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Ramona Schacht & Luca Bublik

© Daniel Sadrowski

Ramona Schacht studierte bis 2020 Fotografie in der Klasse von Heidi Specker an der HGB Leipzig, Luca Bublik promovierte an der Bauhaus-Universität in Weimar. Beide leben in Leipzig.
Ramona Schachts künstlerische Arbeit funktioniert über eine kollaborative Forschung, bei der durch die Recherche und Bildbefragung eine dialogisch passende künstlerische Übersetzung entwickelt wird. Luca Bublik arbeitete zuletzt mit dem Zentrum für optimistische Bergbauforschung in Leipzig an Möglichkeiten, den Umgang mit einem unbequemen Kulturerbe zu vertiefen und zu verändern.
In ihrer gemeinsamen künstlerischen Forschung interessieren sich die beiden für die besondere Konstellation von weiblich geprägter Arbeit in der ehemaligen DDR und der Sowjetunion und arbeiteten seit 2020 in Fabrikarchiven in Leipzig, Kyjiw und Taschkent. Für ihre Auseinandersetzung mit Bild- und Textarchiven wählen Ramona Schacht und Luca Bublik einen bildkritischen und analytischen Zugang, um Organisationssysteme und die meist unsichtbaren Arbeiterinnen herausstellen zu können.

Waltrop

Begleitet wird die Grand Snail Tour von Künstler*innen aus dem Bereich Literatur, Fotografie und Illustration, die zeitgleich zum Aufenthalt des Tourmobils, Eindrücke und Reflexionen aus jeweils derselben Stadt sammeln und diese sie visuell oder literarisch ins Bild setzen. So entsteht ein Paratext zur 3-jährigen Tour, der in Form einer Reisechronik, ein Kaleidoskop an Geschichten, Verbindungen, Momentaufnahmen in den 53 Städten der Region als Gleichzeitigkeiten und Ungleichzeitigkeiten zur Grand Snail Tour sichtbar werden lässt.

Dass eine Chronik nicht nur das Geplante dokumentiert, sondern auch die Zufälle, Unterbrechungen und Umwege einer Reise, zeigt der Beitrag zu Waltrop von Daniel Sadrowski. Nachdem am Veranstaltungstag, dem 15. Mai 2025, keine Chronik realisierte werden konnte, reiste der Fotograf exakt ein Jahr später nach Waltrop und nahm in Anlehnung an die New American Photography die Peripherie der Stadt in den Blick. Seine Schwarz-Weiß-Fotografien erkunden die ländlich geprägten Übergangsräume am nördlichen Rand des Ruhrgebiets.

Waltrop von Daniel Sadrowski

Künstler*in

Open Artsit

© Guido Rottmann

Daniel Sadrowski

Daniel Sadrowski studierte zunächst Sozialwissenschaften mit dem Ziel, Journalist zu werden. Seine Begeisterung für die Fotografie führte ihn zum Fotodesign-Studium in Dortmund, welches er 2003 mit Diplom abschloss. 

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