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Katja Aufleger

Porträt der Künstlerin Katja Aufleger, deren Werke zwischen Skulptur, Film und Installation changieren, mit verschränkten Armen vor einem weißen Hintergrund.

© Andrzej Steinbach

Katja Aufleger lebt und arbeitet in Berlin. Sie studierte an der Hochschule für bildende Künste Hamburg und schloss ihr Studium 2013 mit dem Master of Fine Arts ab. Ihre Videoarbeiten, Skulpturen und Installationen, die mit ästhetischer Präzision (gesellschaftliche) Zusammenhänge und Systeme kritisch beobachten, sind von einem subtilen Humor durchzogen. Die künstlerischen Werke gehen über das Abgebildete hinaus und entfalten sich als Vorahnung in der Vorstellung des Betrachters. Diese wird oft durch den Titel des Werks angeregt, wie z.B. BANG! für Glasflakons, deren getrennte Kammern Substanzen enthalten, die bei ihrer Vermischung eine Explosion verursachen würden. Katja Aufleger erhielt u.a. den Berenberg-Preis für junge Künstler, den Preis der Kulturstiftung VO, das Arbeitsstipendium der Stiftung Kunstfonds Bonn. Die Kulturbehörde der Freien und Hansestadt Hamburg zeichnete Aufleger mit dem Zürich-Stipendium aus. Ihre Arbeiten wurden u.a. auf der Beijing International Art Biennale in China, im Museum Tinguely, im Kunstverein Hamburg, im Wilhelm-Hack-Museum, in der Bundeskunsthalle Bonn, der Kestnergesellschaft und im Kunstverein Harburger Bahnhof gezeigt.

Hamminkeln

Begleitet wird die Grand Snail Tour von Künstler*innen aus dem Bereich Literatur, Fotografie und Zeichnung, die zeitgleich zum Aufenthalt des Tourmobils, Eindrücke und Reflexionen aus jeweils derselben Stadt sammeln und diese sie visuell oder literarisch ins Bild setzen. So entsteht ein Paratext zur 3-jährigen Tour, der in Form einer Reisechronik, ein Kaleidoskop an Geschichten, Verbindungen, Momentaufnahmen in den 53 Städten der Region als Gleichzeitigkeiten und Ungleichzeitigkeiten zur Grand Snail Tour sichtbar werden lässt.

Hamminkeln von Erdem Teper

so müssen wohl die bäume über die menschen denken, 
der mensch ist ewig damit beschäftigt 
versteht, dass alles und jeder irgendwo
eins ist 
versteht, dass alles –  liebt und lacht und lebt in frieden existiert; stoa
versteht, dass es ist – ebenbild 
wenn mensch findet sich selbst 
vor uralten baumrinden 
ein wesen schaut das andere an, 
am ende haben beide einander
und somit sich selbst erkannt 
beide aus gerüst, beide aus haut 
nur dass der baum im wald sich zutraut
zurecht, dass er den menschen überlebt; 
während die zeit bereits 
das leichentuch des menschen webt 
und der baum schaut den menschen an, 
beide aus haut, rinde und knochen 
nur hat der neue mensch 
seine beziehung zur natur unterbrochen

Künstler*in

Open Artsit

©priscilliagrubo

Erdem Teper

Erdem Teper schreibt über alles, was Erdem fühlen lässt. Themengebiete in der Poesie sind oftmals philosophisch-religiösen Kontexten entsprungen.

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