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SONDER

© Peter Behrbohm & Anton Steenbock

SONDER ist eine amöbenartige Unternehmung, die an der Schnittstelle von Kunst und Architektur agiert. 2009 von Peter Behrbohm und Anton Steenbock gegründet, hat sich Sonder auf die Verfeinerung von Konflikten, die Implementierung von Fehlern und Ordnungen und die Suche nach neuen kollektiven Zukünften spezialisiert. Sonder versucht, den Rahmen der Kunst zu vermeiden. Indem sie mit Hindernissen und Gegennarrativen in öffentliche Räume, Routinen und Diskurse eingreifen, zielen Sonder darauf ab, fragwürdige Entwicklungen aufzudecken, die sich in der Normalität verstecken. Ihre Projekte setzen sich aus Chaos und Ordnung, Sicherheit und Gefahr, Vergangenheit und Zukunft oder Ost und West zusammen. Dabei interessiert sich Sonder für vermeintliche Gegensätze, die in kleinen und großen Installationen und Interventionen zur Reaktion gebracht werden. 

Hamminkeln

Begleitet wird die Grand Snail Tour von Künstler*innen aus dem Bereich Literatur, Fotografie und Zeichnung, die zeitgleich zum Aufenthalt des Tourmobils, Eindrücke und Reflexionen aus jeweils derselben Stadt sammeln und diese sie visuell oder literarisch ins Bild setzen. So entsteht ein Paratext zur 3-jährigen Tour, der in Form einer Reisechronik, ein Kaleidoskop an Geschichten, Verbindungen, Momentaufnahmen in den 53 Städten der Region als Gleichzeitigkeiten und Ungleichzeitigkeiten zur Grand Snail Tour sichtbar werden lässt.

Hamminkeln von Erdem Teper

so müssen wohl die bäume über die menschen denken, 
der mensch ist ewig damit beschäftigt 
versteht, dass alles und jeder irgendwo
eins ist 
versteht, dass alles –  liebt und lacht und lebt in frieden existiert; stoa
versteht, dass es ist – ebenbild 
wenn mensch findet sich selbst 
vor uralten baumrinden 
ein wesen schaut das andere an, 
am ende haben beide einander
und somit sich selbst erkannt 
beide aus gerüst, beide aus haut 
nur dass der baum im wald sich zutraut
zurecht, dass er den menschen überlebt; 
während die zeit bereits 
das leichentuch des menschen webt 
und der baum schaut den menschen an, 
beide aus haut, rinde und knochen 
nur hat der neue mensch 
seine beziehung zur natur unterbrochen

Künstler*in

Open Artsit

©priscilliagrubo

Erdem Teper

Erdem Teper schreibt über alles, was Erdem fühlen lässt. Themengebiete in der Poesie sind oftmals philosophisch-religiösen Kontexten entsprungen.

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