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Nikita Kadan

© Taras Grytsiuk

Nikita Kadan (*1982 in Kyjiw, Ukraine) ist Künstler und Kurator und studierte bis 2007 Monumentalmalerei an der Nationalen Akademie der Schönen Künste in Kyjiw. Er arbeitet mit Malerei, Grafik und Installation, oft in Zusammenarbeit mit Architekt*innen, Soziolog*innen und Menschenrechtsaktivist*innen. Häufig ist die Auseinandersetzung mit den komplexen Zusammenhängen um ein kulturelles Erbe Ausgangspunkt für seine Werke. Nikita Kadan ist unter anderem Mitglied der Künstler*innengruppe R.E.P (Revolutionary Experimental Space) und des Kollektivs DE NE DE. Seine Arbeiten werden weltweit in Ausstellungen gezeigt, zuletzt unter anderem bei der Kyiv Perennial (2024) in Berlin oder in der Ausstellung Dare to Dream (2024) des Pinchuk Art Centre in Venedig. Im Jahr 2015 repräsentierte Nikita Kadan die Ukraine auf der 56. Biennale in Venedig. Seine Werke befinden sich in den Sammlungen der Pinakothek der Moderne in München, des MUMOK Museum für moderne Kunst in Wien oder des Centre Georges Pompidou in Paris.

7000 Palmen

Cosima von Bonin

© Daniel Sadrowski 

Die Palme ist Siegeszeichen und Strandbar-Logo, zentrales Motiv in der Bibel sowie der Urlaubswerbung, Wappenpflanze unzähliger Nationalflaggen und vielseitig genutzter/vielfach verschickter Emoji. Cosima von Bonin arbeitet mit dem populären Symbol als stilisierte Konturform. Sie nimmt dabei offensichtlich Bezug auf Beuys soziale Plastik 7000 Eichen - Stadtverwaldung statt Stadtverwaltung, für die er 1982 für die documenta 7 auf dem Vorplatz des Fridericianum in Kassel 7000 Basaltstelen aufschüttete, die mit jeder in der Stadt neu gepflanzten Eiche abgetragen wurden: Je mehr Bäume in Kassel gepflanzt wurden, desto kleiner wurde die Plastik. Noch heute sind die „Beuys-Eichen“ durch die jeweils daneben eingelassenen Stelen gut zu erkennen.  

Die Künstlerin vervielfältigte die Pflanze 7000-fach als luftige Girlande in grün und weiß. Die Besitzer*innen der kostenlosen Edition – ob Museum, Schule oder Sportverein – können damit öffentliche Räume markieren. Die Methode der Vereinfachung ist uns auch aus anderen künstlerischen Arbeiten von Bonins bekannt: Sie fragmentiert, abstrahiert und erzeugt damit eine Anziehungskraft zwischen Wiedererkennung und Verfremdung. Generell ist Textil ein zentrales Material, beispielweise als collagierte Stoffbilder, übergroße Kleidungsstücke, Wandteppiche oder Skulpturen, die nach dem Vorbild bekannter Comicfiguren entstehen, oder Plüschtiere abbilden. 

Von Bonin wurde international und mit Einzelausstellungen im Museum Ludwig Köln, im MUMOK Wien, im SculptureCenter New York und zuletzt im Mudam Luxemburg gewürdigt und nahm 2007 an der documenta 12 sowie 2022 an der Biennale di Venezia teil. Als fester Bestandteil der Sammlung betont 7000 Palmen den öffentlichen Charakter der Grand Snail Trailer und schmückt den Trailer als willkommen heißenden Ort zwischen Marktstand, Vereinsheim und Kunstprojekt. 

Künstler*in

Open Artsit

© Simone Junker

Cosima von Bonin

Cosima von Bonin zählt zu den einflussreichen Positionen ihrer Generation. Sie war 2007 an der documenta 12 und 2022 an der Biennale di Venezia beteiligt.

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