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Emscherkunstweg

Jahr
2024
Verlag
Hatje Cantz
ISBN
978-3-7757-5569-6
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Der Emscherkunstweg umfasst aktuell 24 Kunstwerke im öffentlichen Raum entlang des Flusses Emscher mitten im Ruhrgebiet.

Einst dreckigster Fluss Europas, wurde die Emscher in den letzten Jahrzehnten vom offenen Abwasserkanal zum sauberen Gewässer umgebaut. Zwischen 2010 und 2016 begleiteten drei Emscherkunst-Ausstellungen diesen ökologischen Kraftakt. Die daraus hervorgegangen permanenten Kunstwerke bilden seit 2019 den Ausgangspunkt für die Erweiterung zum Emscherkunstweg. Dieser Band bietet erstmals einen Überblick aller Arbeiten des Emscherkunstwegs, insbesondere der neuen Werke von Julius von Bismarck/Marta Dyachenko, David Jablonowski, Markus Jeschaunig, Sofía Táboas und Nicole Wermers. Darüber hinaus widmet er sich Fragen zur Erhaltung und dem Potenzial von Kunst im öffentlichen Raum ebenso wie ihrem Verhältnis zur Industriekultur. Das Buch ist idealer Reisebegleiter und Nachschlagewerk für die Entdeckung der Kunst auf über 100 Kilometern Radweg.

Hamminkeln

Begleitet wird die Grand Snail Tour von Künstler*innen aus dem Bereich Literatur, Fotografie und Zeichnung, die zeitgleich zum Aufenthalt des Tourmobils, Eindrücke und Reflexionen aus jeweils derselben Stadt sammeln und diese sie visuell oder literarisch ins Bild setzen. So entsteht ein Paratext zur 3-jährigen Tour, der in Form einer Reisechronik, ein Kaleidoskop an Geschichten, Verbindungen, Momentaufnahmen in den 53 Städten der Region als Gleichzeitigkeiten und Ungleichzeitigkeiten zur Grand Snail Tour sichtbar werden lässt.

Hamminkeln von Erdem Teper

so müssen wohl die bäume über die menschen denken, 
der mensch ist ewig damit beschäftigt 
versteht, dass alles und jeder irgendwo
eins ist 
versteht, dass alles –  liebt und lacht und lebt in frieden existiert; stoa
versteht, dass es ist – ebenbild 
wenn mensch findet sich selbst 
vor uralten baumrinden 
ein wesen schaut das andere an, 
am ende haben beide einander
und somit sich selbst erkannt 
beide aus gerüst, beide aus haut 
nur dass der baum im wald sich zutraut
zurecht, dass er den menschen überlebt; 
während die zeit bereits 
das leichentuch des menschen webt 
und der baum schaut den menschen an, 
beide aus haut, rinde und knochen 
nur hat der neue mensch 
seine beziehung zur natur unterbrochen

Künstler*in

Open Artsit

©priscilliagrubo

Erdem Teper

Erdem Teper schreibt über alles, was Erdem fühlen lässt. Themengebiete in der Poesie sind oftmals philosophisch-religiösen Kontexten entsprungen.

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