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Anne Arndt

Porträt der Künstlerin Anne Arndt, die in ihren Arbeiten mediale und architektonische Räume untersucht.

© Anne Arndt

In ihren medienübergreifenden Arbeiten hinterfragt Anne Arndt kritisch wie humorvoll unseren öffentlichen Lebensraum als Spiegel gesellschaftlicher Macht- und Erinnerungskulturen. Das Gehen versteht sie sowohl als Forschungsmethode als auch als Praxis und setzt sich jeweils mit der Stadtgeschichte und den Menschen vor Ort, als architektonische Zeitzeugen, auseinander. Für den Aufenthalt im Healing Complex entwickelt die Künstlerin eine ortsspezifische partizipatorische Methodik, die Gehen, Erzählen, Zuhören, Zusammensein, Reden, Befragen, Beobachten und Wahrnehmen einsetzt. Dieser Ansatz will sich mit lokalem und vielfältigem Wissen verbinden, das eine pluralistische, relationale Perspektive ermöglicht. In Form von gemeinsamen Spaziergängen möchte die Künstlerin die Vorstellungskraft anregen und sich an der Gestaltung neuer Geschichten beteiligen und neue Schichten zu diesen hinzufügen.

Anne Arndt studierte Mediale Künste in Köln und Artistic Research in Den Haag und zeigte ihre Arbeiten zuletzt in Einzelausstellungen im Glaskasten Marl (2022) und Museum Morsbroich, Leverkusen (2022). Anne Arndt (*Schwerin) lebt und arbeitet in Köln.

Bergkamen

Begleitet wird die Grand Snail Tour von Künstler*innen aus dem Bereich Literatur, Fotografie und Zeichnung, die zeitgleich zum Aufenthalt des Tourmobils, Eindrücke und Reflexionen aus jeweils derselben Stadt sammeln und diese sie visuell oder literarisch ins Bild setzen. So entsteht ein Paratext zur 3-jährigen Tour, der in Form einer Reisechronik, ein Kaleidoskop an Geschichten, Verbindungen, Momentaufnahmen in den 53 Städten der Region als Gleichzeitigkeiten und Ungleichzeitigkeiten zur Grand Snail Tour sichtbar werden lässt.

Bergkamen von Jochen Lempert

Bergkamen 7. August 2025

1a Bergarbeitersiedlung hinter zeitgenössischem Sichtschutz
1b Zeitliche Abgrenzung im Wasserpark: vormittags badende Stockenten — nachmittags Menschen mit Hunden

2a Eine kleine Population Stadttauben: Indikator für geringe menschliche Aktivität im öffentlichen Raum. Wenige Menschen bedeuten wenig Nahrung für Stadttauben.
2b Stadttauben waren einst Felsentauben — und schätzen felsige Strukturen als Brutplatz.

3a Feinstrahl —  nordamerikanischer Neophyt, der sich sich in den letzten Jahren stark verbreitet hat.
3b Russischer Bär — eine südliche Art an der Nordgrenze seines Areals — die in großer Zahl auf der Halde Großes Holz fliegt.

4a Wuchsformen des Efeus: ein Profiteur des CO2 Anstiegs
4b Bananenstaude: Zeichen eines Klimawandels

Stops

Open "Bergkamen"
Modell des ehemaligen Bergkamener Wohnturms, Teil des Kunstwerks „Neustadt“ von Julius von Bismarck und Marta Dyachenko.

© Henning Rogge

7.8.25, 17–21 Uhr

Erzählen in Bergkamen

Bergkamen

Künstler*in

Open Artsit

© Stiftung Sitterwerk

Jochen Lempert

Jochen Lempert (*1958) ist studierter Biologe. Zwischen 1979 und 1989 war er Mitglied der Experimentalfilmgruppe Schmelzdahin, die sich mit der Kombination von chemischen Verfahren und Zelluloidfilm beschäftigten.

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