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Studio Onderstroom

© Kinga Molińska

Das Kollektiv aus Annabel Schouten, Jurriaan de Vos und Gemma Luz Bosch arbeitet mit Musik, physischem Theater, Installationskunst und Community Art, um körperlich erfahrbare Erlebnisse zu schaffen. Ihr Anliegen ist es, durch immersiv angelegte Arbeiten ein breites Publikum zusammenzubringen – Menschen miteinander und mit ihrer Umgebung in Verbindung zu setzen. Häufig entstehen ihre Arbeiten im öffentlichen Raum, wo sie Begegnungen mit einem Ort, einem Gebäude, einer Gemeinschaft oder einer Landschaft ermöglichen.

Die unterschiedlichen künstlerischen Disziplinen der drei ergänzen sich dabei auf besondere Weise: Jurriaan verfügt über langjährige Erfahrung mit kinetischen Installationen, physischem Theater und Bühnenbild. Annabel entwickelt Kompositionen für Landschaften, akustische Spaziergangskonzerte, partizipative Begegnungsformate sowie Instrumenteninstallationen im Außenraum. Gemma schafft vielfältige keramische Klang- und Hörinstallationen, die durch Menschen, Wasser, Wind, mechanische Bewegungen oder den Ton selbst aktiviert werden.

Gemeinsam entwickeln sie räumliche und körperlich erfahrbare Situationen, die neue Beziehungen zwischen Menschen und ihrer Umwelt entstehen lassen.

Waltrop

Begleitet wird die Grand Snail Tour von Künstler*innen aus dem Bereich Literatur, Fotografie und Illustration, die zeitgleich zum Aufenthalt des Tourmobils, Eindrücke und Reflexionen aus jeweils derselben Stadt sammeln und diese sie visuell oder literarisch ins Bild setzen. So entsteht ein Paratext zur 3-jährigen Tour, der in Form einer Reisechronik, ein Kaleidoskop an Geschichten, Verbindungen, Momentaufnahmen in den 53 Städten der Region als Gleichzeitigkeiten und Ungleichzeitigkeiten zur Grand Snail Tour sichtbar werden lässt.

Dass eine Chronik nicht nur das Geplante dokumentiert, sondern auch die Zufälle, Unterbrechungen und Umwege einer Reise, zeigt der Beitrag zu Waltrop von Daniel Sadrowski. Nachdem am Veranstaltungstag, dem 15. Mai 2025, keine Chronik realisierte werden konnte, reiste der Fotograf exakt ein Jahr später nach Waltrop und nahm in Anlehnung an die New American Photography die Peripherie der Stadt in den Blick. Seine Schwarz-Weiß-Fotografien erkunden die ländlich geprägten Übergangsräume am nördlichen Rand des Ruhrgebiets.

Waltrop von Daniel Sadrowski

Künstler*in

Open Artsit

© Guido Rottmann

Daniel Sadrowski

Daniel Sadrowski studierte zunächst Sozialwissenschaften mit dem Ziel, Journalist zu werden. Seine Begeisterung für die Fotografie führte ihn zum Fotodesign-Studium in Dortmund, welches er 2003 mit Diplom abschloss. 

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