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Marianna Christofides

©Roland Baege

Marianna Christofides (Zypern) wurde 1980 in Zypern geboren und lebt in Berlin. In ihrer künstlerischen Praxis beschäftigt sie sich mit verwobenen Erzählungen, welche die unterschiedlichen Schichten von Orten multipler Autorenschaft konstituieren. Spuren unterschwelliger Gewalt im räumlichen Gefüge und subtile Manifestationen von Prekarität werden in Langzeitbeobachtungen verhandelt und in der physischen Auseinandersetzung mit den Räumen untersucht. Basierend auf einer Vielzahl von Diskursen wie Umweltstudien, räumlichen Praktiken und Literatur arbeitet sie vor allem mit den Medien 16 mm Film, Slides, Text und Sound. Diese sind in Installationen artikuliert, die häufig aus Archiv- sowie Vor-Ort-Recherchen entstehen. Sie studierte unter anderem Visual and Media Arts an der Academy of Fine Arts in Athen, der Slade School of Fine Art in London und der Akademie der Medienkünste in Köln. 2011 vertrat Marianna Zypern auf der 54. Biennale in Venedig. Sie wurde mit zahlreichen Stipendien ausgezeichnet, unter anderem vom Bundesland Berlin, der Akademie der Künste der Welt, Köln, dem Hartware Medienkunstverein, DAAD, Stiftung Kunstfonds, IFA und Kunststiftung NRW. Residenzen umfassen Villa Kamogawa, Kyoto; Tabakalera, San Sebastian; Künstlerhaus Büchsenhausen, Innsbruck; La Box, ENSA Bourges; IASPIS, Stockholm; Villa Aurora, Los Angeles; Gasworks, London. Marianna hat ihre Arbeit vielfach international ausgestellt und gezeigt.

Nordmarkt & Kiosk

Stefan Marx

Auf den Vorhängen des Tourwagens ist rege Geselligkeit zu entdecken: To-Go-Becher unter sich oder Baustellenhütchen und Eistüten im Gespräch. Zwei gut gelaunte Freund*innen in einem einladenden Büdchen im Schatten der Bäume. Pudel und Kickroller, die sich ineinander kringeln.  

Kunst im öffentlichen Raum beginnt bei Marx mit dem genauen Hinschauen: Seine Zeichnungen entstehen immer spontan und unterwegs – am Flughafen, im Zug, im Café. Dabei sind Stefan Marx’ Szenen humorvoll, melancholisch, und weit entfernt von einer perfekten Wiedergabe, dafür nah an der Stadt und ihren Bewohner*innen. Als Künstler und Zeichner unterwandert er auch in anderen Kontexten die Grenzen zwischen freier Kunst, Gebrauchsgrafik und Alltagskultur konsequent: Er zeichnete die laufende Zitrone für eine bekannte Skate-Marke, für die königliche Porzellan-Manufaktur und verschiedene Modellabels, gestaltete Plattencover und T-Shirts. Neben zahlreichen Fanzines und Künstlerbüchern entstanden auch Hefte für Kinder und Erwachsene, die ausgemalt werden können. 

Stefan Marx war bereits mehrfach bei Urbane Künste Ruhr zu Gast, unter anderem zeichnete er 2018 für die Veranstaltungsserie Wandersalon die Wanderspinne, die mit ihren langen Armen alle Orte im Ruhrgebiet miteinander vernetzt. Nun reisen seine auf dem Dortmunder Nordmarkt entstandenen Zeichnungen als Malbuch mit, als Vorhänge rahmen sie andere Ausblicke, andere Szenen, andere Städte. Was Stefan Marx zeichnet, ist nie abgeschlossen – es wartet immer auf einen nächsten Moment, der dazukommt. 

Künstler*in

Open Artsit

Stefan Marx

Stefan Marx ist Künstler und Zeichner. Er entwickelt Designs für verschiedene Unternehmen, gestaltet das Artwork von Plattencovern und Fanzines, hat aber auch schon ein Dekor für die Königliche Porzellanmanufaktur entwickelt. 

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