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Aram Bartholl

©Friso Gentsch

Aram Bartholl befragt mittels seiner skulpturalen Interventionen, Installationen sowie performativen Workshops unser gegenwärtiges Medienverhalten sowie die Öffentlichkeitsökonomien, die an soziale Netzwerke, Online-Plattformen oder digitale Verbreitungsstrategien geknüpft sind. Gesellschaftlich relevante Themen wie Überwachung, Datensicherheit oder Technikabhängigkeit stellt er zur Diskussion, in dem er die Lücken, Widersprüchlichkeiten oder Absurditäten unseres digitalen Alltags in räumliche Settings überführt. Dabei entstehen einerseits teils groteske Konfrontationen mit der eigenen Ignoranz gegenüber einem global agierenden Plattformkapitalismus, anderseits nutzt er auch die Potentiale des öffentlichen Raums, um Netzwerkaktivitäten als politische Formen der Teilhabe auf analoger Ebene neu zu verhandeln. Damit stößt Aram Bartholl mittels seiner Arbeiten einen performativen Prozess an, der es ermöglicht, das individuelle Handeln wieder innerhalb eines kollektiven und selbstbestimmten Netzwerk-Diskurses zu verstehen. Formal und konzeptuell greift er in seinen künstlerischen Arbeiten auf die Ästhetiken, Codes und Kommunikationsmuster zurück, mit denen auch User auf YouTube, Instagram oder in Videospielen agieren. Die gezielte Kontextualisierung vergegenwärtigt die Logiken des Internets und unterwandert sie gleichzeitig anhand ihrer eigenen Verwertungsstrategien.

Bergkamen

Begleitet wird die Grand Snail Tour von Künstler*innen aus dem Bereich Literatur, Fotografie und Zeichnung, die zeitgleich zum Aufenthalt des Tourmobils, Eindrücke und Reflexionen aus jeweils derselben Stadt sammeln und diese sie visuell oder literarisch ins Bild setzen. So entsteht ein Paratext zur 3-jährigen Tour, der in Form einer Reisechronik, ein Kaleidoskop an Geschichten, Verbindungen, Momentaufnahmen in den 53 Städten der Region als Gleichzeitigkeiten und Ungleichzeitigkeiten zur Grand Snail Tour sichtbar werden lässt.

Bergkamen von Jochen Lempert

Bergkamen 7. August 2025

1a Bergarbeitersiedlung hinter zeitgenössischem Sichtschutz
1b Zeitliche Abgrenzung im Wasserpark: vormittags badende Stockenten — nachmittags Menschen mit Hunden

2a Eine kleine Population Stadttauben: Indikator für geringe menschliche Aktivität im öffentlichen Raum. Wenige Menschen bedeuten wenig Nahrung für Stadttauben.
2b Stadttauben waren einst Felsentauben — und schätzen felsige Strukturen als Brutplatz.

3a Feinstrahl —  nordamerikanischer Neophyt, der sich sich in den letzten Jahren stark verbreitet hat.
3b Russischer Bär — eine südliche Art an der Nordgrenze seines Areals — die in großer Zahl auf der Halde Großes Holz fliegt.

4a Wuchsformen des Efeus: ein Profiteur des CO2 Anstiegs
4b Bananenstaude: Zeichen eines Klimawandels

Stops

Open "Bergkamen"
Modell des ehemaligen Bergkamener Wohnturms, Teil des Kunstwerks „Neustadt“ von Julius von Bismarck und Marta Dyachenko.

© Henning Rogge

7.8.25, 17–21 Uhr

Erzählen in Bergkamen

Bergkamen

Künstler*in

Open Artsit

© Stiftung Sitterwerk

Jochen Lempert

Jochen Lempert (*1958) ist studierter Biologe. Zwischen 1979 und 1989 war er Mitglied der Experimentalfilmgruppe Schmelzdahin, die sich mit der Kombination von chemischen Verfahren und Zelluloidfilm beschäftigten.

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