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Laura Leppert

©Roland Baege

Laura Leppert (*1993) works with film, installation and text. Her installations and cinematic spaces are constructed in fragments and are constantly in motion - architectures become characters, people pose as objects, objects circulate in space. Her narratives use a non-linear narrative style, characterised by micro-macro movements and hallucinatory wanderings through real places, their social or political logics and semantic nodes. Motifs and texts originate from research on social phenomena, language and its power of action, emblematic places and cultural tropes, which are poetically and rhythmically deformed. Built and pictorial environments that are entangled with themes such as possession, territory, economic ideal and individual desire are thereby decomposed and transformed.

In February 2020 Laura Leppert completed her studies at the Academy of Fine Arts Munich as a master student of Olaf Nicolai. She attended the CX Centre for Interdisciplinary Studies with Cécile B. Evans and Simon Starling, and in 2019 at the CSAV Artist's Laboratory of the Fondazione Ratti with Nora Schultz and Ei Arakawa in Como, Italy. Until 2020 she was a scholarship holder of the Studienstiftung des Deutschen Volkes; her final project Forecast, an experimental short film, was awarded the Graduate Award.

HEUTE DEMNÄCHST ENDE

Anna Viebrock

© Daniel Sadrowski

© Daniel Sadrowski

© Daniel Sadrowski

© Daniel Sadrowski

© Daniel Sadrowski

Drei Wörter leuchten in den Himmel: HEUTE DEMNÄCHST ENDE. Es könnte wie die Ankündigung eines Kinoprogramms klingen, beim wiederholten Lesen aber vervielfältigen sich die drei Worte auf dem Schriftzug von Anna Viebrock zu mehr – einer Prophezeiung, Warnung, einem lakonischen Gedicht. 

Seit den späten 1980er-Jahren hat die Bühnenbildnerin, Regisseurin und Künstlerin einen Fundus aus ihren eigenen Bühnenbildern angesammelt, den sie für die Entstehung neuer Arbeiten nutzt. Sie verwendet Elemente ihrer detailreichen und Geschichten-überbordenden Innenräume erneut und lädt sie mit zusätzlicher Bedeutung auf. Auch das 2021 für Christoph Marthalers Inszenierung der Operette Giuditta von Franz Lehár entworfene Szenario, dem der Schriftzug HEUTE DEMNÄCHST ENDE entstammt, hat seither ein Eigenleben entwickelt: 2024 schuf Viebrock aus dem recycelten Giuditta-Bühnenbild eine Gesamtinstallation für ihre Ausstellung in der Skulpturenhalle Neuss, die das Zitat aus der Operette als Titel verwendete. Seit 2026 zieht der Schriftzug nun in wetterfester Ausführung auf dem Trailer der Grand Snail Tour durchs Ruhrgebiet. Mit jedem Stopp und in jedem Kontext kann der Text neue Bedeutungen gewinnen. 

Die Buchstaben leuchten auch sinnbildlich für das gesamte Konzept der dreijährigen Tour, die als Hybrid zwischen mobilem Ausstellungsort und Veranstaltungsformat alle 53 Ruhrgebietsstädte miteinander verbindet. HEUTE DEMNÄCHST ENDE beschreibt damit nicht nur eine abstrakte Zeitlichkeit, sondern die konkrete Dramaturgie eines im September 2024 begonnenen und bis Oktober 2027 geplanten Projekts, das seine eigene Endlichkeit kennt. 

Artist

Open Artsit

© Lisa Rastl

Anna Viebrock

Anna Viebrock studied stage design at the Düsseldorf Art Academy. Her collaboration with Christoph Marthaler took her to numerous theatres and opera houses.

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