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Public Hybrid

Die Installation Public Hybrid von David Jablonowski umfasst mehrere Sandstein- und Kunststoffskulpturen, deren kräftige Farben und unregelmäßige Formen wie künstliche Felsformationen wirken.

© Heinrich Holtgreve

Die Skulptur Public Hybrid von David Jablonowski steht am Emscherkunstweg und verbindet geschichteten Ruhrsandstein mit 3D-gedruckten Kunststoffelementen zu einer abstrakten Landschaft.

© Henning Rogge

Eine Detailansicht von Public Hybrid zeigt die geschichtete Kombination aus natürlichem Sandstein und leuchtend gefärbtem 3D-gedrucktem Kunststoff, die das Zusammenspiel von Natur und Technologie symbolisiert.

© Heinrich Holtgreve

Eine Nahaufnahme von Public Hybrid zeigt die farbenfrohen, 3D-gedruckten Kunststoffelemente in Kombination mit natürlichem Sandstein, die einen spannenden Kontrast erzeugen.

© Henning Rogge

Adresse

Emscher-Weg 
Adelenstraße 
44269 Dortmund

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David Jablonowskis hybride Skulptur befindet sich unmittelbar am Radweg Emscher-Weg in Dortmund-Schüren.

Der in Bochum aufgewachsene Künstler beschäftigt sich mit der Geschichte und Zukunft des konkreten Ortes, aber auch des gesamten Ruhrgebiets. Zugleich schafft er ein Monument der Gegenwart, das vermeintlich einem Naturdenkmal ähnelt und als Verweis auf den dort bereits ökologisch verbesserten Emscherlauf gelesen werden kann.

Unter dem Titel »Public Hybrid« verbindet der Künstler die gegensätzlichen Materialien Sandstein und Kunststoff zu einer mehrteiligen Installation. Wie Sedimente werden 3D-Druckelemente aus recyceltem Kunststoff und gebrochener Ruhrsandstein übereinandergeschichtet. Die amorphen, künstlich geschaffenen Formationen ragen scheinbar zufällig aus dem Erdboden.

Der ausgewählte Ruhrsandstein stammt aus dem nahegelegenen Sprockhövel. Er entstand vor etwa 320 Millionen Jahren und zählt zu den resistentesten Sandsteinen Deutschlands. Im Gegensatz zu dem seit Jahrtausenden von Menschen verarbeiteten Rohstoff, eröffnet die Verwendung der im 3D-Druckverfahren erstellten Elemente aus recyceltem Plastik den Blick auf eine digitale ökologische Zukunftsvision. 3D-Drucke als additive Fertigungsverfahren basieren prinzipiell auf Daten, die Grundlage für eine durch Computer gesteuerte physische Übersetzung sind. Mit der Technik des 3D-Drucks verweist Jablonowski implizit auf die unsichtbaren Infrastrukturen, die vom digitalen Datenverkehr einer öffentlichen Kommunikation erzeugt werden. Zudem setzt er den Abfall als Material, das mittels digitaler Technologie erst zum Rohstoff wird, zum traditionellen Abbau geologischer Ressourcen in Beziehung. Diese Verbindung von Innovation durch neue Technologien, Natur und künstlichen Eingriffen reflektiert auch das Generationsprojekt Emscher-Umbau.

Künstler

Open Artsit

© Frey

David Jablonowski

Als Bildhauer übersetzt David Jablonowski die Verflechtungen in meist multimediale Skulpturen. Im Ruhrgebiet aufgewachsen und vom industriellen Wandel geprägt, interessieren ihn industrielle Materialien, deren Entstehung und Infrastrukturen.

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HEUTE DEMNÄCHST ENDE

Anna Viebrock

© Daniel Sadrowski

© Daniel Sadrowski

© Daniel Sadrowski

© Daniel Sadrowski

© Daniel Sadrowski

Drei Wörter leuchten in den Himmel: HEUTE DEMNÄCHST ENDE. Es könnte wie die Ankündigung eines Kinoprogramms klingen, beim wiederholten Lesen aber vervielfältigen sich die drei Worte auf dem Schriftzug von Anna Viebrock zu mehr – einer Prophezeiung, Warnung, einem lakonischen Gedicht. 

Seit den späten 1980er-Jahren hat die Bühnenbildnerin, Regisseurin und Künstlerin einen Fundus aus ihren eigenen Bühnenbildern angesammelt, den sie für die Entstehung neuer Arbeiten nutzt. Sie verwendet Elemente ihrer detailreichen und Geschichten-überbordenden Innenräume erneut und lädt sie mit zusätzlicher Bedeutung auf. Auch das 2021 für Christoph Marthalers Inszenierung der Operette Giuditta von Franz Lehár entworfene Szenario, dem der Schriftzug HEUTE DEMNÄCHST ENDE entstammt, hat seither ein Eigenleben entwickelt: 2024 schuf Viebrock aus dem recycelten Giuditta-Bühnenbild eine Gesamtinstallation für ihre Ausstellung in der Skulpturenhalle Neuss, die das Zitat aus der Operette als Titel verwendete. Seit 2026 zieht der Schriftzug nun in wetterfester Ausführung auf dem Trailer der Grand Snail Tour durchs Ruhrgebiet. Mit jedem Stopp und in jedem Kontext kann der Text neue Bedeutungen gewinnen. 

Die Buchstaben leuchten auch sinnbildlich für das gesamte Konzept der dreijährigen Tour, die als Hybrid zwischen mobilem Ausstellungsort und Veranstaltungsformat alle 53 Ruhrgebietsstädte miteinander verbindet. HEUTE DEMNÄCHST ENDE beschreibt damit nicht nur eine abstrakte Zeitlichkeit, sondern die konkrete Dramaturgie eines im September 2024 begonnenen und bis Oktober 2027 geplanten Projekts, das seine eigene Endlichkeit kennt. 

Künstler*in

Open Artsit

© Lisa Rastl

Anna Viebrock

Anna Viebrock studierte Bühnenbild an der Kunstakademie Düsseldorf. Die Zusammenarbeit mit Christoph Marthaler führte sie an zahlreiche Schauspiel- und Opernhäuser.

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