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Lubov Malikova

©Daniel Sadrowski

Lubov Malikova is a Ukrainian artist from Kyiv. She has a background in sociology and various creative areas from dance to illustration and – together with Max Poberezhsky – runs the collaborative art group and experimental design studio DIS/ORDER. Within DIS/ORDER she is working on multidisciplinary projects – such as the branch activity Queer Chapel –, situations, installations, graphics, and wearables, involving subjects of mutation, religion, social transformations, and technology.

For the last 6 years DIS/ORDER has been also functioning as a mysterious underground fashion brand. This involves the political attempt to overcome capitalist standards of the industry, having interesting results in researching and pushing the field forward. The collective – for example - produced and supplied thousands of signature "smiley" facemasks for ∄ that are now well-known among Ukrainian ravers and worldwide.

Lubov Malikova has contributed to IZOLYATSIYA platform and SVITLOGRAD project at Donbas, exhibited in VCRC (Kyiv), Saatchi Gallery (London), Art Arsenal (Kyiv).

Luba and her two kids flee from the Russian terrorist action at their homeland.

As a resident of the program Zu Gast bei Urbane Künste Ruhr she is based in Essen.

HEUTE DEMNÄCHST ENDE

Anna Viebrock

© Daniel Sadrowski

© Daniel Sadrowski

© Daniel Sadrowski

© Daniel Sadrowski

© Daniel Sadrowski

Drei Wörter leuchten in den Himmel: HEUTE DEMNÄCHST ENDE. Es könnte wie die Ankündigung eines Kinoprogramms klingen, beim wiederholten Lesen aber vervielfältigen sich die drei Worte auf dem Schriftzug von Anna Viebrock zu mehr – einer Prophezeiung, Warnung, einem lakonischen Gedicht. 

Seit den späten 1980er-Jahren hat die Bühnenbildnerin, Regisseurin und Künstlerin einen Fundus aus ihren eigenen Bühnenbildern angesammelt, den sie für die Entstehung neuer Arbeiten nutzt. Sie verwendet Elemente ihrer detailreichen und Geschichten-überbordenden Innenräume erneut und lädt sie mit zusätzlicher Bedeutung auf. Auch das 2021 für Christoph Marthalers Inszenierung der Operette Giuditta von Franz Lehár entworfene Szenario, dem der Schriftzug HEUTE DEMNÄCHST ENDE entstammt, hat seither ein Eigenleben entwickelt: 2024 schuf Viebrock aus dem recycelten Giuditta-Bühnenbild eine Gesamtinstallation für ihre Ausstellung in der Skulpturenhalle Neuss, die das Zitat aus der Operette als Titel verwendete. Seit 2026 zieht der Schriftzug nun in wetterfester Ausführung auf dem Trailer der Grand Snail Tour durchs Ruhrgebiet. Mit jedem Stopp und in jedem Kontext kann der Text neue Bedeutungen gewinnen. 

Die Buchstaben leuchten auch sinnbildlich für das gesamte Konzept der dreijährigen Tour, die als Hybrid zwischen mobilem Ausstellungsort und Veranstaltungsformat alle 53 Ruhrgebietsstädte miteinander verbindet. HEUTE DEMNÄCHST ENDE beschreibt damit nicht nur eine abstrakte Zeitlichkeit, sondern die konkrete Dramaturgie eines im September 2024 begonnenen und bis Oktober 2027 geplanten Projekts, das seine eigene Endlichkeit kennt. 

Artist

Open Artsit

© Lisa Rastl

Anna Viebrock

Anna Viebrock studied stage design at the Düsseldorf Art Academy. Her collaboration with Christoph Marthaler took her to numerous theatres and opera houses.

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