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Magdalena Los

© Daniel Sadrowski

Magdalena Los (*1987) wurde in Polen geboren und ist in Bremen aufgewachsen. Sie erwarb ihren Master of Fine Arts an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg. 
 

Los’ digital collagierte Bildwelten gehen aus einer malerischen sowie konzeptuellen Praxis hervor. In ihnen kollidieren alltägliche Ansichten mit privaten Screenshots oder Referenzen auf populäre Filmszenen, Kunstwerke und aktuelle Nachrichten aus unterschiedlichen Ressorts. Die abwechselnd surrealen, comichaften oder naturalistischen Motive kreisen immer wieder um das Verhältnis zwischen Arbeit, Zeit und Wert, wobei sich Humor und Ernsthaftigkeit stets die Waage halten. Die oftmals weiblichen Figuren in Los’ imaginären Räumen changieren zwischen Begierde und Ohnmacht und beleuchten dabei den spezifischen Bereich zwischen den beiden Fragen: Was will ich? und Was kann ich?

Aktuell bereitet sie die Ausstellung Lucid Dreams in der artothek in Köln vor (2022) und stellte zuletzt im Bonner Kunstverein (2021) aus. Ihre Arbeiten wurden u.a. im PiK, Köln; in der Klosterruine, Berlin; in der Sammlung Falckenberg, Hamburg (alle 2020) und Kunstverein Harburger Bahnhof (2019) ausgestellt. Sie wurde mit dem Friedrich-Vordemberge-Stipendium der Stadt Köln (2021) und dem Peter Mertes Stipendium (2020) ausgezeichnet. Los lebt und arbeitet in Köln.

7000 Palmen

Cosima von Bonin

© Daniel Sadrowski 

Die Palme ist Siegeszeichen und Strandbar-Logo, zentrales Motiv in der Bibel sowie der Urlaubswerbung, Wappenpflanze unzähliger Nationalflaggen und vielseitig genutzter/vielfach verschickter Emoji. Cosima von Bonin arbeitet mit dem populären Symbol als stilisierte Konturform. Sie nimmt dabei offensichtlich Bezug auf Beuys soziale Plastik 7000 Eichen - Stadtverwaldung statt Stadtverwaltung, für die er 1982 für die documenta 7 auf dem Vorplatz des Fridericianum in Kassel 7000 Basaltstelen aufschüttete, die mit jeder in der Stadt neu gepflanzten Eiche abgetragen wurden: Je mehr Bäume in Kassel gepflanzt wurden, desto kleiner wurde die Plastik. Noch heute sind die „Beuys-Eichen“ durch die jeweils daneben eingelassenen Stelen gut zu erkennen.  

Die Künstlerin vervielfältigte die Pflanze 7000-fach als luftige Girlande in grün und weiß. Die Besitzer*innen der kostenlosen Edition – ob Museum, Schule oder Sportverein – können damit öffentliche Räume markieren. Die Methode der Vereinfachung ist uns auch aus anderen künstlerischen Arbeiten von Bonins bekannt: Sie fragmentiert, abstrahiert und erzeugt damit eine Anziehungskraft zwischen Wiedererkennung und Verfremdung. Generell ist Textil ein zentrales Material, beispielweise als collagierte Stoffbilder, übergroße Kleidungsstücke, Wandteppiche oder Skulpturen, die nach dem Vorbild bekannter Comicfiguren entstehen, oder Plüschtiere abbilden. 

Von Bonin wurde international und mit Einzelausstellungen im Museum Ludwig Köln, im MUMOK Wien, im SculptureCenter New York und zuletzt im Mudam Luxemburg gewürdigt und nahm 2007 an der documenta 12 sowie 2022 an der Biennale di Venezia teil. Als fester Bestandteil der Sammlung betont 7000 Palmen den öffentlichen Charakter der Grand Snail Trailer und schmückt den Trailer als willkommen heißenden Ort zwischen Marktstand, Vereinsheim und Kunstprojekt. 

Künstler*in

Open Artsit

© Simone Junker

Cosima von Bonin

Cosima von Bonin zählt zu den einflussreichen Positionen ihrer Generation. Sie war 2007 an der documenta 12 und 2022 an der Biennale di Venezia beteiligt.

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