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Parkour-Workshop für Kinder zwischen 8 und 14 Jahren

29.8.25, 16–18 Uhr

Adresse

Duisburger Innenhafen
Ludwigsturm
47051 Duisburg

Parkour-Sportler*innen, auch Traceure genannt, verfolgen mit ihren Bewegungen das Ziel, möglichst effektiv und elegant von einem zum anderen Punkt zu kommen. Sie nutzen dabei verschiedene akrobatische Übungen und Bewegungen, bei welchen Dynamik, Technik und Sicherheit im Vordergrund stehen. Daraus ergibt sich eine fast künstlerische Form der Fortbewegung, welche für jedes Alter und jede physische Kondition eigene Herausforderungen und Erfolge bereithält. In den Workshops bieten wir Kindern und Jugendlichen unterschiedlicher Altersgruppen und mit verschiedenen körperlichen Voraussetzungen die Möglichkeit sich unter Anleitung von erfahrenen Parkour-Trainern auszuprobieren.

Info

  • Workshop für Kinder zwischen 8 und 14 Jahren

    • 29.8.25, 16–18 Uhr
    • Workshop
    • Duisburg

    mit Trainer Justus Kanter, eine Anmeldung ist erforderlich: jetzt Platz sichern

Ausstellung

  • Open Event

    © Katja Illner

    Fr., 22.8. – So., 5.10.25mehr

    Zwischen Erfinden und Erfassen

Workshops

  • Open Event

    © Stella Flatten

    Fr., 22.8.25, 13 Uhrmehr

    Aktivierung der Grabung mit Stella Flatten

  • Open Event

    © Stella Flatten

    Fr., 5.9.25, 16–18 Uhrmehr

    Grabungs-Workshop mit Stella Flatten für Kinder ab 6 und Erwachsene

  • Open Event

    © Stella Flatten

    Sa., 6.9.25, 16–18 Uhrmehr

    Grabungs-Workshop mit Stella Flatten für Kinder ab 3 Jahren

Worte an den Ohren, an der Haut, an der Zelle

Havîn Al-Sîndy

© Amina Falah

© Amina Falah

© Amina Falah

© Amina Falah

Auf dem Dortmunder Nordmarkt setzten sich zwei Skulpturen aus silikonartiger Textur und rätselhafter Silhouette das erste Mal in Bewegung – aufrecht, körperhaft und mit Mikrofonen versehen. Die über Sensoren gesteuerten Roboter haben mittels KI eines gelernt: das Lästern. Auch in Zukunft sollen Besucher*innen sich um sie versammeln, ihnen zuhören oder etwas zuflüstern können. So wird eine beiläufige, neugierige Öffentlichkeit allmählich in Gespräche verwickelt, die sie nicht vollständig kontrollieren kann. 

Die Roboter hat die Künstlerin Havîn Al-Sîndy in Kooperation mit Schüler*innen der Dortmunder Anne-Frank-Gesamtschule entwickelt. So ist Worte an den Ohren, an der Haut, an der Zelle Output eines Gestaltungsprozesses mit Jugendlichen, die ihre Stimmen, ihren Gossip, ihr Flüstern als Codes der Maschine geliehen haben. Zur Installation gehören auch eine sich durch Bewegung verändernde Bodenzeichnung und ein Film, der zwei aus Gips geformte Vögel in der Natur zeigt. 

Al-Sîndys Praxis kreist um immaterielle Archive – Erinnerungen, Körperwissen, kollektive Gedächtnisse – als fragile, widersprüchliche, doch wirkmächtige Formen von Wissen, und die Frage, wie sie weitergegeben, überschrieben oder verdrängt werden. Das Lästern ist dabei weit mehr als Klatsch: Es ist eine der ältesten Formen der informellen Sprachübertragung, eine des Widerstands für jene, denen offizielle Sprache verwehrt bleibt, eine Form der Oral History, die auf Marktplätzen und Hinterhöfen überlebt. Aber es ist auch ein Instrument der Mächtigen und der Manipulation: Sogar Amtsträger*innen verspotten heute öffentlich, das politische Gebaren scheint irrationaler zu werden. 

Die Frage, die Al-Sîndys Skulpturen stellen, ist also keine technische, sondern eine politische: Was geht verloren, wenn Sprache übersetzt, archiviert, codiert und automatisiert wird – und wessen Sprache war es überhaupt? 

Künstler*in

Open Artsit

Havîn Al-Sîndy

Havîn Al-Sîndy arbeitet in Kurdistan und Deutschland. Ihre künstlerische Praxis bewegt sich im Spannungsfeld von Performance, Skulptur, Malerei und bewegten Bildern. 

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