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Zu Gast
Jahrgang 2022

© Daniel Sadrowski

In 2022 lud Urbane Künste Ruhr bereits zum 4. Mal insgesamt 15 internationale Künstler*innen ein, im Ruhrgebiet zu leben und zu arbeiten. Die lose, thematische Klammer für das Residenzprogramm hieß dabei Zukunft.

Fortgesetzt wurde die Kooperation mit den KunstVereinenRuhr, einem Zusammenschluss verschiedener Kunstvereine und Künstlerhäuser, die bereits seit Beginn des Programms bestanden. Auch das Haus der Geschichte des Ruhrgebiets in Bochum und der Halfmannshof in Gelsenkirchen öffneten erneut ihre Türen für jeweils zwei Künstler*innen. Neu hinzukamen die Kooperationen mit dem Makroscope – Zentrum für Kunst und Technik in Mülheim an der Ruhr sowie mit dem Kunstmuseum Bochum. 

Artists

Open Artsit

© Daniel Sadrowski

Yuri Yefanov

Yuri Yefanov (*1990) ist ein Künstler und Filmemacher aus der Ukraine, der in seinen Arbeiten computergenerierte Bilder und Spielsimulationen verwendet und so eine neue Welt im Digitalen erschafft.

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Open Artsit

© Daniel Sadrowski

Philipp Modersohn

Philipp Modersohns interdisziplinäre Projekte stellen die Lebendigkeit von Dingen / Materie heraus und konfrontieren sie mit menschengemachten Strukturen und Systemen gesellschaftlicher Organisation.

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Open Artsit

© Daniel Sadrowski

Nollaig Molloy

Nollaig Molloy nutzt in ihren Arbeiten bewegte Bilder, skulpturale Installationen und Sound sowie Ergebnisse aus Workshops und Veranstaltungen, um Landschaften mit materiellen Mitteln zu erkunden.

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Open Artsit

© Daniel Sadrowski

Nadja Abt

Nadja Abt konstruiert in ihren Performances, Videos und Gemälden feministische Erzählungen, die sich auf die Welt der Literatur und des Films beziehen.

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© Daniel Sadrowski

Marc Kokopeli

Marc Kokopelis Arbeit befasst sich vor allem mit der Frage, wie sich die Identität in der Kindheit herausbildet.

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© Daniel Sadrowski

Magdalena Los

In Magdalena Los' collagierten Bildwelten kollidieren alltägliche Ansichten mit Referenzen auf populäre Filmszenen, Kunstwerke und aktuelle Nachrichten aus unterschiedlichen Ressorts.

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© Daniel Sadrowski

Lubov Malikova

Lubov Malikova ist eine ukrainische Künstlerin und leitet zusammen mit Max Poberezhsky das Künstlerkollektiv und experimentelle Designstudio DIS/ORDER.

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© Daniel Sadrowski

Jan Kiesswetter

Zu den Arbeiten von Jan Kiesswetter gehören Publikationen und filmische Dokumentationen. Darstellungsformen von Architekturen und Archiven sowie das Lesen von Bildern sind wiederkehrende Themen.

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© Daniel Sadrowski

Jan Berger

Die künstlerische Praxis von Jan Berger beschäftigt sich mit der Entstehung von kulturellen Mythologien in Online-Communities und deren Produktion von Subjektivität.

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© Daniel Sadrowski

Iris Ward Loughran

Iris Ward Loughran arbeitet mit Skulptur, Fotografie sowie Theorien zu urbanen Lebenskonzepten.

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© Daniel Sadrowski

Henrik Nieratschker

Henrik Nieratschkers künstlerisch-forschende Arbeit setzt sich mit den gesellschaftlichen Implikationen eines Lebens inmitten digitaler Infrastruktur auseinander.

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© Daniel Sadrowski 

Haha Wang

Haha Wang arbeitet im Bereich Skulptur und Installation und Video. In ihren Arbeiten werden intime Gefühle von Mensch und Tier erforscht und durch unerwartete Objekte oder Ereignisse transformiert.

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© Daniel Sadrowski

Fabian Hampel

Fabian Hampel beschäftigt sich mit zeitgenössischen Technologien und interessiert sich sowohl für lineare, reflexive Formen als auch für abstrakte Grenzgebiete.

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© Daniel Sadrowski

Deniz Aktaş

In seiner Arbeit fängt Deniz Aktaş die Beziehungen zwischen Mensch und Umwelt ein, die vom städtischen Verfall, dem Zusammenbruch der Umwelt oder auch der Migration der Menschen beeinflusst sind.

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© Daniel Sadrowski

Alina Schmuch

Ausgehend von der Fotografie und ihrer Erweiterung im Medium Film entwickelt Alina Schmuch Künstlerbücher und Videoinstallationen.

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floor pieces and stanchions

Cem A.

© Amina Falah

© Daniel Sadrowski 

© Amina Falah

© Daniel Sadrowski 

Absperrbänder und Bodenaufsteller sind Infrastrukturen des Gehorsams. Sie strukturieren, lenken, verweisen, doch entgegen dem Eindruck, den sie erwecken, richten sie sich keineswegs an alle gleichermaßen. Wer Zugang zu welchen Räumen erhält, welche Körper wo willkommen sind und welche umgeleitet werden: diese Fragen sind in die Alltagssemiotik des öffentlichen Raums eingeschrieben, ohne je explizit gestellt zu werden. Cem A. macht genau diese leise Rhetorik mit seinen floor pieces and stanchions sichtbar. 

Als fester Bestandteil der Grand Snail Tour-Sammlung können die gelben Warnschilder, Bodenaufsteller und Absperrungen, die an administrative Innenräume von Behörden oder der Arbeitsagentur erinnern, nach draußen verlagert werden. Die Texte auf den Schildern von Cem A. oszillieren zwischen Verhaltensanweisung und Kunstkommentar. Wie mit seiner Arbeit Thank you for your understanding 2023 für die Berlinische Galerie erprobt, offenbaren seine Textblöcke aber vor allem institutionelle Höflichkeitsformeln als freundlich verkleidete Ausschlusslogiken. Darüber hinaus können uns die knappen, direkten Aussagen, die durch Kontextverschiebung irritieren, an Memes erinnern, die der Künstler in den physischen Raum überträgt. 

Cem A. studierte Anthropologie, was seinen analytischen Blick auf soziale Choreografien prägt ebenso wie den Seiteneingang, über den er die Kunstwelt betrat und stetig befragt. Als Gründer von Crit Club — einer Veranstaltungsreihe, die Kunstkritik mit der Direktheit sportlicher Debatten kreuzt — überführt er Dynamiken aus dem Sport ins Feld der Kunst: Transparenz, explizite Regeln, öffentliche Auseinandersetzung. Cem A. benennt die Mechanismen der Kunstwelt mit demselben sachlichen Gestus, mit dem die Aufschrift Achtung Rutschgefahr mitteilt, dass man besser aufpassen sollte. 

Künstler*in

Open Artsit

Cem A.

Cem A. ist ein Künstler mit einem Hintergrund in Anthropologie. Er ist bekannt als Betreiber der Kunst-Meme-Seite @freeze_magazine und für seine ortsspezifischen Installationen. 

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