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Truck

Tracks

Ruhr

21/04/2016 - 04/2017

Ruhrgebiet

Ein Konzept von Rimini Protokoll

Im Zentrum von Truck Tracks Ruhr steht ein Lastwagen, der den Blick auf das Ruhrgebiet verändert. Der LKW ist zu einem fahrbaren Zuschauerraum umgebaut und auf einer Seite mit einem riesigen Fenster ausgestattet. Er fährt mit 49 Zuschauern zu markanten, unbekannten, belebten oder entlegenen Punkten der Metropolenregion und richtet den Fokus des Guckkastens für fünf Minuten auf einen Ort: Eine Brache, ein Schwimmbad, eine Trabrennbahn, ein Fabriktor....

Zu sieben mal sieben Perspektiven erarbeiten 49 eingeladene KünstlerInnen Kurzhörspiele.

W

Was das Auge sieht wird akustisch überschrieben oder konterkariert. Für “five minutes of fame” wird durch diese Tonspur ein Ort mit seinem Geschehen zu einem Theaterstück ohne Darsteller, zu einem live vertonten Film oder zu einem Ready-Made-Bild für ein Hörspiel. Alles, was sich in fünf Minuten vor dem Fenster ereignet, wird Teil des Tracks.

Das Publikum kann die Tracks auf zwei Arten erleben:

 

S

Single Track: Intervention mit Öffnungszeiten

Der LKW steht an einem Ort und öffnet alle zehn Minuten für ein spontanes Publikum seine Türen wie eine Galerie oder ein Kunstraum. Nach einem kurzen Trailer auf der Videoleinwand, öffnet sich diese für fünf Minuten und die Tonspur beginnt. Was eben noch eine normale Strassenkreuzung war, verfremdet sich hinter dem Glas. Anwohner sehen ihren Kiez und ihre Nachbarn durchs Fenster neu. Passanten zoomen sich durch den Rahmen in den fremden Bezirk. Diese erste Möglichkeit, die Fünf­minuten­Inszenierung zu erleben, ist gratis.

 

 

A

Album: Rundfahrt zu sieben Tracks

Am Abend startet eine Tour an einem zentralen Parkplatz. Nacheinander werden die sieben Orte eines Albums angefahren. Der Lastwagen hält jeweils, die Leinwand gibt den Blick frei, das Theaterstück der Stadt beginnt. Nach 5 Minuten geht die Reise weiter.

Zwischen den Stationen zieht die Stadt als Roadmovie vorbei, zu einer ortsspezifische Klangkomposition – als wäre das Ruhrgebiet die Szenerie eines Films, der direkt hinter der breiten Leinwand spielt. Zwischen den Stationen schliesst sich die Leinwand und zeigt Gesichter von Menschen aus dem Ruhrgebiet.

Von April 2016 bis März 2017 fährt der Truck ein Jahr lang durchs Ruhrgebiet.

Sieben Premieren verteilen sich über das ganze Jahr: Ungefähr alle 7 Wochen wird ein neues “Album” mit jeweils sieben neuen Tracks der Öffentlichkeit vorgestellt.

Mehr Informationen unter: www.trucktracksruhr.de

  • Konzept
    • Rimini Protokoll (Aljoscha Begrich, Helgard Haug, Stefan Kaegi und Jörg Karrenbauer)
  • In Kooperation mit
    • Internationale Kurzfilmtage Oberhausen, Ludwiggalerie Schloss Oberhausen, Kunsthalle Recklinghausen, Lehmbruck Museum u.a.
  • In Koproduktion mit
    • Schauspielhaus Bochum, PACT Zollverein
    • Theater Oberhausen, Ruhrfestspiele Recklinghausen, Ruhrtriennale, Schauspiel Dortmund, Ringlokschuppen Ruhr,
  • Förderer
    • Kunststiftung NRW, Land Nordrhein-Westfalen, Regionalverband Ruhr