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Haha Wang

© Daniel Sadrowski 

Haha Wang (b. 1993, China) arbeitet im Bereich Skulptur und Installation und seit kurzem auch mit Video. In ihren Arbeiten werden intime Gefühle von Mensch und Tier erforscht und durch unerwartete Objekte oder Ereignisse transformiert. Durch die Herstellung und Vermischung von Räumen legt sie offen, wie Lebensstile und -formen durch alltägliche und technische Objekte gestaltet werden.

Haha Wang machte 2018 ihren Abschluss im Bereich Bildhauerei an der Central Academy of Fine Arts und studiert derzeit in der Klasse für Bühnenbild der Kunstakademie Düsseldorf und an der Akademie der Bildenden Künste München. Zu ihren letzten Projekten zählen Haha’s 10,000 Days on the Earth (2021), Academy Gallery, Munich; Super BOOKS (2021), Haus der Kunst, Munich; Pulse (2021), Cai Jin Space, Beijing; Somatic Attunement (2021), Studio Gallery, Shanghai; The Knickknack Peddler (2021), public art section of Guangzhou Contemporary Art Fair, Guangzhou and Undermining & Oversharing (2021), Galerie der Stadt Schwaz, Schwaz.

Von Januar bis Dezember 2022 ist Haha Wang Residentin in dem Programm Zu Gast bei Urbane Künste Ruhr in Mülheim an der Ruhr.

Tablescapes

Nils Norman

Ein älterer Mann mit Hut schreibt in ein Notizbuch an einem Tisch mit gedrucktem Architekturmotiv.

© Daniel Sadrowski

© Daniel Sadrowski

Neutral und funktional sollten mobile Tische sein. Doch die von Nils Norman irritieren diese Selbstverständlichkeit: Ihre Oberflächen zeigen ausgefräste Elemente unterschiedlicher Architekturen aus dem Ruhrgebiet – Kirchtürme, Fassaden aus der Gründerzeit, Platten- oder Gewerbebauten. Was als schlichte Arbeitsunterlage dient, wird zur opulenten Modelllandschaft. 

Norman arbeitet seit vielen Jahren interdisziplinär an der Schnittstelle von Skulptur, Natur, Architektur, Stadtplanung, Möbeldesign und Pädagogik, stets zur Frage: Wem gehört der öffentliche Raum und wer darf ihn gestalten? Er entwickelte Fußgängerbrücken, Theatervorhänge, Spielplätze, Gärten und Wegeleitsysteme, wobei er mit viel Humor seine Kritik an gängigen Vorstellungen von Stadtentwicklung, Lokalpolitik und ökonomischen Systemen formuliert. In seinem Archiv Urbanomics sammelt er seit 1997 Sicherheitsarchitekturen, wobei ihn die Frage nach der Gestaltung von Kontrolle interessiert und wie die Nutzung eines Raumes durch dessen Design beeinflusst wird. Mit dem umgebauten Reisebus mit Gewächshaus und Lesesaal Geocruiser (2002) schuf er eine mobile Bildungs- und Begegnungsinfrastruktur. 2005 ließ er mit einer 80m langen Brücke inklusive See und Insel einen neu gebauten Stadtteil im dänischen Roskilde mit seinen Nachbarschaften verbinden. 

Normans Tische für die Grand Snail Tour erfüllen eine Funktion und unterlaufen sie zugleich. Die klappbaren Gestelle verbinden Flexibilität und Mobilität mit barocker Ausgestaltung – Oberflächen, die mehr erzählen als nötig. Als Teil der Sammlung reisen sie von Beginn an mit, werden aufgestellt, verwendet und wieder eingeklappt. An jedem Stopp treffen die Tisch-Landschaften auf neue Stadträume und erzeugen stets eine produktive Reibung zwischen dem abgebildeten und tatsächlichen Ort. 

Künstler*in

Open Artsit

Nils Norman

Nils Norman ist ein in Amsterdam und München lebender Künstler. Er arbeitet interdisziplinär in den Bereichen Kunst im öffentlichen Raum, Architektur und Stadtplanung.

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