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Zu Gast Jahrgang 2025

© Heinrich Holtgreve
1.8. – 30.11.25

Zeiträume für den Recherche-Aufenthalt

Kokerei Hansa: 1.8.-31.10.2025
Haus der Geschichte des Ruhrgebiets: 1.9.-30.11.2025
Schwerpunkt Performance: 1.8.-31.10.2025

Im Rahmen des Programms Zu Gast bei Urbane Künste Ruhr vergeben wir im Jahr 2025 erneut sechs dreimonatige Plätze für Recherchen und die Entwicklung von Projektideen im Ruhrgebiet.

Das Programm Zu Gast bei Urbane Künste Ruhr richtete sich an Künstler*innen und Kollektive, die an der Arbeit vor Ort und an einer zeitgenössischen Perspektive auf die Region und ihre Themen interessiert sind. Während des Aufenthalts entwickeln sie ein kontextspezifisches Projekt, das 2026 in einer Ausstellung der Öffentlichkeit präsentiert werden soll. Das Programm wird gemeinsam mit den regionalen Kooperationspartnern Stiftung Geschichte des Ruhrgebiets und Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur mit verschiedenen Schwerpunkten umgesetzt. 

Bis zum 31. März konnten sich Künstler*innen und Kollektive über einen Open Call mit ihrem Projektvorhaben bewerben. Aus den Einreichungen wählte eine Fachjury bestehend aus Stefanie Kreuzer (Direktorin Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr), Viktor Neumann (Direktor Kunstverein Bonn), Rebecca Racine Ramershoven (Künstlerin), Maximiliane Baumgartner (Künstlerin) sowie Christoph Seidel (Stiftung Geschichte des Ruhrgebiets), Ursula Mehrfeld (Stiftung Industriedenkmalpflege), Alisha Raissa Danscher und Britta Peters von Urbane Künste Ruhr die Positionen für den Jahrgang aus. 

Wir laden Euch herzlich ein, unsere Gäste und ihre Vorhaben beim Housewarming auf der Kokerei Hansa am 5. September 2025 kennenzulernen.

Termine

  • Open Event

    © Daniel Sadrowski

    Fr., 5.9.25, 18 Uhrmehr

    Housewarming

Künstler*innen

Open Artsit

Ziran Sha Pei

Ziran Sha Pei beschäftigt sich künstlerisch mit Themen wie Ableismus, Queerfeminismus, Rassismus und Rechtsextremismus in der westlichen, muslimischen und ostasiatischen Kultur. 

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Open Artsit

sakasaka

Die Künstler*innen Adjoa Armah und Sel Kofiga arbeiten künstlerisch unter dem Namen sakasaka zusammen, welcher sich auf das kreativen Erbe von Adjoa Armahs Eltern sowie das ghanesische Akan-Wort für Tausendfüßler bezieht.

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Open Artsit

Katrin Mayer

Katrin Mayer ist Künstlerin und lebt in Berlin und Düsseldorf. Sie arbeitet einzeln und kollaborativ mit einem Fokus auf Ortsspezifik, Genderfragen, Vielstimmigkeit, textile und textuelle Strukturen sowie topologische Vorstellungen von Denken und Raum. 

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Open Artsit

Jingyun Li

Jingyun Li (*1995 in Xi’an) ist freischaffende*r Theater-Künstler*in und Produzent*in. Das Leben und Arbeiten in verschiedenen Sprachen prägt Jingyun Lis künstlerische Arbeit, unter anderem im Medium Performance. 

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Open Artsit

Enrico Bordieri, Marina Erler und Ana Me Zentgraf

Ana Me Zentgraf (* in Thüringen) ist eine vietnamesisch-deutsche Künstlerin, Marina Erler ist freie Theatermacher*in, Theaterpädagog*in und Regisseur*in aus Leipzig und Enrico Bordieri studierte Romanistik und Philosophie in Rom, Edinburgh und Berlin, sowie Dramaturgie an der HMT Leipzig.

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Open Artsit

Antonia Alessia Virginia Beeskow und Lilli Lake

Antonia Beeskow und Lilli Lake verbindet ein Interesse an Sound als spekulativem und subversivem Material. Im Rahmen ihrer Zusammenarbeit stellten sie zuletzt im Kunstverein Nürnberg (2024) und mit dem Inter Media Art Institute (IMAI) im Schauspielhaus Düsseldorf (2024) aus.

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floor pieces and stanchions

Cem A.

© Amina Falah

© Daniel Sadrowski 

© Amina Falah

© Daniel Sadrowski 

Absperrbänder und Bodenaufsteller sind Infrastrukturen des Gehorsams. Sie strukturieren, lenken, verweisen, doch entgegen dem Eindruck, den sie erwecken, richten sie sich keineswegs an alle gleichermaßen. Wer Zugang zu welchen Räumen erhält, welche Körper wo willkommen sind und welche umgeleitet werden: diese Fragen sind in die Alltagssemiotik des öffentlichen Raums eingeschrieben, ohne je explizit gestellt zu werden. Cem A. macht genau diese leise Rhetorik mit seinen floor pieces and stanchions sichtbar. 

Als fester Bestandteil der Grand Snail Tour-Sammlung können die gelben Warnschilder, Bodenaufsteller und Absperrungen, die an administrative Innenräume von Behörden oder der Arbeitsagentur erinnern, nach draußen verlagert werden. Die Texte auf den Schildern von Cem A. oszillieren zwischen Verhaltensanweisung und Kunstkommentar. Wie mit seiner Arbeit Thank you for your understanding 2023 für die Berlinische Galerie erprobt, offenbaren seine Textblöcke aber vor allem institutionelle Höflichkeitsformeln als freundlich verkleidete Ausschlusslogiken. Darüber hinaus können uns die knappen, direkten Aussagen, die durch Kontextverschiebung irritieren, an Memes erinnern, die der Künstler in den physischen Raum überträgt. 

Cem A. studierte Anthropologie, was seinen analytischen Blick auf soziale Choreografien prägt ebenso wie den Seiteneingang, über den er die Kunstwelt betrat und stetig befragt. Als Gründer von Crit Club — einer Veranstaltungsreihe, die Kunstkritik mit der Direktheit sportlicher Debatten kreuzt — überführt er Dynamiken aus dem Sport ins Feld der Kunst: Transparenz, explizite Regeln, öffentliche Auseinandersetzung. Cem A. benennt die Mechanismen der Kunstwelt mit demselben sachlichen Gestus, mit dem die Aufschrift Achtung Rutschgefahr mitteilt, dass man besser aufpassen sollte. 

Künstler*in

Open Artsit

Cem A.

Cem A. ist ein Künstler mit einem Hintergrund in Anthropologie. Er ist bekannt als Betreiber der Kunst-Meme-Seite @freeze_magazine und für seine ortsspezifischen Installationen. 

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