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Nollaig Molloy

©Daniel Sadrowski

Nollaig Molloy (b. 1989) is a visual artist from County Roscommon, Ireland. She works with moving image, sculptural installation and sound while sometimes using workshop and event-based outcomes, to explore landscape through material means. Her research connects the labouring of land, 'materials-to-hand', formal and informal archives, handcrafted objects, and community groups through poetic and abstract discoveries.

She graduated from Belfast College of Art in 2020, where she received a Master of Fine Art. Molloy was recently awarded an Agility Award in 2021 from the Arts Council of Ireland and presented a solo exhibition Retreat To Stone, Stone in Retreat (2021) at Catalyst Arts Belfast. Her past projects include Sounding the Shore (2018) a series of live radio broadcasts from a lake boat on a 53km long lake on the River Shannon; creating vocal scores with an improvisational choir in Hand to Mouth (2019) and a film titled Worth Your Salt (2020) juxtaposing rock salt, taken from a working salt mine in Northern Ireland, alongside the value of analogue and digital film. 
 

From October to December 2022, Nollaig Molloy was a resident at Haus der Geschichte des Ruhrgebiets in Bochum.

HEUTE DEMNÄCHST ENDE

Anna Viebrock

© Daniel Sadrowski

© Daniel Sadrowski

© Daniel Sadrowski

© Daniel Sadrowski

© Daniel Sadrowski

Drei Wörter leuchten in den Himmel: HEUTE DEMNÄCHST ENDE. Es könnte wie die Ankündigung eines Kinoprogramms klingen, beim wiederholten Lesen aber vervielfältigen sich die drei Worte auf dem Schriftzug von Anna Viebrock zu mehr – einer Prophezeiung, Warnung, einem lakonischen Gedicht. 

Seit den späten 1980er-Jahren hat die Bühnenbildnerin, Regisseurin und Künstlerin einen Fundus aus ihren eigenen Bühnenbildern angesammelt, den sie für die Entstehung neuer Arbeiten nutzt. Sie verwendet Elemente ihrer detailreichen und Geschichten-überbordenden Innenräume erneut und lädt sie mit zusätzlicher Bedeutung auf. Auch das 2021 für Christoph Marthalers Inszenierung der Operette Giuditta von Franz Lehár entworfene Szenario, dem der Schriftzug HEUTE DEMNÄCHST ENDE entstammt, hat seither ein Eigenleben entwickelt: 2024 schuf Viebrock aus dem recycelten Giuditta-Bühnenbild eine Gesamtinstallation für ihre Ausstellung in der Skulpturenhalle Neuss, die das Zitat aus der Operette als Titel verwendete. Seit 2026 zieht der Schriftzug nun in wetterfester Ausführung auf dem Trailer der Grand Snail Tour durchs Ruhrgebiet. Mit jedem Stopp und in jedem Kontext kann der Text neue Bedeutungen gewinnen. 

Die Buchstaben leuchten auch sinnbildlich für das gesamte Konzept der dreijährigen Tour, die als Hybrid zwischen mobilem Ausstellungsort und Veranstaltungsformat alle 53 Ruhrgebietsstädte miteinander verbindet. HEUTE DEMNÄCHST ENDE beschreibt damit nicht nur eine abstrakte Zeitlichkeit, sondern die konkrete Dramaturgie eines im September 2024 begonnenen und bis Oktober 2027 geplanten Projekts, das seine eigene Endlichkeit kennt. 

Artist

Open Artsit

© Lisa Rastl

Anna Viebrock

Anna Viebrock studied stage design at the Düsseldorf Art Academy. Her collaboration with Christoph Marthaler took her to numerous theatres and opera houses.

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