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Matshelane Xhakaza

©Roland Baege

Matshelane Xhakaza (*1993) ist eine südafrikanische Künstlerin. Sie lebt und arbeitet in Johannesburg. Ausgangspunkt von Xhakazas Arbeiten sind das direkte Umfeld und die persönlichen, alltäglichen Erfahrungen der Künstlerin. Angelehnt an Marschall McLuhans These „Das Medium ist die Botschaft“, ist sie daran interessiert, Themen durch eine Methode des ‚Denkens als Praxis‘ zu verhandeln und diese durch verschiedene Medien wie Bewegtbild, textbasierte Installationen und gelegentlich auch durch Malerei akribisch zu artikulieren. Durch Xhakazas Arbeiten wird dem Publikum eine nuancierte und pointierte Ästhetik vermittelt, die versucht, mit den Komplexitäten umzugehen, die bei der Auseinandersetzung mit bestimmten sozial-politischen Narrativen eine Rolle spielen. Derzeit untersucht Xhakaza Ideen, wie man „Spiel” als eine Methode verwenden kann, um eine neue Ästhetik für ihre künstlerischen Arbeiten entdecken. Im Jahrgang 18/19 nimmt Matshelane Xhakaza an unserem Residenzprogramm Zu Gast bei Urbane Künste Ruhr teil.

HEUTE DEMNÄCHST ENDE

Anna Viebrock

© Daniel Sadrowski

© Daniel Sadrowski

© Daniel Sadrowski

© Daniel Sadrowski

© Daniel Sadrowski

Drei Wörter leuchten in den Himmel: HEUTE DEMNÄCHST ENDE. Es könnte wie die Ankündigung eines Kinoprogramms klingen, beim wiederholten Lesen aber vervielfältigen sich die drei Worte auf dem Schriftzug von Anna Viebrock zu mehr – einer Prophezeiung, Warnung, einem lakonischen Gedicht. 

Seit den späten 1980er-Jahren hat die Bühnenbildnerin, Regisseurin und Künstlerin einen Fundus aus ihren eigenen Bühnenbildern angesammelt, den sie für die Entstehung neuer Arbeiten nutzt. Sie verwendet Elemente ihrer detailreichen und Geschichten-überbordenden Innenräume erneut und lädt sie mit zusätzlicher Bedeutung auf. Auch das 2021 für Christoph Marthalers Inszenierung der Operette Giuditta von Franz Lehár entworfene Szenario, dem der Schriftzug HEUTE DEMNÄCHST ENDE entstammt, hat seither ein Eigenleben entwickelt: 2024 schuf Viebrock aus dem recycelten Giuditta-Bühnenbild eine Gesamtinstallation für ihre Ausstellung in der Skulpturenhalle Neuss, die das Zitat aus der Operette als Titel verwendete. Seit 2026 zieht der Schriftzug nun in wetterfester Ausführung auf dem Trailer der Grand Snail Tour durchs Ruhrgebiet. Mit jedem Stopp und in jedem Kontext kann der Text neue Bedeutungen gewinnen. 

Die Buchstaben leuchten auch sinnbildlich für das gesamte Konzept der dreijährigen Tour, die als Hybrid zwischen mobilem Ausstellungsort und Veranstaltungsformat alle 53 Ruhrgebietsstädte miteinander verbindet. HEUTE DEMNÄCHST ENDE beschreibt damit nicht nur eine abstrakte Zeitlichkeit, sondern die konkrete Dramaturgie eines im September 2024 begonnenen und bis Oktober 2027 geplanten Projekts, das seine eigene Endlichkeit kennt. 

Künstler*in

Open Artsit

© Lisa Rastl

Anna Viebrock

Anna Viebrock studierte Bühnenbild an der Kunstakademie Düsseldorf. Die Zusammenarbeit mit Christoph Marthaler führte sie an zahlreiche Schauspiel- und Opernhäuser.

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