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Kyoco Taniyama & Nico Alexander Taniyama

©Roland Baege

Kyoco+Nico sind ein Künstlerduo aus Tokyo und Berlin. Das Verhalten sowie die Sprach-Syntax beider Städte sind tendenziell genau gegensätzlich. Derlei länderspezifische Kontradiktionen beobachten Kyoco+Nico in Ihrem Alltag und beeinflussen damit Ihr binäres Themenspektrum wie Makro und Mikrosicht, Digital und Analog sowie Vergangenheit und Zukunft. Ihr Arbeitsprozess beginnt ortsspezifisch als „physische Entdecker“. Das Reflektieren dieser gesammelten Erlebnisse begleitet Ihren Weg zur konzeptionellen Abstraktion und beide spielen hierbei mit dem Reiz von Paradoxien, welche es gewöhnlich zu vermeiden gilt. Für das Ruhr Ding: Territorien verbinden Kyoco+Nico zum dritten Mal Ihre Ausdrucksformen, wie Skulptur und Medien-Installation im Hinblick auf soziale Transformationen als Folge des Wandels von der Industrialisierung zur Digitalisierung.

Kyoco Taniyama visualisiert Ihre kritischen Fragestellungen aktueller Ereignisse, die Sie durch Erkunden fremder Orte und sozialer Strukturen sammelt, in humorvoller Form mittels Fotografie, Skulptur und Installation.

Nico Alexander Taniyama kombiniert sein duales Interesse der Medienkunst und des philosophischen Denkens. Sein Meta-Ansatz: „Alles was wir machen, können wir auf der Metaebene versuchen“ spiegelt seine theoretische und visuelle Arbeit wider.

Sonne Art Minigolf

Sowatorini Landschaft

Minigolf ist das demokratische Golf: niedrigschwellig, generationsübergreifend und ohne Dresscode. Das Bochumer Künstlerkollektiv Sowatorini Landschaft — bestehend aus Sebastian Sowa (*1981, Bochum) und Gianluca Torini (*1985, Berlin) — nimmt Minigolf als Volkssport ernst und führt es weiter. Ihr tragbarer Parcour Sonne Art Minigolf verwandelt die jeweilige Stadtoberfläche selbst zur Spielbahn: Pflasterfugen, Bordsteinkanten, Gefälle und Platz-Geometrien ersetzen normierte Kunststoffbahnen. Ausgelegt werden gestopfte Stoffwürsten zu einem weichen, provisorischen und ortsspezifischen Spielfeld. Das Tourmobil wird zum Anmeldepoint und Ausleihstation für alles, was es braucht.

Der Titel ist programmatisch doppeldeutig: Sonne Art klingt im Ruhrgebiet wie „so eine Art“ — Ausdruck einer unprätentiösen Offenheit und des sich selber nicht zu wichtig Nehmens, die zum Geist des Kollektivs gehört. Wer den Parcours meistern will, muss die Topografie lesen lernen: Stadtoberflächen, die sonst als bloßes Durchgangsmedium fungieren, werden zum Handlungsraum und Erkenntnisobjekt — eine Form, die an situationistische Stadtaneignung ebenso anschließt wie an partizipative Kunstpraxen, die den Eigensinn des Alltäglichen produktiv machen.

Sowatorini Landschaft bewegt sich seit ihrer Gründung 2016 an der Schnittstelle von Landschaftsarchitektur und Kunst. Diese besondere Positionierung brachte dem Kollektiv 2023 das renommierte Stipendium der Deutschen Akademie Villa Massimo ein — als erst viertes Landschaftsarchitekturbüro in der über hundertjährigen Geschichte der Fördereinrichtung. Sonne Art Minigolf bleibt im Kern, was es ist: ein einfaches und schönes Spiel, um etwas von der Stadt und den Mitspieler*innen kennenzulernen.

Künstler*in

Open Artsit
Porträt von SOWATORINI Landschaft

© Alberto Novelli

Sowatorini Landschaft

Sebastian Sowa und Gianluca Torini arbeiten als Sowatorini Landschaft zwischen Garten, Landschaft und Kunst.

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