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Kultur Ruhr GmbH


Die Kultur Ruhr GmbH in ihrer heutigen Form entstand 2001 auf Anregungen der Internationalen Bauausstellung Emscher Park (1989-1999). Sie zeichnet sich durch die Produktion und Vermittlung zeitgenössischer und spartenübergreifender Kunst in der gesamten Kulturmetropole Ruhr aus.

Die Kultur Ruhr GmbH besteht derzeit aus vier eigenständigen Programmsäulen: Ruhrtriennale, Chorwerk Ruhr, Tanzlandschaft Ruhr und Urbane Künste Ruhr. Mit dem jüngsten Programmbereich Urbane Künste Ruhr, seit Ende 2011, knüpft die Kultur Ruhr GmbH an die Schlüsselerfahrungen der Kulturhauptstadt RUHR.2010 an. Für jede Säule der Kultur Ruhr GmbH wird eine eigene künstlerische Leitung bestellt. Somit erhält jeder Bereich eine inhaltliche Eigenständigkeit, die auch nach außen sichtbar wird. Ruhrtriennale-Intendant Ivo Van Hove ist gleichzeitig für die Jahre 2024-2026 Teil der Geschäftsführung der gesamten GmbH. Urbane Künste Ruhr, Chorwerk Ruhr und Pact Zollverein im Rahmen von Tanzlandschaft Ruhr tragen zur Ruhrtriennale mit künstlerischen Projekten bei.

Weitere Informationen zu den Programmbereichen der Kultur Ruhr GmbH findest Du auf den folgenden Seiten:

Urbane Künste Ruhr – Britta Peters, Künstlerische Leiterin
www.urbanekuensteruhr.de

Ruhrtriennale – Ivo Van Hove, Intendant
www.ruhrtriennale.de

Chorwerk Ruhr – Florian Helgath, Künstlerischer Leiter
www.chorwerkruhr.de

PACT Zollverein – Stefan Hilterhaus, Künstlerischer Leiter
www.pact-zollverein.de

Tablescapes

Nils Norman

Ein älterer Mann mit Hut schreibt in ein Notizbuch an einem Tisch mit gedrucktem Architekturmotiv.

© Daniel Sadrowski

© Daniel Sadrowski

Neutral und funktional sollten mobile Tische sein. Doch die von Nils Norman irritieren diese Selbstverständlichkeit: Ihre Oberflächen zeigen ausgefräste Elemente unterschiedlicher Architekturen aus dem Ruhrgebiet – Kirchtürme, Fassaden aus der Gründerzeit, Platten- oder Gewerbebauten. Was als schlichte Arbeitsunterlage dient, wird zur opulenten Modelllandschaft. 

Norman arbeitet seit vielen Jahren interdisziplinär an der Schnittstelle von Skulptur, Natur, Architektur, Stadtplanung, Möbeldesign und Pädagogik, stets zur Frage: Wem gehört der öffentliche Raum und wer darf ihn gestalten? Er entwickelte Fußgängerbrücken, Theatervorhänge, Spielplätze, Gärten und Wegeleitsysteme, wobei er mit viel Humor seine Kritik an gängigen Vorstellungen von Stadtentwicklung, Lokalpolitik und ökonomischen Systemen formuliert. In seinem Archiv Urbanomics sammelt er seit 1997 Sicherheitsarchitekturen, wobei ihn die Frage nach der Gestaltung von Kontrolle interessiert und wie die Nutzung eines Raumes durch dessen Design beeinflusst wird. Mit dem umgebauten Reisebus mit Gewächshaus und Lesesaal Geocruiser (2002) schuf er eine mobile Bildungs- und Begegnungsinfrastruktur. 2005 ließ er mit einer 80m langen Brücke inklusive See und Insel einen neu gebauten Stadtteil im dänischen Roskilde mit seinen Nachbarschaften verbinden. 

Normans Tische für die Grand Snail Tour erfüllen eine Funktion und unterlaufen sie zugleich. Die klappbaren Gestelle verbinden Flexibilität und Mobilität mit barocker Ausgestaltung – Oberflächen, die mehr erzählen als nötig. Als Teil der Sammlung reisen sie von Beginn an mit, werden aufgestellt, verwendet und wieder eingeklappt. An jedem Stopp treffen die Tisch-Landschaften auf neue Stadträume und erzeugen stets eine produktive Reibung zwischen dem abgebildeten und tatsächlichen Ort. 

Künstler*in

Open Artsit

Nils Norman

Nils Norman ist ein in Amsterdam und München lebender Künstler. Er arbeitet interdisziplinär in den Bereichen Kunst im öffentlichen Raum, Architektur und Stadtplanung.

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