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Eröffnung Tingling Earth – Schauer unter der Haut der Erde🔥

© Valentin Bansac

22.8.26, 19 Uhr

Adresse

Künstler*innenhaus Dortmund
Sunderweg 1
44147 Dortmund

Anknüpfend an die Ausstellung Unheimliche Verschiebungen zeigt das Künstler*innenhaus Dortmund mit Tingling Earth – Schauer unter der Haut der Erde 🔥 eine Gruppenausstellung, die junge regionale, europäische und ukrainisch-diasporische künstlerische Positionen versammelt und als eine Ausstellung-in-der-Ausstellung verstanden werden kann. Tingling Earth – Schauer unter der Haut der Erde 🔥 setzt einen besonderen Schwerpunkt auf die künstlerische Auseinandersetzung mit der Erde als fruchtbarem Boden und Ökosystem ebenso wie als (Unter-)grund, auf dem Gemeinschaft und Spaltung entstehen. 

Ein Teelöffel gesunder Erde enthält mehr Mikroorganismen als Menschen auf der Erde existieren, ein gesundes Bodenmikrobiom wird zunehmend mit einer gesunden menschlichen Darmflora in Verbindung gebracht: Der Boden befindet sich nicht nur unter uns, sondern auch in uns.  

Der Boden als Teil einer Vielzahl verwobener (Erd-)Realitäten, tritt vor allem während globaler Krisen in den Vordergrund, im Kampf um Ressourcen, als Territorium, als Rohstofflieferant. Gleichzeitig offenbart sich seine ökologische Dimension, wenn die Rohstoffe versiegen und devastierte, kontaminierte Flächen zurückbleiben.  

Der Fokus auf den Boden stellt die Frage nach dem Fundament, auf dem eine Gemeinschaft im Sinne eines gleichberechtigten, solidarischen und freundlichen Zusammenlebens wachsen kann. Die Ausstellung Tingling Earth - Schauer unter der Haut der Erde 🔥 ist eine Einladung, über unsere Gegenwart, über neue Realitäten und über gemeinwohlorientierte Zukunftsvisionen nachzudenken.

Mit Werken von Valentin Bansac & Alice Loumeau (MATTERS.xyz), Lisa Biletska, Viktor Brim & Emerson Culurgioni, Anna Charlotte Frevel, Paul Granjon, Lina Kusaite, Margo Zalite 

Kurator*innen: Natalia Matsenko, Lex Rütten, Jana Kerima Stolzer, Yuri Yefanov 

Tingling Earth – Schauer unter der Haut der Erde🔥ist eine Ausstellung des Künstler*innenhaus Dortmund in Kooperation mit Urbane Künste Ruhr.

Freundlich unterstützt durch das Kulturbüro Dortmund und Bergmann Bier. 

Bergkamen

Begleitet wird die Grand Snail Tour von Künstler*innen aus dem Bereich Literatur, Fotografie und Zeichnung, die zeitgleich zum Aufenthalt des Tourmobils, Eindrücke und Reflexionen aus jeweils derselben Stadt sammeln und diese sie visuell oder literarisch ins Bild setzen. So entsteht ein Paratext zur 3-jährigen Tour, der in Form einer Reisechronik, ein Kaleidoskop an Geschichten, Verbindungen, Momentaufnahmen in den 53 Städten der Region als Gleichzeitigkeiten und Ungleichzeitigkeiten zur Grand Snail Tour sichtbar werden lässt.

Bergkamen von Jochen Lempert

Bergkamen 7. August 2025

1a Bergarbeitersiedlung hinter zeitgenössischem Sichtschutz
1b Zeitliche Abgrenzung im Wasserpark: vormittags badende Stockenten — nachmittags Menschen mit Hunden

2a Eine kleine Population Stadttauben: Indikator für geringe menschliche Aktivität im öffentlichen Raum. Wenige Menschen bedeuten wenig Nahrung für Stadttauben.
2b Stadttauben waren einst Felsentauben — und schätzen felsige Strukturen als Brutplatz.

3a Feinstrahl —  nordamerikanischer Neophyt, der sich sich in den letzten Jahren stark verbreitet hat.
3b Russischer Bär — eine südliche Art an der Nordgrenze seines Areals — die in großer Zahl auf der Halde Großes Holz fliegt.

4a Wuchsformen des Efeus: ein Profiteur des CO2 Anstiegs
4b Bananenstaude: Zeichen eines Klimawandels

Stopp

Open "Bergkamen"
Modell des ehemaligen Bergkamener Wohnturms, Teil des Kunstwerks „Neustadt“ von Julius von Bismarck und Marta Dyachenko.

© Henning Rogge

7.8.25, 17–21 Uhr

Erzählen in Bergkamen

Bergkamen

Künstler*in

Open Artsit

© Stiftung Sitterwerk

Jochen Lempert

Jochen Lempert (*1958) ist studierter Biologe. Zwischen 1979 und 1989 war er Mitglied der Experimentalfilmgruppe Schmelzdahin, die sich mit der Kombination von chemischen Verfahren und Zelluloidfilm beschäftigten.

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