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Laura Leppert

© Roland Baege

Laura Leppert (*1993) arbeitet mit Film, Installation und Text. Ihre Installationen und filmischen Räume sind fragmentarisch konstruiert und befinden sich ständig in Bewegung– Architekturen werden zu Charakteren, Menschen posieren als Objekte, Objekte zirkulieren im Raum. Ihre Narrative nutzen eine non-lineare Erzählweise, die von Mikro-Makro-Bewegungen und halluzinatorischen Wanderungen durch reale Orte, ihre sozialen oder politischen Logiken und semantischen Knotenpunkte geprägt ist. Motive und Texte stammen aus Recherchen zu sozialen Phänomenen, Sprache und ihrer Wirkmacht, emblematischen Orten und kulturellen Tropen, die poetisch und rhythmisch verformt wird. Gebaute und bildliche Umgebungen, die mit Themen wie Besitz, Territorium, ökonomischem Idealbild und individuellem Verlangen verstrickt sind, werden dabei zersetzt und umgeformt.

Im Februar 2020 schloss Laura Leppert ihr Studium an der Akademie der Bildenden Künste München als Meisterschülerin von Olaf Nicolai ab. Sie nahm am CX Zentrum für Interdisziplinäre Studien mit Cécile B. Evans und Simon Starling teil, sowie 2019 am CSAV Artist's Laboratory der Fondazione Ratti mit Nora Schultz und Ei Arakawa in Como, Italien. Bis 2020 war sie Stipendiatin der Studienstiftung des Deutschen Volkes; ihr Abschlussprojekt Forecast, ein experimenteller Kurzfilm, wurde mit dem Absolventenpreis ausgezeichnet.

Sonne Art Minigolf

Sowatorini Landschaft

Minigolf ist das demokratische Golf: niedrigschwellig, generationsübergreifend und ohne Dresscode. Das Bochumer Künstlerkollektiv Sowatorini Landschaft — bestehend aus Sebastian Sowa (*1981, Bochum) und Gianluca Torini (*1985, Berlin) — nimmt Minigolf als Volkssport ernst und führt es weiter. Ihr tragbarer Parcour Sonne Art Minigolf verwandelt die jeweilige Stadtoberfläche selbst zur Spielbahn: Pflasterfugen, Bordsteinkanten, Gefälle und Platz-Geometrien ersetzen normierte Kunststoffbahnen. Ausgelegt werden gestopfte Stoffwürsten zu einem weichen, provisorischen und ortsspezifischen Spielfeld. Das Tourmobil wird zum Anmeldepoint und Ausleihstation für alles, was es braucht.

Der Titel ist programmatisch doppeldeutig: Sonne Art klingt im Ruhrgebiet wie „so eine Art“ — Ausdruck einer unprätentiösen Offenheit und des sich selber nicht zu wichtig Nehmens, die zum Geist des Kollektivs gehört. Wer den Parcours meistern will, muss die Topografie lesen lernen: Stadtoberflächen, die sonst als bloßes Durchgangsmedium fungieren, werden zum Handlungsraum und Erkenntnisobjekt — eine Form, die an situationistische Stadtaneignung ebenso anschließt wie an partizipative Kunstpraxen, die den Eigensinn des Alltäglichen produktiv machen.

Sowatorini Landschaft bewegt sich seit ihrer Gründung 2016 an der Schnittstelle von Landschaftsarchitektur und Kunst. Diese besondere Positionierung brachte dem Kollektiv 2023 das renommierte Stipendium der Deutschen Akademie Villa Massimo ein — als erst viertes Landschaftsarchitekturbüro in der über hundertjährigen Geschichte der Fördereinrichtung. Sonne Art Minigolf bleibt im Kern, was es ist: ein einfaches und schönes Spiel, um etwas von der Stadt und den Mitspieler*innen kennenzulernen.

Künstler*in

Open Artsit
Porträt von SOWATORINI Landschaft

© Alberto Novelli

Sowatorini Landschaft

Sebastian Sowa und Gianluca Torini arbeiten als Sowatorini Landschaft zwischen Garten, Landschaft und Kunst.

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