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Tekla Aslanishvili

Porträt der Künstlerin Tekla Aslanishvili, die sich mit Infrastrukturen und politischen Geografien beschäftigt, mit lockigem Haar und dunkler Kleidung vor einer weißen Wand.

© Roberto Ruiz

Tekla Aslanishvili ist Künstlerin, Filmemacherin und Essayistin und lebt zwischen Berlin und Tiflis. Sie studierte bis 2009 an der Staatlichen Akademie der Künste in Tiflis ab und erwarb einen Master of Arts an der Universität der Künste Berlin im Bereich Experimentalfilm und Neue Medien. In ihrer Praxis beobachtet die Künstlerin durch die Linse von groß angelegten Infrastrukturprojekten die sich verändernden Beziehungen zwischen Regierungen, Menschen und ihren Territorien. Tekla Aslanishvili war im Jahr 2019 Stipendiatin des Programms Digital Earth, sie war 2019 für den Ars-Viva Kunstpreis nominiert und hat im Jahr 2020 den Han Nefkens Foundation - Fundació Antoni Tàpies Video Art Production Award erhalten. Derzeit ist die Künstlerin Postgraduierten-Stipendiatin am Zentrum für Wissenschaft und Kunst (BAS) an der Universität der Künste Berlin.

HEUTE DEMNÄCHST ENDE

Anna Viebrock

© Daniel Sadrowski

© Daniel Sadrowski

© Daniel Sadrowski

© Daniel Sadrowski

© Daniel Sadrowski

Drei Wörter leuchten in den Himmel: HEUTE DEMNÄCHST ENDE. Es könnte wie die Ankündigung eines Kinoprogramms klingen, beim wiederholten Lesen aber vervielfältigen sich die drei Worte auf dem Schriftzug von Anna Viebrock zu mehr – einer Prophezeiung, Warnung, einem lakonischen Gedicht. 

Seit den späten 1980er-Jahren hat die Bühnenbildnerin, Regisseurin und Künstlerin einen Fundus aus ihren eigenen Bühnenbildern angesammelt, den sie für die Entstehung neuer Arbeiten nutzt. Sie verwendet Elemente ihrer detailreichen und Geschichten-überbordenden Innenräume erneut und lädt sie mit zusätzlicher Bedeutung auf. Auch das 2021 für Christoph Marthalers Inszenierung der Operette Giuditta von Franz Lehár entworfene Szenario, dem der Schriftzug HEUTE DEMNÄCHST ENDE entstammt, hat seither ein Eigenleben entwickelt: 2024 schuf Viebrock aus dem recycelten Giuditta-Bühnenbild eine Gesamtinstallation für ihre Ausstellung in der Skulpturenhalle Neuss, die das Zitat aus der Operette als Titel verwendete. Seit 2026 zieht der Schriftzug nun in wetterfester Ausführung auf dem Trailer der Grand Snail Tour durchs Ruhrgebiet. Mit jedem Stopp und in jedem Kontext kann der Text neue Bedeutungen gewinnen. 

Die Buchstaben leuchten auch sinnbildlich für das gesamte Konzept der dreijährigen Tour, die als Hybrid zwischen mobilem Ausstellungsort und Veranstaltungsformat alle 53 Ruhrgebietsstädte miteinander verbindet. HEUTE DEMNÄCHST ENDE beschreibt damit nicht nur eine abstrakte Zeitlichkeit, sondern die konkrete Dramaturgie eines im September 2024 begonnenen und bis Oktober 2027 geplanten Projekts, das seine eigene Endlichkeit kennt. 

Künstler*in

Open Artsit

© Lisa Rastl

Anna Viebrock

Anna Viebrock studierte Bühnenbild an der Kunstakademie Düsseldorf. Die Zusammenarbeit mit Christoph Marthaler führte sie an zahlreiche Schauspiel- und Opernhäuser.

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