über ihre Arbeit als Künstlerische Leiterin von Urbane Künste Ruhr. Sie erläutert darin ihre Perspektive auf Kunst im öffentlichen Raum im Ruhrgebiet und anderswo und beschreibt, wie Fragen nach Teilhabe, Koproduktion und Austausch in ihren Projekten immer wieder neu verhandelt werden. Das vollständige Gespräch (in englischer Sprache) ist jetzt online auf MOST Magazine zu lesen.

    ©Silke Briel

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    Gegen den Hass

    Weltweit verschiebt sich der politische Diskurs in Richtung autoritärer Ideologien. Wo gegen Minderheiten gehetzt, gegen Einwanderung polemisiert und die Pressefreiheit angegriffen wird, ist die demokratische Funktion des öffentlichen Raums gefährdet, in dem auch Urbane Künste Ruhr künstlerisch agiert.

    Historische Altstadt Xantens mit Häusern unterschiedlicher Baustile und zwei Kirchtürmen.

    © Heinrich Holtgreve

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    Neues Kunstbuch von Urbane Künste Ruhr

    Von 2018 bis 2023 erschienen neun gedruckte Ausgaben des Urbane Künste Ruhr Magazins. Die einzelnen Ausgaben vereint nun ein 670 Seiten starker Katalog. Erweitert wurde er zusätzlich um einen Index der Personen und Orte sowie um ein Editorial der Künstlerischen Leiterin Britta Peters. Beim Blättern können immer neue Projekte entdeckt werden, der Index ermöglicht eine spielerische, rückblickende Diskursanalyse.

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    Von Fragmenten ausgehend

    Der Abend Von Fragmenten ausgehend ist zugleich Abschluss und Beginn: Er markiert das Ende der dreimonatigen Aufenthalte der Künstler*innen Marlin de Haan, Jonas Leifert, Paula Pedraza, Franziska Pierwoss und Anna R. Winder zu Gast bei Urbane Künste Ruhr im Ruhrgebiet. 

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Choir of Missed Connections

Aram Bartholl

Ein älterer Mann betrachtet eine futuristische Lampe mit integrierten Überwachungskameras.

© Daniel Sadrowski

© Daniel Sadrowski

Wir stehen unter einem Kronleuchter, der statt Kerzen fünf 360°-Kameras in Glühbirnenform trägt. Diese suchen pausenlos nach einer Internetverbindung, aus der Audioschleife von Verbindungsaufbau und Reset – „Entering peering mode“ und „Power on!" – wird ein Chor aus Fehlermeldungen, der uns im Grand Snail Tour Trailer umgibt.

Aram Bartholl – Medienkünstler, Aktivist und Professor – stellt seit Dekaden unser Medienverhalten und die Ökonomien sozialer Netzwerke zur Diskussion. Im heutigen Internet sieht er die zentralen Probleme im Rückzug in private und kommerzielle Nutzung, in Überwachung, Manipulation und den endlosen Datenfluten. Dabei ist Kontrolle durch Licht kein neues Phänomen: Straßenbeleuchtung dienten nicht zuletzt dazu, Sichtbarkeit im öffentlichen Raum herzustellen, um längere Arbeitszeiten zu ermöglichen, Bewegungen zu erfassen, Menschen zu kontrollieren. Geprägt von seiner Nähe zum Chaos Computer Club, überführt Bartholl Lücken und Absurditäten des digitalen Alltags in Objekte und Interventionen. Mit Dead Drops (seit 2010) zementierte er USB-Sticks in Mauerwerke – Speicher für einen anonyme Datenaustausch ohne Cloud, ohne Algorithmus, ohne Konzern. Für Skulptur Projekte Münster entwickelte Bartholl 2017 thermoelektrische Installationen an historischen Orten der Stadt, die das Feuer als ursprüngliches Kommunikationsmedium in Energie umwandelten: Ein ofenbeheizter Offline-Router am Fernmeldeturm, lagerfeuergespeiste Ladestationen für Mobiltelefone am Pumpenhaus – und einen Kronleuchter aus teelichtbetriebenen LED-Lampen in der Schlossunterführung. 

Choir of Missed Connections zieht nun als Soundskulptur durch abgelegene Kleinstädte, sucht Verbindungen – und wird im kommunikativen Sinne vielleicht auf unerwartete Weise fündig.

Künstler*in

Open Artsit

©Friso Gentsch

Aram Bartholl

 Aram Bartholl untersucht in seinen skulpturalen Arbeiten und Workshops digitale Medien, Überwachung und Plattformkapitalismus im öffentlichen Raum.

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