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Thomas Taube

© Roland Baege

Thomas Taube (*1984) löst in seinen Arbeiten das Medium Film von seinen linearen und stringenten Erzählstrukturen. Mit mehrkanaligen Installationen, assoziativen, reflektierenden und surrealen Sequenzen arbeitet Taube gegen konventionelle kinematografische Codes. Indem er die Unmittelbarkeit des Mediums durch epische Elemente und diskontinuierliche Montage abschafft, zielen seine Arbeiten auf eine Unterscheidung zwischen Sehen, Beobachten, Erleben und Reflektieren. 

Er gewann den Preis der Leipziger Jahresausstellung 2015, den Marion Ermer Preis 2016 und erhielt verschiedene Stipendien wie das Aufenthaltsstipendium der KDFS am ISCP New York. Seine Arbeiten sind in verschiedenen Sammlungen zu finden, darunter die Staatliche Kunstsammlung Dresden. Er publizierte Das Surren der Bildmaschine 2015 bei Spector Books. Für das Staatstheater Stuttgart konzipierte er und führte Regie bei dem 16-teiligen Videowalk Un/True. Momentan arbeitet Taube unter anderem an einem 12-Teiligen Filmprojekt, in dem es um Gefolgschaft, Partizipation und den Begriff des freien Willens geht.

Thomas Taube war von April—Juni 2021 Resident bei den KunstVereinenRuhr.

Hamminkeln

Begleitet wird die Grand Snail Tour von Künstler*innen aus dem Bereich Literatur, Fotografie und Zeichnung, die zeitgleich zum Aufenthalt des Tourmobils, Eindrücke und Reflexionen aus jeweils derselben Stadt sammeln und diese sie visuell oder literarisch ins Bild setzen. So entsteht ein Paratext zur 3-jährigen Tour, der in Form einer Reisechronik, ein Kaleidoskop an Geschichten, Verbindungen, Momentaufnahmen in den 53 Städten der Region als Gleichzeitigkeiten und Ungleichzeitigkeiten zur Grand Snail Tour sichtbar werden lässt.

Hamminkeln von Erdem Teper

so müssen wohl die bäume über die menschen denken, 
der mensch ist ewig damit beschäftigt 
versteht, dass alles und jeder irgendwo
eins ist 
versteht, dass alles –  liebt und lacht und lebt in frieden existiert; stoa
versteht, dass es ist – ebenbild 
wenn mensch findet sich selbst 
vor uralten baumrinden 
ein wesen schaut das andere an, 
am ende haben beide einander
und somit sich selbst erkannt 
beide aus gerüst, beide aus haut 
nur dass der baum im wald sich zutraut
zurecht, dass er den menschen überlebt; 
während die zeit bereits 
das leichentuch des menschen webt 
und der baum schaut den menschen an, 
beide aus haut, rinde und knochen 
nur hat der neue mensch 
seine beziehung zur natur unterbrochen

Künstler*in

Open Artsit

©priscilliagrubo

Erdem Teper

Erdem Teper schreibt über alles, was Erdem fühlen lässt. Themengebiete in der Poesie sind oftmals philosophisch-religiösen Kontexten entsprungen.

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