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Jessica Arseneau

©Roland Baege

Jessica Arseneau (*1988) explores the way human perception and subjectivity is shaped by social codes, patterns of behaviour, accelerating culture and technological progress. She works with video, performance, print, and text to create environments that allude to a poetic space between consciousness and the unconscious. Her current work focuses on the phenomena of sleep and insomnia in a 24/7 world. Jessica Arsenau, who was born in Canada, holds a Bachelor of visual Arts at Université de Moncton and a Diploma of Media Arts at the Academy of Fine Arts Leipzig, both with distinction.

Her solo exhibitions include The Screen Under My Eyelids at Helmut, Leipzig, Nothing but a Constant Glow at Spinnerei archiv massiv, Leipzig (2020) and Lost Idyll at Galerie d’art Louise-et-Reuben-Cohen, Moncton, Canada (2016). She exhibited at Galerie Sans Nom, Moncton, Canada, Darling Foundry, Montreal, Canada, Eastern Bloc, Montreal, BronxArtSpace, New York, Agora Collective, Berlin, Traverse Vidéo, Toulouse, France, Friche la Belle de Mai, Marseille, France and Westpol A.I.R. Space, Leipzig.

From Jan—Dec 2021, Jessica Arseneau was a resident at the Makroscope – Zentrum für Kunst und Technik.

Palliative Patterns

Kasia Fudakowski

Close-up of padded seat cushions with a colorful pattern.

© Daniel Sadrowski

© Daniel Sadrowski

© Daniel Sadrowski

Close-up of a mobile stage with a screen and speakers.

© Daniel Sadrowski

Hast du schon mal über dein eigenes Sterben nachgedacht? Die Künstlerin Kasia Fudakowski fragt in Palliative Patterns, ihrer Arbeit für die Grand Snail Tour, was passiert, wenn wir aufhören würden, den Tod zu verdrängen und stattdessen lernen, mit der Allgegenwart unserer Endlichkeit zu leben. 

Mit ihren Kissen und Vorhängen für den Grand Snail Tour-Trailer übersetzt die Künstlerin diese Idee in einen Raum zum Verweilen. Dazu vervielfältigt und spiegelt sie mikroskopische Aufnahmen von Gewebeveränderungen, die den tödlichen Krankheiten Gehirn-Aneurysma, Lewy-Körperchen-Demenz und Arteriosklerose zugrunde liegen, bis sie ein psychodelisches Muster ergeben, das auch an Rorschach-Tafeln denken lässt. Ursprünglich aus der Psychodiagnostik soll der Rorschach-Test Aufschlüsse über den mentalen Zustand/Gesundheit der*des Patient*innen geben. Hier, bei Fudakowski, werden die Besucher*innen zu Proband*innen, ihre Vorstellungen wiederum zum Teil der Installation.  

Dieses Gedankenspiel wird auch in weiteren Medien- und Veranstaltungsformaten trainiert: Als Gründungsmitglied der internationalen Künstler*innengruppe The Association for the Palliative Turn (APT) fordert Fudakowski geistreich und mit viel Humor immer wieder dazu auf, dem Tod und Abschied zu begegnen und herauszufinden, wie Akzeptanz statt Verdrängung neue Werte definiert: Fürsorge statt Zeitdruck, Qualität vor Quantität und eine Entlastung von dem ewigen Streben nach Fortschritt, denn: Es gibt ein Leben vor dem Tod. 

Palliative Patterns setzt auch eine Werklogik fort, die Fudakowski im Allgemeinen verfolgt: Ihr lebenslang laufendes Skulpturenprojekt Continuouslessness (seit 2017) wird erst mit ihrem Tod vollendet sein. Endlichkeit ist hier kein Thema, sondern strukturelle Bedingung. 

Artist

Open Artsit

Kasia Fudakowski

Kasia Fudakowski works with sculpture, film and performance to uncover social enigmas through surreal logic and theory.

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