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Fedir Tetianych

© Familie Tetianych

Wer hat noch nie vom ewigen Leben oder einer Reise ins Weltall geträumt? Solche Träume waren ein wichtiger Ausgangs­punkt für die unterschiedlichen Arbeiten des sowjetukrainischen Künstlers Fedir Tetianych (*1942 in Knjaschytschi, Region Kyjiw, † 2007 in Kyjiw, Ukraine), seien es extravagante Performances in öffentlichen Räumen, die die graue sowjetische Wirklichkeit aufrüttelten, Gemälde oder monumentale Arbeiten im Auftrag des Staates. 

Fedir Tetianych war ein Visionär, der durch die Erkenntnisse der Weltraumforschung und den Flug des Kosmonauten Juri Gagarin ins Weltall im Jahr 1961 inspiriert wurde. Die Endlichkeit des menschlichen Körpers angesichts des unendlichen Universums stellte für ihn eine Herausforderung dar, die ihn nach Wegen suchen ließ, die Begrenztheit des Lebens zu überwinden. Seine Idee war, den biologischen Körper durch die neu entwickelten Technologien zur Erkundung des Weltalls zu unterstützen. Leidenschaftlich daran interessiert, Szenarien für die Zukunft zu entwer­fen, erfand Fedir Tetianych die sogenannte Biotechnosphere, eine Raumkapsel mit einem Durchmesser von 2,40 Meter, gedacht als autonome Unterkunft für die Menschheit sowohl auf der Erde als auch im Weltall. 

Bergkamen

Begleitet wird die Grand Snail Tour von Künstler*innen aus dem Bereich Literatur, Fotografie und Zeichnung, die zeitgleich zum Aufenthalt des Tourmobils, Eindrücke und Reflexionen aus jeweils derselben Stadt sammeln und diese sie visuell oder literarisch ins Bild setzen. So entsteht ein Paratext zur 3-jährigen Tour, der in Form einer Reisechronik, ein Kaleidoskop an Geschichten, Verbindungen, Momentaufnahmen in den 53 Städten der Region als Gleichzeitigkeiten und Ungleichzeitigkeiten zur Grand Snail Tour sichtbar werden lässt.

Bergkamen von Jochen Lempert

Bergkamen 7. August 2025

1a Bergarbeitersiedlung hinter zeitgenössischem Sichtschutz
1b Zeitliche Abgrenzung im Wasserpark: vormittags badende Stockenten — nachmittags Menschen mit Hunden

2a Eine kleine Population Stadttauben: Indikator für geringe menschliche Aktivität im öffentlichen Raum. Wenige Menschen bedeuten wenig Nahrung für Stadttauben.
2b Stadttauben waren einst Felsentauben — und schätzen felsige Strukturen als Brutplatz.

3a Feinstrahl —  nordamerikanischer Neophyt, der sich sich in den letzten Jahren stark verbreitet hat.
3b Russischer Bär — eine südliche Art an der Nordgrenze seines Areals — die in großer Zahl auf der Halde Großes Holz fliegt.

4a Wuchsformen des Efeus: ein Profiteur des CO2 Anstiegs
4b Bananenstaude: Zeichen eines Klimawandels

Stops

Open "Bergkamen"
Modell des ehemaligen Bergkamener Wohnturms, Teil des Kunstwerks „Neustadt“ von Julius von Bismarck und Marta Dyachenko.

© Henning Rogge

7.8.25, 17–21 Uhr

Erzählen in Bergkamen

Bergkamen

Künstler*in

Open Artsit

© Stiftung Sitterwerk

Jochen Lempert

Jochen Lempert (*1958) ist studierter Biologe. Zwischen 1979 und 1989 war er Mitglied der Experimentalfilmgruppe Schmelzdahin, die sich mit der Kombination von chemischen Verfahren und Zelluloidfilm beschäftigten.

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