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Caren Jeß

©Jewgeni Roppel

Caren Jeß, born in Eckernförde in 1985, studied German philology and modern German literature in Freiburg i.Br. and Berlin. She first appeared as a playwright in 2017, when she came third in the Osnabrücker Dramatikerpreises with her play Deine Mutter oder Der Schrei der Möwe. In 2018, she won the residency of the Münchner Förderpreises für deutschsprachige Dramatik with Bookpink. With the Graz premiere production of Bookpink, she was nominated for the Mülheimer Dramatikerpreise in 2020 and named Young Dramatist of the Year. The year before, she also won the  Else-Lasker-Schüler-Stückepreis for her play Der Popper and the taz audience jury prize at the 26th open mike for Die Ballade von Schloss Blutenburg. In 2023, she won the  Mülheimer Dramatikpreis and the Mülheimer Theatertage Audience Award for her play Die Katze Eleonore in the Staatsschauspiel Dresden production. Caren Jeß lives in Dresden.

Tablescapes

Nils Norman

Two people sit at a table with a printed surface featuring an architectural motif. One person wears a brown hat and writes in a notebook, while the other, in a floral coat, sits holding a black bag.

© Daniel Sadrowski

© Daniel Sadrowski

Neutral und funktional sollten mobile Tische sein. Doch die von Nils Norman irritieren diese Selbstverständlichkeit: Ihre Oberflächen zeigen ausgefräste Elemente unterschiedlicher Architekturen aus dem Ruhrgebiet – Kirchtürme, Fassaden aus der Gründerzeit, Platten- oder Gewerbebauten. Was als schlichte Arbeitsunterlage dient, wird zur opulenten Modelllandschaft. 

Norman arbeitet seit vielen Jahren interdisziplinär an der Schnittstelle von Skulptur, Natur, Architektur, Stadtplanung, Möbeldesign und Pädagogik, stets zur Frage: Wem gehört der öffentliche Raum und wer darf ihn gestalten? Er entwickelte Fußgängerbrücken, Theatervorhänge, Spielplätze, Gärten und Wegeleitsysteme, wobei er mit viel Humor seine Kritik an gängigen Vorstellungen von Stadtentwicklung, Lokalpolitik und ökonomischen Systemen formuliert. In seinem Archiv Urbanomics sammelt er seit 1997 Sicherheitsarchitekturen, wobei ihn die Frage nach der Gestaltung von Kontrolle interessiert und wie die Nutzung eines Raumes durch dessen Design beeinflusst wird. Mit dem umgebauten Reisebus mit Gewächshaus und Lesesaal Geocruiser (2002) schuf er eine mobile Bildungs- und Begegnungsinfrastruktur. 2005 ließ er mit einer 80m langen Brücke inklusive See und Insel einen neu gebauten Stadtteil im dänischen Roskilde mit seinen Nachbarschaften verbinden. 

Normans Tische für die Grand Snail Tour erfüllen eine Funktion und unterlaufen sie zugleich. Die klappbaren Gestelle verbinden Flexibilität und Mobilität mit barocker Ausgestaltung – Oberflächen, die mehr erzählen als nötig. Als Teil der Sammlung reisen sie von Beginn an mit, werden aufgestellt, verwendet und wieder eingeklappt. An jedem Stopp treffen die Tisch-Landschaften auf neue Stadträume und erzeugen stets eine produktive Reibung zwischen dem abgebildeten und tatsächlichen Ort. 

Artist

Open Artsit

Nils Norman

Nils Norman is an artist living in Amsterdam and Munich. He works across the disciplines of public art, architecture and urban planning.

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