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Nadine Rangosch

© Roland Baege

Nadine Rangosch (*1991) arbeitet mit Klang, Skulptur, Video, 3D-Animation und -Modellierung. Ihre Installationen bauen auf Erzählungen zwischen Fakt und Fiktion auf, die unerwartete Verbindungen zwischen fest und flüssig, Symbolik und Realismus, Menschlichem und Nicht-menschlichem herstellen. 
 

Natur- und Bildwissenschaften sowie mythologische Narrative bilden die Grundlage für den Entwurf ihres eigenen Vokabulars, welches abstrakte Konzepte in räumliche Konstellationen übersetzt. Die Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Machtverhältnissen stellt einen konstanten Einfluss dar, der ihre atmosphärischen Arbeiten im Alltäglichen verankert.

Aktuell arbeitet sie an einem Projekt, das florale Formen wie Blüten und Blätter in virtuelle Objekte überträgt, um die Darstellung von Realität und unsere Wahrnehmung dessen unter dem Einfluss von 3D-Technologie zu untersuchen. 

Nadine Rangosch war von April—Juni 2021 Residentin auf dem Halfmannshof in Gelsenkirchen.

Tablescapes

Nils Norman

Ein älterer Mann mit Hut schreibt in ein Notizbuch an einem Tisch mit gedrucktem Architekturmotiv.

© Daniel Sadrowski

© Daniel Sadrowski

Neutral und funktional sollten mobile Tische sein. Doch die von Nils Norman irritieren diese Selbstverständlichkeit: Ihre Oberflächen zeigen ausgefräste Elemente unterschiedlicher Architekturen aus dem Ruhrgebiet – Kirchtürme, Fassaden aus der Gründerzeit, Platten- oder Gewerbebauten. Was als schlichte Arbeitsunterlage dient, wird zur opulenten Modelllandschaft. 

Norman arbeitet seit vielen Jahren interdisziplinär an der Schnittstelle von Skulptur, Natur, Architektur, Stadtplanung, Möbeldesign und Pädagogik, stets zur Frage: Wem gehört der öffentliche Raum und wer darf ihn gestalten? Er entwickelte Fußgängerbrücken, Theatervorhänge, Spielplätze, Gärten und Wegeleitsysteme, wobei er mit viel Humor seine Kritik an gängigen Vorstellungen von Stadtentwicklung, Lokalpolitik und ökonomischen Systemen formuliert. In seinem Archiv Urbanomics sammelt er seit 1997 Sicherheitsarchitekturen, wobei ihn die Frage nach der Gestaltung von Kontrolle interessiert und wie die Nutzung eines Raumes durch dessen Design beeinflusst wird. Mit dem umgebauten Reisebus mit Gewächshaus und Lesesaal Geocruiser (2002) schuf er eine mobile Bildungs- und Begegnungsinfrastruktur. 2005 ließ er mit einer 80m langen Brücke inklusive See und Insel einen neu gebauten Stadtteil im dänischen Roskilde mit seinen Nachbarschaften verbinden. 

Normans Tische für die Grand Snail Tour erfüllen eine Funktion und unterlaufen sie zugleich. Die klappbaren Gestelle verbinden Flexibilität und Mobilität mit barocker Ausgestaltung – Oberflächen, die mehr erzählen als nötig. Als Teil der Sammlung reisen sie von Beginn an mit, werden aufgestellt, verwendet und wieder eingeklappt. An jedem Stopp treffen die Tisch-Landschaften auf neue Stadträume und erzeugen stets eine produktive Reibung zwischen dem abgebildeten und tatsächlichen Ort. 

Künstler*in

Open Artsit

Nils Norman

Nils Norman ist ein in Amsterdam und München lebender Künstler. Er arbeitet interdisziplinär in den Bereichen Kunst im öffentlichen Raum, Architektur und Stadtplanung.

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