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Paul Wiersbinski

©Roland Baege

Paul Wiersbinski studierte Videokunst bei Mark Leckey und DouglasGordon an der Städelschule in Frankfurt am Main. Er lebt und arbeitet in Berlin. Seine Projekte bewegen sich an der Schnittstelle zwischen Kunst, Wissenschaft und Technologie und berühren Diskurse der Architektur, Entomologie (Insektenkunde) oder Kybernetik. Sie beziehen sich auf die Geschichte der Performance- und Videokunst, und nutzen häufig Techniken des Scherz und der Improvisation. Oft konstruiert Wiersbinski technische Prototypen, die von der Öffentlichkeit erprobt werden und verschiedene Entwicklungsphasen durchlaufen. Das Ergebnis seines künstlerischen Prozesses wird in unterschiedlichen Formen und Medien präsentiert, häufig anhand komplexer Sets und Installationen.

Viele von Wiersbinskis Arbeiten entstanden im Rahmen von internationalen Residenzprogrammen in Verbindung mit wissenschaftlichen Themen, z.B. CENART La Esmeralda, Mexiko-Stadt (2010), Hotel Pro Forma Kopenhagen (2013) oder dem Goethe-Institut London (2018). Er hält Vorträge und Präsentationen: „Elektronische Visualisierung und die Künste”, British Computer Society London (2011), „Tracing Mobility”, Haus der Kulturen der Welt, Berlin (2011), „Push your art” Palais de Tokyo, Paris ( 2013), Club Transmediale Berlin (2014), „Kunst im Zeitalter der Erdbeben” Martin-Gropius-Bau, Berlin (2016) und seine Schriften wurden im Fischer Verlag veröffentlicht.

Waltrop

Begleitet wird die Grand Snail Tour von Künstler*innen aus dem Bereich Literatur, Fotografie und Illustration, die zeitgleich zum Aufenthalt des Tourmobils, Eindrücke und Reflexionen aus jeweils derselben Stadt sammeln und diese sie visuell oder literarisch ins Bild setzen. So entsteht ein Paratext zur 3-jährigen Tour, der in Form einer Reisechronik, ein Kaleidoskop an Geschichten, Verbindungen, Momentaufnahmen in den 53 Städten der Region als Gleichzeitigkeiten und Ungleichzeitigkeiten zur Grand Snail Tour sichtbar werden lässt.

Dass eine Chronik nicht nur das Geplante dokumentiert, sondern auch die Zufälle, Unterbrechungen und Umwege einer Reise, zeigt der Beitrag zu Waltrop von Daniel Sadrowski. Nachdem am Veranstaltungstag, dem 15. Mai 2025, keine Chronik realisierte werden konnte, reiste der Fotograf exakt ein Jahr später nach Waltrop und nahm in Anlehnung an die New American Photography die Peripherie der Stadt in den Blick. Seine Schwarz-Weiß-Fotografien erkunden die ländlich geprägten Übergangsräume am nördlichen Rand des Ruhrgebiets.

Waltrop von Daniel Sadrowski

Künstler*in

Open Artsit

© Guido Rottmann

Daniel Sadrowski

Daniel Sadrowski studierte zunächst Sozialwissenschaften mit dem Ziel, Journalist zu werden. Seine Begeisterung für die Fotografie führte ihn zum Fotodesign-Studium in Dortmund, welches er 2003 mit Diplom abschloss. 

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