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Safiya Yon

Safiya Yon ist Textilkünstlerin, systemische Beraterin mit Fokus Mental Health für Communities des globalen Südens, sowie systemische Supervisorin in Qualifizierung.
Durch die Verbindung von narrativer Therapie und Ritual lädt Yons Praxis Betrachterinnen und Klientinnen in einen Zustand verkörperter Befreiung ein. Ihre Arbeit ist ein Versuch Fürsorgepraktiken von Ahninnen zu ehren und wiederzubeleben, sowie zu matriarchalen panafrikanischen Zukunftsentwürfen hin zu imaginieren.
2025 war Yon Fellow an der Akademie der Künste Berlin, Artist-in-Residence bei Oyoun und SWANA Healing in Marrakesch und wurde für das Studienprogramm Future Ancestry an der Universität Kopenhagen auserwählt. Ihre Arbeiten wurden unter anderem im Filmhaus Köln, E-WERK Luckenwalde, im Haus der Kulturen der Welt & in der TWM Bibliothek, Mouche Volantes Gallerie und beim F2 Fotofestival gezeigt. Darüber hinaus leitete Yon Community-Care-Spaces und Retreats für die Folkwang Universität der Künste, die Bundeszentrale für politische Bildung, Schauspielhaus Dortmund und mehr. Nach ihrem Masterabschluss in Intermedia und Artistic Research war sie von 2017-2019 Co-Dozentin am Institut für Kunst und Kunsttheorie der Universität zu Köln. Safiya wurde nach ihrer mütterlichen Urgroßmutter benannt — einer Matriarchin, die ihr Wohnzimmer in einen Ort gemeinschaftlicher Fürsorge verwandelte.

Tablescapes

Nils Norman

Two people sit at a table with a printed surface featuring an architectural motif. One person wears a brown hat and writes in a notebook, while the other, in a floral coat, sits holding a black bag.

© Daniel Sadrowski

© Daniel Sadrowski

Neutral und funktional sollten mobile Tische sein. Doch die von Nils Norman irritieren diese Selbstverständlichkeit: Ihre Oberflächen zeigen ausgefräste Elemente unterschiedlicher Architekturen aus dem Ruhrgebiet – Kirchtürme, Fassaden aus der Gründerzeit, Platten- oder Gewerbebauten. Was als schlichte Arbeitsunterlage dient, wird zur opulenten Modelllandschaft. 

Norman arbeitet seit vielen Jahren interdisziplinär an der Schnittstelle von Skulptur, Natur, Architektur, Stadtplanung, Möbeldesign und Pädagogik, stets zur Frage: Wem gehört der öffentliche Raum und wer darf ihn gestalten? Er entwickelte Fußgängerbrücken, Theatervorhänge, Spielplätze, Gärten und Wegeleitsysteme, wobei er mit viel Humor seine Kritik an gängigen Vorstellungen von Stadtentwicklung, Lokalpolitik und ökonomischen Systemen formuliert. In seinem Archiv Urbanomics sammelt er seit 1997 Sicherheitsarchitekturen, wobei ihn die Frage nach der Gestaltung von Kontrolle interessiert und wie die Nutzung eines Raumes durch dessen Design beeinflusst wird. Mit dem umgebauten Reisebus mit Gewächshaus und Lesesaal Geocruiser (2002) schuf er eine mobile Bildungs- und Begegnungsinfrastruktur. 2005 ließ er mit einer 80m langen Brücke inklusive See und Insel einen neu gebauten Stadtteil im dänischen Roskilde mit seinen Nachbarschaften verbinden. 

Normans Tische für die Grand Snail Tour erfüllen eine Funktion und unterlaufen sie zugleich. Die klappbaren Gestelle verbinden Flexibilität und Mobilität mit barocker Ausgestaltung – Oberflächen, die mehr erzählen als nötig. Als Teil der Sammlung reisen sie von Beginn an mit, werden aufgestellt, verwendet und wieder eingeklappt. An jedem Stopp treffen die Tisch-Landschaften auf neue Stadträume und erzeugen stets eine produktive Reibung zwischen dem abgebildeten und tatsächlichen Ort. 

Artist

Open Artsit

Nils Norman

Nils Norman is an artist living in Amsterdam and Munich. He works across the disciplines of public art, architecture and urban planning.

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